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Datum: Dienstag, 28.07.2009
Bibelstelle: JOHANNES 15, 15
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: Freund des Königs – Teil X



Jünger waren diese Männer um Jesus geworden, als sie in seine Nachfolge
traten, Apostel, als der Herr sie aussandte. Und nun kommt das Neue hinzu:
Freunde! Es ist so schön, dass in unserem Leben mit Jesus immer wieder
etwas ganz Neues hinzukommt. »Ich habe euch Freunde genannt, nicht
länger Knechte (wörtl. Sklaven).«

Wir wissen um das große Elend der Sklaverei in der Geschichte. Ein Sklave
zählte damals unter die Gegenstände. Er ist das Eigentum seines Herrn, hat
keinerlei Recht auf Besitz, keine Möglichkeit, aus eigener Initiative eine
Wahl zu treffen und zu handeln. Das Leben eines Sklaven besteht aus absoluter Unterordnung, aus blindem Gehorsam, ansonsten muss er mit harter Bestrafung rechnen. – Wenn aber der Herr eines Sklaven Wohlwollen und aufrichtige Liebe walten lässt, bekommt die Beziehung eine neue Qualität.

Jesus ist kein Sklavenhalter, sondern unser Herr. Jesus herrscht uns nicht
an, er verteilt auch keine Tritte, sondern er ist unser Heiland. Einer, der uns
nicht verachtet, sondern würdigt, seine Freunde und Diener zu sein.
Auf diesem Hintergrund können wir verstehen, warum Paulus sich »Sklave
von Jesus Christus« nennt. Das gilt dem Apostel als Ehren-Bezeichnung. Er
ist ein freier Mann und zugleich tief an seinen Herrn gebunden. Er verfügt
über einen persönlichen Willen und konzentriert sich mit aller Kraft auf den
Willen seines Herrn. (Lies Phil. 1, 1; Gal. 1, 10; Kol. 4, 12.) Wer Jesus nachfolgt, ist wie Paulus ein »Knecht« des Herrn. Der Herr selber benützt seinen Jüngern gegenüber diese Bezeichnung: »Der Knecht ist nicht größer als sein Herr und der Apostel nicht größer als der, der ihn gesandt hat« (Joh. 13, 16). Ein Knecht des Herrn ist zugleich ein Freund des Herrn. Jemand, der ihm aus Liebe und Dankbarkeit mit Freude dient. (Lies Ps. 100.)


 

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