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nächsten Text: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil IX vorherigen Text: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil VII Archiv Datum: Donnerstag, 25.06.2009 Bibelstelle: Römer 6, 10. 11 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil VIII Römer 6 10 Denn was er gestorben ist, ist er ein für allemal der Sünde gestorben; was er aber lebt, lebt er Gott. 11 So auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus. Der Apostel Paulus zieht hier aus dem einmaligen Heilsgeschehen an Karfreitag und Ostern (V. 10) die Konsequenzen für unser Leben. Aber so, dass er jetzt die Befehlsform wählt (V. 11). In den gängigen Bibelübersetzungen heißt es »Haltet dafür, dass ihr der Sünde gestorben seid« oder »Haltet euch der Sünde für tot«. Wörtlich aber heißt es: »Begreift euch selber (in einem Glaubensurteil) als Tote der Sünde (gegenüber), dagegen als Lebende für Gott in Christus Jesus.« Die Übersetzung »haltet euch« könnte irrtümlicherweise in die Nähe positiven Denkens und autogenen Trainings gerückt werden. So, als ob man sich konzentriert etwas einreden müsse, das eigentlich nicht da ist, bis es endlich existiert. Christen haben es nicht nötig, sich der Macht des »Positiven Denkens« zu überlassen. Sie schöpfen das Gute nicht aus sich selbst, sondern aus Christus. Das meint Paulus, wenn er aufruft: Begreift, versteht euch selber als Tote der Sünde gegenüber. Denn es steht fest, dass wir mit Christus gestorben sind. Dieses Begreifen hat mit einer gehorsamen Geisteshaltung zu tun. Wenn ich mit Christus gestorben und mit ihm auferstanden bin, hat Gott mich aus dem Tod zu einem Leben im Gehorsam dem Herrn und seinem Wort gegenüber befreit. (Vgl. Joh. 3, 36.) Die Glaubens-Grundlage, »dass unser alter Mensch mit Christus gekreuzigt worden ist«, hat also eine ganz praktische Reichweite. Davon spricht Paulus in den Versen 12-17. Wenden wir uns zunächst Vers 12 zu: »Nicht soll die Sünde König sein in eurem sterblichen Leib, sodass ihr seinen Begierden gehorcht.« Das Nicht-Sollen meint hier ein Nicht-Dürfen. Wo Jesus Christus Herr ist, ist die Macht der Sünde illegal (V. 7). Gott gab ihr gewissermaßen die »rote Karte«. Er schickte die Sünde ins »Aus«. Doch sie schmuggelt sich aufs »Spielfeld« zurück. Darum macht sie unser Leben zum Kampfplatz. (Siehe Eph. 6, 12. 13; Kol. 1, 13.)
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