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nächsten Text: Freund des Königs – Teil III vorherigen Text: Freund des Königs – Teil I Archiv Datum: Montag, 20.07.2009 Bibelstelle: 1. SAMUEL 15, 30-37; HIOB 6, 14 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: Freund des Königs – Teil II Als David den Ölberg hinaufstieg, ging er zum Zeichen der Trauer barfuß, verhüllte sein Gesicht und weinte. Auch seine Begleiter verhüllten ihr Gesicht und weinten. Sie nahmen Anteil an Davids Traurigkeit. Da erreichte David eine erschütternde Meldung: »Ahitofel steht auf der Seite der Verschwörer um Absalom!« Ahitofel, der Ratgeber des Königs, hatte sich von David abgewandt und sich auf die Seite Absaloms geschlagen. Viele Jahre hatte David ihm sein Vertrauen geschenkt – und nun: dieser Verrat! (Vgl. Ps. 55, 13-15; Hiob 19, 19-21.) In dieser dunklen Stunde muss David erneut den Thron verlassen und wieder zum Flüchtling werden. Sein eigener Sohn hatte heimlich gegen seinen Vater eine groß angelegte Verschwörung betrieben, um den Königsthron einzunehmen (2. Sam. 15, 1ff). Als David oben auf dem Ölberg bei der Grabstätte ankam, stieß sein alter Freund und Berater, der Arkiter Huschai, zu ihm. Zum Zeichen der Trauer hatte er sein Gewand zerrissen und sich Erde auf den Kopf gestreut. Ob Salomo Jahre später an Huschai, den Freund seines Vaters, dachte, als er seine Lebensweisheiten schriftlich niederlegte? »Ein Freund liebt allezeit, und ein Bruder wird für die Not geboren« (Spr. 17, 17; 27, 9). Als Verachtung und Demütigungen über David hereinbrachen, da zog es Huschai an die Seite des Königs. Das war eine gewagte Sache. Doch jetzt braucht David einen Freund, einen, der ihm treu zur Seite steht. Freundschaft ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Seither hatte Huschai von David viel Liebe erfahren. Jetzt ist Huschai der Gebende. Seine Liebe und Treue bedeuteten in diesem Augenblick sehr viel für David. Sein Freund war da, auf ihn konnte er rechnen. Er würde alles für ihn wagen und tun. (Vgl. Rut 1, 16. 17; 1. Sam. 18, 3; 19, 1-7; 23, 14-18.)
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