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Datum: Freitag, 14.08.2009
Bibelstelle: 1.MOSE 16,6-14; PREDIGER 10,4
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: MEIN GOTT GAB MIR INS HERZ, Teil XIII



uch um Hagars Herzensverwirrung kümmerte sich Gott. Sie war eine ägyptische Sklavin, die durch eine besondere Führung ein Glied des Volkes Gottes geworden war. Aber nun hatte sie neben Sara Tag für Tag Schweres zu ertragen. Die schwangere Hagar ließ die unfruchtbare Sara ihre Verachtung spüren, und Sara ihrerseits demütigte Hagar. Da lief sie davon. Sie flieht und verlässt ihren schwierigen Platz. Hagar will der Not in Abrahams Haus entgehen und Sara nicht länger zu Diensten stehen. Verständlich, zumal Sara selbst die Spannungen verschärft und auch Abraham seine Hände im Spiel hatte. Es ist nicht leicht, mit Problemen und Ungereimtheiten leben zu müssen. Was ist richtig: bleiben oder weggehen? Manchmal brauchen wir Abstand und Zeit, um mit Verletzungen angemessen umgehen zu können. Von Hagar lesen wir, dass sie, nachdem sie vor Sara geflohen war, in die Wüste kam und dort an einem Brunnen Rast machte. Wie mag es in ihrem Herzen ausgesehen haben? Gott kennt unsere Verfassung bis auf den Grund. Er nennt uns bei unserem Namen. Das ist sehr tröstlich (Jes.43,1). Und der Herr hilft, die Problematik anzuschauen und sich ihr konkret zu stellen. Das ist nicht leicht und mitunter sehr schmerzhaft, besonders, wenn es in die alten Verhältnisse zurückzugehen heißt. Aber Hagar kann in alten Verhältnissen mit einer neuen Einstellung, mit einer neuen Zuversicht leben: „Du bist ein Gott, der mich sieht!“ Sie weiß nun um die helfende Zuwendung Gottes. Sie weiß um den Segen, den er ihr zugesagt, ins Herz gesprochen hat: „Der Herr wird dir so viele Nachkommen geben, dass sie nicht zu zählen sind. Du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismaël (Gott hat gehört) nennen; denn der Herr hat deinen Hilferuf gehört.“ (Lies Hiob 5,17; Ps.119,67.71.75; 94,11.12.17-19.)

 

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