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Evangeliumsnetz - Andachten

Datum: Mittwoch, 20.11.2013
Bibelstelle: Markus 1, 14
Autor: Jörgen Bauer (auftanken@evangelium.de)
Organisation: Evangeliumsnetz e.V., Oraniendamm 70, 13469 Berlin (http://www.evangelium.de/)
Thema: Kehrt um und glaubt an das Evangelium



Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Markus 1, Vers 14


Am Buß- und Bettag geht es um die Umkehr vom falschen Weg. Auch Christen
müssen sich hier immer wieder prüfen, ob sie noch "auf Linie sind, weil Abweichungen ganz allmählich und unmerklich erfolgen.

Passend zum Buß- und Bettag bringe ich mal einen "praktischen Fall", in Gestalt einer an mich gerichteten Anfrage und deren Antwort, bei dem es
nicht nur um eine Kurskorrektur geht, sondern der eine weit verbreitete Haltung zeigt, die eine totale Kehrtwende erforderlich machen würde.

Der gesamte Beitrag ist etwas länger als sonst, aber nicht so lang, wie es den
Anschein hat und ist schneller gelesen, als man denkt.


Sehr geehrter Herr Bauer,

über den Begriff "Quantenphilosophie" bin ich auf ihren Artikel vom 28.5.2013 auf der Webseite "Christliche Impulse" gestoßen. Ich selbst habe mich mit dem Vortrag und dem Buch von Prof. Dr. Warnke aus naturphilosophischer - im speziellen aus energetisch monistischer Sichtweise - beschäftigt. Sie geben in ihrem Artikel die wesentlichen Inhalte der Publikation von Ulrich Warnke korrekt wieder. Wenn Sie in Ihrem religiösen Überbau bzw. Unterbau, je nach Sichtweise, das was als Gott bezeichnet wird, im Sinne eines "Urgeistes, Urenergie oder auch Urkraft" gesehen hätten, wäre ich nochmals mit Ihnen einverstanden gewesen. Im Zusammenhang mit Reflexionen über eine quantenphysikalische Welt kann man keine Verbindung zu einem personifizerbaren Gott, wie ihn die Bibel beschreibt, konstruieren.

Die physikalische Welt beginnt oder endet – wiederum je nach Sichtweise – bei der kleinsten energetischen Einheit. Ob es eine geistige Welt über die (Quanten)Physik hinaus gibt, hin zu einer metaphysischen Wesenheit, stelle ich in Frage.
Ich lebe auf den Philippinen und das Grauen über die Zerstörungen durch die Naturgewalt ist unbeschreiblich. Das Leid der Menschen schreit, ja schreit zu Himmel. Wie Sie sicher wissen, sind die Filipinos, bis auf die Bewohner Süd-Mindanaos und den angrenzenden Inseln, christlich, in der Mehrheit katholisch.

Die Kirchen sind voll und der Herrgott wird um Hilfe angefleht. Was würden Sie diesen meist armen Menschen sagen, die Sie fragen würden, was haben wir schlimmes getan, dass Gott uns so schwer bestraft ? Wenn es nicht als Strafe aufgefasst werden kann, was würden Sie diesen Menschen sagen, warum die Natur gerade bei Ihnen so erbarmungslos zuschlägt, Tod und Verderben hinterlässt ? Wo wären Ihre praktischen Hilfen im Wort über lapidare Bibelzitate hinaus ?

Wenn solche Naturkatastrophen als Folge der vom Menschen verursachten Naturzerstörung anzusehen sind, warum müssen dann gerade diejenigen besonders leiden, welche die geringste Schuld tragen ? Wie würden Sie das erklären ?

Ich würde diesen Menschen sagen: Wenn ihr immer noch glaubt, geht hinein in die Kirche, beklagt euch, fragt euren Gott warum er euch das angetan hat, euch, die ihr ohnehin arm seid und auch ohne Naturkatastrophen jeden Tag ums Überleben kämpfen müsst.

Generell: Warum ist die Menschheitsgeschichte zum überwiegenden Teil eine Geschichte von Krieg und Vertreibung, Elend und Tod, Krankheit und Ungerechtigkeit. Wo war/ist der liebende Gott, wie ihn das neue Testament beschreibt ? Welche Antwort würden Sie darauf geben? Dass er seinen Sohn Jesus Christus für die Menschheit geopfert hat, kann angesichts des menschlichen Elends nicht befriedigen.

Könnte es sein, dass die Menschheit als Gottes Geschöpf nicht mehr ist als ein göttliches Experiment, um herauszufinden, wie leidensfähig sein Geschöpf ist, bevor es – und das gilt als sicher – spätestens mit dem Planeten, seinem Sonnensystem und irgendwann mit seiner gesamten Galaxie endet, so wie es im Universum immer war und sein wird ?

Mit freundlichen Grüßen

I. H. Cebu-City, Philippinen


Sehr geehrter Herr H,

Ihre Fragen sind hochinteressant. Auch ein gläubiger Christ geht ja nicht blind durch die Welt, sondern will redlich sein, wenn es um berechtigte Fragen geht, auf die auch der Christ versucht eine Antwort zu finden, aber auch nicht immer findet.

Zuerst zu Ihrem ersten Thema, “gibt es überhaupt einen Gott oder ist das, was erforschlich ist, schon alles?”

Ich war ja früher kein Christ und dachte ähnlich wie Sie. Die Frage nach einem persönlichen Gott stellt sich mit der Sinnfrage. Steckt hinter allem ein Sinn oder ist alles nur “sinnloser Zufall”? Die Chancen stehen hier 50:50. Es lassen sich gute Gründe für Ihre Sichtweise finden. Mir war das aber zu wenig.

