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Nächste Andacht: ALS ER IHN SAH, HATTE ER ERBARMEN, Teil VII Vorige Andacht: ALS ER IHN SAH, HATTE ER ERBARMEN, Teil V Andachtarchiv Aidlinger Bibellese Datum: Dienstag, 25.08.2009 Bibelstelle: LUKAS 10,29; RÖMER 13,8 Autor: Gabriele Goseberg (zeitmitgott@dmh-aidlingen.de) Organisation: Diakonissenmutterhaus Aidlingen (http://www.diakonissenmutterhaus-aidlingen.net) Thema: ALS ER IHN SAH, HATTE ER ERBARMEN, Teil VI „Wer ist denn mein Nächster?“ Du weißt es doch genau. Tu nicht so kompliziert, bring doch nicht immer Ausreden, mach die Augen auf! Du hast überall Gelegenheit, Barmherzigkeit und Liebe zu üben. Überall triffst du auf Not. Man muss nur nicht meinen: Auf mich kommt’s nicht an. – Doch! Du bist immer gerufen, deinen Nächsten zu lieben. (Vgl. Röm.12,13; Matth.5,41.42.) Wir wollen jedoch aus der Erzählung von Jesus nicht nur heraushören: Du sollst! Du musst! Die Geschichte vom barmherzigen Samariter ist keine Moral, sie ist eine Hilfe. Sie ist kein Schimpf, sondern ein Trost. Sie ist nicht tötendes Gesetz, sondern wirklich Leben, lebendigmachendes Evangelium. Und das kommt nun in überraschender Wendung zum Ausdruck, die Jesus der Geschichte gibt. Ein Ausleger schreibt: „Jesus stellt am Schluss eine merkwürdig querlaufende, scheinbar alles verwirrende Frage, eine Frage, die helfen will, die entscheidende Antwort zu finden, sich richtig im Bild zu platzieren. Jesus fragt und stellt mit der so formulierten Frage das Ganze auf den Kopf: ‚Welcher von diesen dreien dünkt dich, sei der Nächste dessen gewesen, der den Räubern in die Hände gefallen war?’ – So gefragt aus dem Gesichtswinkel des Überfallenen, ist die Antwort nämlich logisch, einfach und klar. Der Nächste? Ja, das ist doch der, welcher die Barmherzigkeit an ihm getan hat, der nicht weitergelaufen ist, sondern sich über ihn gebückt hat. Ein unerwartetes Ergebnis! Wo führt denn Jesus uns hin? Der Nächste, den ich lieben soll, wenn ich leben will, ist der, welcher mir Barmherzigkeit erweist, welcher sich zu mir herabbeugt, der meine Wunden verbindet, der mich ins Leben reißt und alle Kosten übernimmt!“ (Lies Matth.20,28b; 1.Tim.1,15.16; 1.Petr.1,18.19.)
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