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nächsten Text: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil III vorherigen Text: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil I Archiv Datum: Freitag, 19.06.2009 Bibelstelle: Römer 6, 2 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil II Römer 6 2 Das sei ferne! Wir, die wir der Sünde gestorben sind, wie sollten wir noch in ihr leben? »Wir sind der Sünde gestorben.« Betrachten wir die Rechtsfolgen eines Sterbefalls etwas genauer: In dem Augenblick, in dem der Tod eines Menschen eintritt, erlischt jeder Anspruch an den Verstorbenen. Niemand kann noch etwas von ihm fordern. Finanzamt, Kreditgeber, Staats- und Rechtsanwälte können nur von Lebenden etwas wollen. Sterben verändert die Rechtslage umfassend und radikal. Auf diesem Hintergrund bedeutet Sterben Befreiung. Mehrfach unterstreicht Paulus dieses Sterben: zusammengewachsen mit der Gleichheit des Todes von Jesus (V. 5), unser alter Mensch wurde mitgekreuzigt (V. 6), wir sind mit Christus gestorben (V. 8). Jesus-Nachfolger sind Mitbeteiligte am Tod ihres Herrn. Wir haben dieses Geschehen nicht an uns selbst vollstreckt. Selbstkreuzigung ist ein Unding. »Manche Gläubige verkrampfen sich aber so, um der Sünde abzusterben. Sie wollen sich selbst abquälen durch Selbstbestrafung, Sich-selbst-schlecht-Machen, durch Weinen, durch Askese oder besondere Handlungen, von denen sie sich magische Wirkungen versprechen. Oder sie reden es sich verbissen ein, sie seien nun wirklich völlig für die Sünde tot. Aber es geht um einen reinen Außen-Eingriff. Als wir den verkündigten Christus im Glauben annahmen, nahm Gott das nicht nur hin, sondern tat etwas. Er ›versiegelte‹ uns durch den Heiligen Geist. (Vgl. Röm. 8, 9b. 14-16; 2. Kor. 1, 22; Eph. 1, 13; 4, 30.) Im Altertum tätowierte man neu erworbene Sklaven mit einem Eigentumszeichen. Durch diese göttlich geschenkte Zugehörigkeit zum Gekreuzigten sind wir legal ausgebürgert aus dem Reich der Sünde und versetzt in den Macht- und Segensbereich von Christus. Eine andere Umlaufbahn um eine andere Sonne befreit uns zum alternativen Leben. Wir ›wandeln in der Neuheit des Lebens‹ oder ›in der Neuheit des Geistes‹ (Röm. 6, 4b; 7, 6)« (A. Pohl).
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