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Datum: Donnerstag, 16.07.2009
Bibelstelle: JESAJA 38, 1-5; PSALM 91, 15. 16
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: So nahe ist Gott – Teil XVI



So nahe ist Gott, dass Hiskia ihm seine Todesangst klagen kann und Gott
als Arzt an ihm handelt. »In jenen Tagen wurde Hiskia krank zum Sterben . . .
Da wandte Hiskia sein Angesicht gegen die Wand und betete zu dem Herrn!«
Er konnte in dieser Not nicht mehr in das Haus Gottes gehen, aber er konnte
sich auch in seinem Krankenzimmer von allem anderen abwenden und vor
Gott sein Herz ausschütten. In der bisherigen Bedrängnis ging es um die
Existenz des Volkes Gottes, nun steht plötzlich Hiskia selbst am Rand des
Todes. Er spricht: »Ach, Herr, gedenke doch, dass ich vor deinem Angesicht
gewandelt bin in Wahrheit und mit ungeteiltem Herzen und dass ich getan,
was gut ist in deinen Augen!« (Lies 2. Chron. 31, 20. 21; vgl. Hiob 23, 11. 12;
Ps. 16, 8.) Es ist erstaunlich, dass Hiskia angesichts des Todes so sprechen
kann. Und wir lesen, dass die Antwort des Herrn nicht ausblieb. Der Prophet
Jesaja wurde zu dem erschütterten, betenden König geschickt mit der Botschaft Gottes: »Ich habe dein Gebet erhört, deine Tränen gesehen. Siehe, ich will zu deinen Tagen fünfzehn Jahre hinzufügen.« Die Gabe Gottes ist nicht klein. Sie übertrifft Hiskias Erwartungen. Er wollte gesund werden, er wollte die Rettung seiner Stadt erleben – Gott gibt ihm fünfzehn Jahre. Das ist eine lange und doch auch eine begrenzte Zeit. Sie schließt Möglichkeiten ein, mit dem nahen Gott weitere Erfahrungen zu machen und in der Gemeinschaft mit Gott zu wachsen und zu reifen. »Zur vollen Reife sollen wir gelangen, damit wir in ganzem Ausmaß die Fülle und Herrlichkeit des Herrn Jesus Christus erfassen können« (Eph. 4, 13b; lies Ps. 90, 10-12; 92, 13-16; 2. Petr. 3, 18).


 

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