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Datum: Samstag, 27.06.2009
Bibelstelle: Römer 6, 13. 14
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil X



Römer 6
13 stellt auch nicht eure Glieder der Sünde zur Verfügung als Werkzeuge der Ungerechtigkeit, sondern stellt euch selbst Gott zur Verfügung als Lebende aus den Toten und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit.
14 Denn die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade.

Schon in Vers 12 sprach Paulus die Verantwortung der Christen an: Wenn
sich die Sünde einschleicht und versucht, über »eure sterblichen Leiber« zu
herrschen, seid ihr dem Bösen nicht willenlos ausgeliefert. Ihr könnt der
Sünde gehorchen oder auch nicht. Denn ihr seid kein Apparat, der auf
Knopfdruck »gehorcht«. Ihr könnt Entscheidungen treffen.

Das betrifft ebenso die Glieder des Körpers, also die einzelnen Lebensvollzüge.
Wie Augen, Ohren, Mund, Hand und Fuß sich verhalten, zeigt etwas
davon, was wir tatsächlich sind und was in unseren Herzen ist. (Siehe Mark.
9, 43-47.) Damit die Sünden-Herrschaft sich nicht wieder über das Einfallstor
»Leib« »einschleicht« und sich mit Hilfe unserer Handlungen »einnistet«, ist
ein Doppeltes gefordert:

Es geht um eine Absage und um eine Zusage. Nichts, keinen einzigen Teil
eures Körpers sollt ihr der Sünde als Werkzeug zur Verfügung stellen. Tragt
eure »Waffen« nicht zum Feind hinüber! Er hat von der anderen Seite aufgefordert, in sein Lager überzulaufen. Was nun? Wir befinden uns in diesem Augenblick in einer Entscheidungs-Situation. Erteilen wir dem Feind kein klares Nein, gelingt auch kein klares Ja zu Gott – höchstens ein verhängnisvolles Jein. Absage und Zusage gehören also unzertrennlich zusammen.

(Vgl. Röm. 6, 19.) Sage dem Bösen ab und stelle dich Gott zur Verfügung!
Wie das konkret aussehen kann, lesen wir z. B. in Römer 12, 9-21. Es ist
hilfreich, wenn wir diesen Text nicht einfach »herunterlesen«, sondern ihn
ein zweites, ein drittes, vielleicht auch ein viertes Mal lesen. Wir können in
diesem Bibelabschnitt auch diesen Doppelschritt – Absage und Zusage –
erkennen. Ich darf den Herrn bitten: Was willst du mir persönlich sagen?
Welche praktischen Handlungen habe ich vorzunehmen?

Wir sind zum Gehorsam gerufen, in die Entscheidung und in den Kampf
gestellt, aber wir sind geborgen und getrost in der Übermacht der Gnade
Gottes.


 

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