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nächsten Text: So nahe ist Gott – Teil I vorherigen Text: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil XII Archiv Datum: Dienstag, 30.06.2009 Bibelstelle: Römer 6, 20-23 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Todes- und Lebensgemeinschaft mit Christus, Teil XIII Römer 6 20 Denn als ihr Sklaven der Sünde wart, da wart ihr Freie gegenüber der Gerechtigkeit. 21 Welche Frucht hattet ihr denn damals? Dinge, deren ihr euch jetzt schämt, denn das Ende davon ist der Tod. 22 Jetzt aber, von der Sünde frei gemacht und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewiges Leben. 23 Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christus Jesus, unserem Herrn. Paulus lenkt den Blick der römischen Christen noch einmal auf ihre Vergangenheit ohne Christus. »Ihr wart Sklaven der Sünde und ›Freie‹ gegenüber der Gerechtigkeit.« Eine merkwürdige Formulierung! Es ist so, wie wenn einem Ertrinkenden kein Rettungsring zugeworfen würde. Dann ist der Ertrinkende »frei« von Rettung. Aber was ist das für eine Freiheit! »Das ist der schlimme Betrug der Sünde, dass sie dem Menschen einredet und vorgaukelt, er sei frei und könne tun und lassen, was er wolle. Er ist dabei aber ein Getriebener, er ist ein ausgenutzter Sklave« (H. Krimmer). Ganz deutlich wird das an den Folgen. Die gewachsenen »Früchte« sind giftige und faule Früchte. »Es sind Früchte, deren ihr euch jetzt schämt.« (Vgl. Gal. 5, 19-21.) Es sind Früchte, die den Tod bringen. – Doch in solchem Schämen liegt der Neubeginn. Da sind mir schon die Augen geöffnet worden; ich habe die Schande solchen Sündendienstes erkannt. Deshalb kann Paulus die Christen Roms in dankbarem Jubel auf ihr »Jetzt« ansprechen. Erst das neue Leben, »die Gnadengabe Gottes«, gibt wahre Freiheit; Freiheit von der Zwangsherrschaft der Sünde, Freiheit vom Zwang, sündigen zu müssen. Es ist die Freiheit der Geretteten am Rettungsseil. Sie werden von Christus gezogen, geführt, begleitet, gestärkt. In seiner Nähe geborgen, wächst die »Frucht zur Heiligung«. Es ist die Frucht des Heiligen Geistes, die sich im ewigen Leben vollendet. (Siehe Gal. 5, 22-25; Eph. 5, 9; Kol. 3, 12.) »Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch und bewahre euren Geist samt Seele und Leib unversehrt, untadelig für die Ankunft unseres Herrn Jesus Christus. Treu ist er, der euch ruft; er wird‘s auch tun« (1. Thess. 5, 23. 24).
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