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26.08. ALS ER IHN SAH, HATTE ER ERBARMEN, Teil VII

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Datum: Montag, 24.08.2009
Bibelstelle: LUKAS 10,33-35; 1.THESSALONICHER 5,15
Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de)
Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net)
Thema: ALS ER IHN SAH, HATTE ER ERBARMEN, Teil V



Noch einer kommt an die Unglücksstelle, ein Samariter. Samariter sind den Juden feindlich gesinnt, und Juden wollen nichts mit Samaritern zu tun haben (Joh.4,9). Von ihm kann der Sterbende nichts erwarten, vielleicht wartet er auch nicht mehr. Aber der Samariter geht nicht vorüber. „Als er ihn sah, hatte er Erbarmen und ging zu ihm hin, er verband ihm die Wunden, goss Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Am andern Tag gab er dem Wirt zwei Denare und sprach: Verpflege ihn. Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme.“ Man kann sich überlegen: Ist es etwas Besonderes, eine Heldentat, dieses Tun des Samariters? Wenn die beiden wegeilenden, vorübergehenden Gestalten in diesem Bild nicht vorgekommen wären, würde man es für das Selbstverständlichste halten, was der Samariter tat. Er tat nichts als das Nächstliegende. Ja, er musste dazu von seinem Tier absteigen, er musste das Elend anfassen, er musste einen Tag und eine Nacht kostbare Zeit opfern, den Platz „auf seinem eigenen Tier“ dem anderen überlassen, ihn daraufheben und auch die Kosten tragen. Er stellt keine Überlegungen an. Er setzt keine Grenzen: „Was du mehr bedarfst, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme!“ (Lies Spr.11,25; Apg.20,35; 2.Kor.8,9-15; 9,6.) – Nun sind auch wir gefragt: Tun wir das Nächstliegende? Gehen wir vorüber? Wo sind wir schon vorübergegangen? Wo tun wir es beständig? Was wäre das Nächstliegende für mich heute? „Wahrlich, ich sage euch: Was ihr einem von diesen meinen geringsten Brüdern getan habt, das habt ihr mir getan!“ (Lies Matth.25,35-40; Hebr.6,10.11.)

 

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