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06.08. MEIN GOTT GAB MIR INS HERZ, Teil V

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Datum: Dienstag, 04.08.2009
Bibelstelle: NEHEMIA 7, 5; JOHANNES 15, 7. 8
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: MEIN GOTT GAB MIR INS HERZ, Teil III



»Mein Gott gab mir ins Herz« – was war es denn, das Gott dem Nehemia ins Herz gab? »Die Edlen und die Vorsteher und das Volk sollst du versammeln, um sie nach den Geschlechtern zu verzeichnen.« Dabei fand Nehemia das Verzeichnis, das ihm zur Hilfe wurde, um Menschen für Jerusalem zu gewinnen, die die Trümmer aufbauten und es zu einer Stadt machten, in der Gott sich wieder offenbaren konnte (Neh. 11, 1-24). Welch ein Vorbild, dass Nehemia trotz der vielen Bauarbeiten und trotz allem, was beständig auf ihn einstürmte, die persönliche Gemeinschaft mit seinem Gott nicht vernachlässigte. Hätte Gott ihm sonst ins Herz geben können, was jetzt geschehen musste, wenn Nehemia von anderem so erfüllt gewesen wäre, dass Gottes Wort keinen Raum gefunden hätte? (Lies Ps. 63, 1-9; 119, 105; 27, 4.) Das war das größte Gnadenwunder in Nehemias Leben: Er übte sich, in der Gegenwart Gottes zu leben, sodass die Fülle der Ereignisse, das Vielerlei des Tages seine persönliche Beziehung zu Gott nicht überrollen durften.

In unserer schnelllebigen Zeit, die so viele Erschütterungen, Enttäuschungen Belastungen und offene Fragen mit sich bringt, fühlen wir uns nicht selten überfordert und hilflos. Dazu kommen persönliche, familiäre und gemeindliche Nöte, die uns beinahe die Luft zum Atmen nehmen. Sollten wir nicht immer wieder innehalten und vor Gott stehen bleiben? Vor ihm kommen wir zur Ruhe, empfangen wir Zuversicht, Hoffnung und Mut. Dann sollten wir uns daran erinnern: Der Herr regiert. Wenn die Königsherrschaft Gottes sich in unserem Leben auswirken darf, sind wir auch fähig, die Dinge an den Platz zu stellen, an den sie gehören, und Jesus den ersten Platz zu geben. »Er soll in allem den Vorrang haben!« (Lies Matth. 6, 33; Jes. 30, 15; 1. Sam. 9, 27b.)


 

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