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nächsten Text: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil II vorherigen Text: Hören, wie Jesus hörte Archiv Datum: Donnerstag, 18.06.2009 Bibelstelle: Römer 5, 20. 21; 6, 1. 2 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil I Römer 5 20 Das Gesetz aber kam daneben hinzu, damit die Übertretung überströmend werde. Wo aber die Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwenglicher geworden. Römer 6 1 Was sollen wir nun sagen? Sollten wir in der Sünde verharren, damit die Gnade überströme? 2 Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben? In den beiden Schlussversen von Kapitel 5 stellt der Apostel Paulus der Groß-Macht der Sünde die Über-Macht der Gnade Gottes entgegen. Darum rühmt Paulus diese einzigartige Barmherzigkeit, weil der Herr die Herrschaft der todbringenden Sünde gebrochen hat und weil nun die rettende Gnade Gottes im Leben der an Christus Glaubenden die Regie übernommen hat. – Aber offensichtlich haben das noch nicht alle Christen in der römischen Gemeinde verstanden. Schon in Kapitel 3, 8 warfen einige »Lästerer« Paulus vor, er verführe durch seine Gnadenlehre zum Sündigen. Doch man muss kein »Lästerer« sein, um leichtfertig mit der Gnade Gottes umzugehen. Regen sich nicht auch in uns böse Möglichkeiten, die Sünde nicht mehr so ernst zu nehmen, weil wir ja »unter der Gnade« leben? Müsste es nicht vielmehr so sein, dass gerade die barmherzige Güte und Liebe des Herrn unser Gewissen und unser Leben prägt? Wer »gern« sündigt, weiß nicht mehr, dass Jesus anwesend ist. Sagte der Herr Jesus Christus etwa zum Geheilten am Teich Betesda: Sündige ruhig weiter? (Vgl. Joh. 5, 14.) Sagte er zur Ehebrecherin, nachdem er ihr Vergebung zugesprochen hatte: Sündige getrost weiter, denn du gehörst nun für immer zu mir? (Vgl. Joh. 8, 11.) – Es geht weder um einen lässigen noch um einen skrupulösen Umgang mit der Sünde, sondern um eine vom Heiligen Geist geschenkte Sünden-Erkenntnis, auf die nicht nur das Sünden-Bekenntnis folgt, sondern ein geheiligtes Leben. (Vgl. 1. Kor. 1, 30; Gal. 5, 1. 13-17.) Wie aber ist das möglich? Wir können das Sterben und den Tod eines Menschen unter dem allgemein menschlichen Blickwinkel betrachten: Wir nehmen Abschied, empfinden Schmerz, wir trauern über den Verlust. – Paulus aber denkt hier nicht an etwas Trauriges. Er denkt an die Rechtsfolgen eines Sterbefalls, wie er sie besonders in Römer 7, 1-7 darlegt.
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