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Datum: Mittwoch, 01.07.2009
Bibelstelle: MATTHÄUS 28, 20; 1. TIMOTHEUS 1, 17
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: So nahe ist Gott – Teil I



»Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende!« Gott ist sehr nahe,
das ist eine Tatsache, die die Bibel an vielen Stellen begründet. Er ist
unsichtbar, aber das liegt nicht an der Entfernung, es liegt an unseren
Augen, die ihn nicht wahrnehmen können. Er ist unsichtbar – das bedeutet
aber nicht unwirklich. Gott ist realer als alles, was wir mit unseren Augen
sehen oder mit unseren Händen greifen oder mit den modernsten Instrumenten erforschen können, »denn das Sichtbare ist vergänglich und vergeht, das Unsichtbare aber ist ewig, es bleibt«. »Aus dem Unsichtbaren ist
das Sichtbare hervorgegangen«, sagt uns das Wort Gottes. (Lies Hebr. 11, 3; 2. Kor. 4, 18; vgl. 2. Kön. 6, 15-17.) Die unsichtbare Welt ist die beständige Welt, während alles Sichtbare, alles, was wir mit unseren menschlichen Möglichkeiten wahrnehmen können, vergeht.

Wir Menschen sind letztlich nicht für das Sichtbare geschaffen. Wenn wir
nur um das Sichtbare wissen, kennen wir noch kein Hundertstel der Welt,
für die wir geboren sind. Solange wir den Anschluss an die unsichtbare
Wirklichkeit nicht haben, bleibt uns der Sinn unseres Lebens verborgen.
Gott hat den Menschen die Ewigkeit ins Herz gelegt, damit er das Heils-
Werk, das Gott vollbracht hat, wirklich erfassen kann. »Gott hat die Menschen
gemacht, dass sie ihn suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen und
finden möchten, obgleich er nicht fern ist von einem jeden von uns. Denn
in ihm leben und weben und sind wir; . . . denn wir sind sein Geschlecht!
Da wir nun Gottes Geschlecht sind, so sollen wir nicht meinen, dass das
Göttliche dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde der Kunst und
der Erfindung der Menschen gleich sei!« (Lies Pred. 3, 11; Apg. 17, 26-31;
Röm. 1, 20.)


 

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