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Datum: Dienstag, 23.06.2009
Bibelstelle: Römer 6, 6-9
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil VI



Römer 6
6 da wir dies erkennen, dass unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, dass wir der Sünde nicht mehr dienen.
7 Denn wer gestorben ist, ist freigesprochen von der Sünde.
8 Wenn wir aber mit Christus gestorben sind, so glauben wir, dass wir auch mit ihm leben werden,
9 da wir wissen, dass Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht mehr über ihn.

Paulus wird nicht müde, die Christen in Rom daran zu erinnern, das, was sie
wissen, was sie glauben und erkennen (V. 3. 6. 8. 9), auch in ihr praktisches
Leben einzubeziehen. Das gilt auch für uns: Unser altes, der Sünde ergebenes
Wesen, ist mit Christus ans Kreuz geschlagen und hingerichtet worden. Die
böse Adams-Natur, die uns in Schach hielt, sodass wir mit unserem Leib und
Leben der Sünde dienten, ist rechtlich außer Kraft gesetzt. Das sündige
Wesen hat keinerlei Anspruch mehr auf unser Leben. Wir sind jetzt nicht
länger Sklaven der Sünde. Wir müssen der Sünde nicht mehr dienen.
Aber kennen wir nicht auch die leisen Zweifel in unserem Herzen: Ist das
wirklich so? Ich will zwar nicht sündigen, aber ich tu’s trotzdem. Immer
wieder fallen böse Worte, immer wieder packt mich der Neid. Immer wieder
platze ich vor Ungeduld. Immer wieder rege ich mich über die »unmöglichen«
anderen auf. Das ist Tatsache. Doch die andere Tatsache ist viel wichtiger
und größer: Die Sünde hat keinen Anspruch mehr auf mein Leben. Denn
mein »alter Mensch«, mein Sünden-Wesen samt meinem Sünden-Leben, ist
mit Christus gekreuzigt, gestorben und begraben worden.

Wenn uns dieser Zwiespalt zu schaffen macht, wenn wir über uns selber
entsetzt sind, sollten wir einmal und immer wieder unsere Blickrichtung
ändern. Richte deinen Blick auf den gekreuzigten Herrn und lass es gelten,
dass mit seiner Verurteilung zum Tod auch dein altes, sündiges Ich gestorben
ist. – Wir können unseren Blickwechsel im Gebet zum Ausdruck bringen:
»Herr Jesus Christus, es macht mir zu schaffen, dass ich mich immer wieder
auf die Sünde einlasse. Aber ich will daran festhalten, dass ich mit dir
gestorben und für die Sünde wesenhaft ›tot‹ bin. Ich danke dir, dass ich mich
auf das Böse nicht mehr einlassen muss. Danke, dass du mich auch in deine
Auferstehung einbezogen hast. Deine Auferstehungskraft ist auch meine
Kraft, der Sünde zu widerstehen und dir zu dienen. Amen.«


 

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