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24.07. Freund des Königs – Teil VI

23.07. Freund des Königs – Teil V

22.07. Freund des Königs – Teil IV

21.07. Freund des Königs – Teil III

20.07. Freund des Königs – Teil II

19.07. Freund des Königs – Teil I

18.07. So nahe ist Gott – Teil XVIII

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Datum: Montag, 20.07.2009
Bibelstelle: 1. SAMUEL 15, 30-37; HIOB 6, 14
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Freund des Königs – Teil II



Als David den Ölberg hinaufstieg, ging er zum Zeichen der Trauer barfuß,
verhüllte sein Gesicht und weinte. Auch seine Begleiter verhüllten ihr Gesicht
und weinten. Sie nahmen Anteil an Davids Traurigkeit. Da erreichte David
eine erschütternde Meldung: »Ahitofel steht auf der Seite der Verschwörer
um Absalom!« Ahitofel, der Ratgeber des Königs, hatte sich von David abgewandt und sich auf die Seite Absaloms geschlagen. Viele Jahre hatte David ihm sein Vertrauen geschenkt – und nun: dieser Verrat! (Vgl. Ps. 55, 13-15; Hiob 19, 19-21.) In dieser dunklen Stunde muss David erneut den Thron verlassen und wieder zum Flüchtling werden. Sein eigener Sohn hatte heimlich gegen seinen Vater eine groß angelegte Verschwörung betrieben, um
den Königsthron einzunehmen (2. Sam. 15, 1ff).

Als David oben auf dem Ölberg bei der Grabstätte ankam, stieß sein alter
Freund und Berater, der Arkiter Huschai, zu ihm. Zum Zeichen der Trauer
hatte er sein Gewand zerrissen und sich Erde auf den Kopf gestreut. Ob
Salomo Jahre später an Huschai, den Freund seines Vaters, dachte, als er
seine Lebensweisheiten schriftlich niederlegte? »Ein Freund liebt allezeit,
und ein Bruder wird für die Not geboren« (Spr. 17, 17; 27, 9). Als Verachtung
und Demütigungen über David hereinbrachen, da zog es Huschai an die
Seite des Königs. Das war eine gewagte Sache. Doch jetzt braucht David
einen Freund, einen, der ihm treu zur Seite steht. Freundschaft ist ein
gegenseitiges Geben und Nehmen. Seither hatte Huschai von David viel
Liebe erfahren. Jetzt ist Huschai der Gebende. Seine Liebe und Treue bedeuteten in diesem Augenblick sehr viel für David. Sein Freund war da, auf ihn konnte er rechnen. Er würde alles für ihn wagen und tun. (Vgl. Rut 1, 16. 17; 1. Sam. 18, 3; 19, 1-7; 23, 14-18.)


 

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