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Aidlinger Bibellese

Datum: Mittwoch, 22.07.2009
Bibelstelle: JAKOBUS 4, 4b. 5; 1. Johannes 2, 15-17
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Freund des Königs – Teil IV



Es gibt Augenblicke, in denen die Freundschaft mit Gott gefährdet ist und
Entscheidungen von uns verlangt. Jakobus weist in seinem Brief nachdrücklich
darauf hin, dass die Freundschaft mit Gott sogar zerbrechen kann: Die
herzliche Liebe zu Gott wird verlassen. Es ist so, wie wenn einer Ehebruch
begeht. »Wisst ihr denn nicht: Freundschaft mit dieser Welt bedeutet Feindschaft gegen Gott.« Was ist gemeint? Lesen wir Jakobus 4, 1-12 und 5, 1-5 im Zusammenhang und fragen uns: Woran erkennen wir die Freundschaft mit der Welt und die Feindschaft gegen Gott? Es wird uns schnell klar werden, dass unser selbstsüchtiger Wille, »die Gesinnung des Fleisches, Feindschaft gegen Gott ist« (Röm. 8, 7). Die Liebe zur Welt hat also mit unserem eigennützigen Wesen, mit unserem alten Menschen, zu tun.

Hierher gehören Stichworte wie »Eifersucht«, »Habsucht«, »Klatsch- und
Streitsucht« . . . Zuerst regen sich eifersüchtige, habsüchtige . . . Gedanken
und Gefühle in uns. Sie werden lauter und stärker, bis sie nach außen treten
und sich in Wort und Tat äußern.

Die Liebe zu Gott dagegen kommt aus einem von Sünden gereinigten und
durch den Heiligen Geist erneuerten Herzen: »Gott, wasche mich rein von
meiner Missetat, und reinige mich von meiner Sünde; . . . Schaffe in mir,
Gott, ein reines Herz, und gib mir einen neuen, beständigen Geist. Verwirf
mich nicht von deinem Angesicht, und nimm deinen Heiligen Geist nicht
von mir. Erfreue mich wieder mit deiner Hilfe, und mit einem willigen Geist
rüste mich aus« (Ps. 51, 3. 4. 12-14).

Und wie äußert sich die Liebe zu Gott? Das Erste wird unser Sündenbekenntnis sein. Manchmal brauchen wir auch einen seelsorgerlichen
Begleiter, wie der Prophet Nathan ein Seelsorger für David war (Ps. 51, 1. 2).
Dann werden wir uns von manchem, das die Freundschaft mit unserem
König im Himmel verdrängte, trennen. Der Heilige Geist wird uns zeigen,
was wir aufgeben und wovon wir uns lösen sollen.


 

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