Wenn ich mich mit dem befasse, was die Wissenschaft alles entdeckt hat – ohne es aber wirklich begreifen zu können – da sie sich auf das Beobachtbare beschränken muss und daraus dann Theorien entwickelt, die nicht die eigentliche Wirklichkeit, sondern nur ein Modell der Wirklichkeit sind, die für uns unerreichbar bleibt– dann komme ich zu dem Schluss, dass hinter allem eine unfassbare intelligente Kraft steckt.

Damit befinde ich mich in bester Gesellschaft mit den großen Geistern der Wissenschaft – wie z.B. Max Planck – die davon ausgehen, dass hinter allem eine unbegreifliche intelligente Macht steht.

Sicher sagt Ihnen auch die spezielle Relativitätstheorie von Albert Einstein etwas, die unser normales logisches Denken völlig ad absurdum führt. Über Albert Einstein las ich den bemerkenswerten Satz, dass sein Verdienst
darin besteht, dass er nicht danach fragte, wie die Dinge unserem gesunden Menschenverstand nach zu sein hätten, sondern wie sie wirklich sind, weil beides, unser Verstand und die Wirklichkeit, nicht übereinstimmen müssen.

Für uns ist es völlig klar, dass ich mich, auch mit dem klügsten Haustier, nicht über Politik oder andere Dinge unterhalten kann. Das Tier hat hier eine eindeutige Grenze. Dass wir eine ebensolche Grenze haben, nur etwas höher angesiedelt, dass der Mensch das Denken nicht erfunden hat, sondern von Möglichkeiten Gebrauch macht, die ihm mitgegeben sind und dass die Kategorien innerhalb derer er denken kann festgelegt sind - diese Einsicht bereitet immer noch Schwierigkeiten. Wir müssen uns damit vertraut machen, dass es ein Irrglaube ist, anzunehmen, dass alle Dinge zu beschaffen sein müssen, dass wir sie verstehen können.

Deshalb muss ich immer schmunzeln, wenn jemand behauptet, dass es keinen Gott gibt. Ehrlich wäre die Antwort “ich weiß nicht, ob es einen Gott gibt” oder “ich kann mir das nicht vorstellen”. Ich kann mir Gott auch nicht vor-
stellen. Aus gutem Grund sollen wir uns auch kein Bild von Gott machen, weil alle unsere Gottesbilder zwangsläufig immer falsch sein müssen.

Wir sollen auch nicht in heidnische Vorstellungen zurückfallen, in dem wir Gott im Unerforschlichen oder in Naturkräften, in Form von Urkräften, Urgeist usw. vermuten.

Gott steht als Schöpfer aller Dinge, auch der “Urkräfte”, außerhalb von Zeit und Raum, “sondern hat alle Dinge, durch sein kräftiges Wort aus dem Nichts gerufen”, so die biblische Aussage.

Hinweis auf weiterführende Literatur: Wissenschaftsautoren Hoimar von Ditfurth “Im Anfang war der Wasserstoff” und Heinz Haber “Gefangen in Raum und Zeit”. Haben früher Fernsehsendungen moderiert. Beide Autoren sind “unverdächtig” christliches Gedankengut vermitteln zu wollen, ihre überzeugenden Darlegungen führen zu einer erheblich erweiterten Sichtweise.

Jetzt zu Ihrem zweiten Themenkomplex, den ich nur aus der Sicht der Bibel und des Glaubens beantworten kann. Das Wort Gottes berichtet vom Sündenfall. Der Mensch wollte sein wie Gott und aß vom Baum der
Erkenntnis. Hier erleben wir bereits das typisch menschliche Verhalten, wo einer die Schuld auf den anderen schiebt und am Ende vielleicht noch Gott an allem Schuld war. Heute heißt die Frage, “Wie konnte Gott das
zulassen?”

Der Sündenfall bewirkte die Trennung von Gott, als der Quelle des Lebens. Modern ausgedrückt: “Der Mensch hat sich von Gott emanzipiert.” Wirkung genauso, als wenn sich eine Glühbirne vom elektrischen Strom
“emanzipiert”. Daher Tod und Vergänglichkeit als Folge der Sünde. Trennung von Gott = Sünde, bedeutet Zielverfehlung des gesamten Lebens, die im ewigen Tod endet. Das ist der Zustand in den wir alle von Natur aus hineingeboren werden. Wir fragen nicht nach Gott, sondern tun was wir für richtig halten, und das ist letztlich die Ursache für alles Unglück in der Welt.

Es ist die natürliche Herzenshaltung des von Gott getrennten Sünders, aus dem dann die einzelnen Tatsünden erwachsen. “Das Dichten und Trachten des menschlichen Herzen ist böse von Jugend auf”, lesen wir dazu in der Bibel. Dem steht nicht entgegen, dass der Mensch auch “Gutes” tun kann. Aber auch hier “keine Rose ohne Dornen”.

Dass der Mensch “irgendwie verkehrt” ist, wissen im übrigen alle Religionen (und auch menschengemachte Weltverbesserungsideologien). Das “Schreckliche” an Gott ist, dass ER niemanden zwingt, sondern den Menschen ihre Freiheit lässt – sie aber auch die Folgen ihres Tuns tragen lässt.

In der ganzen Bibel und im ganzen Evangelium geht es eigentlich nur darum, dass der Mensch zurück zu Gott findet. Der Mensch ist Ansprechpartner und Gegenüber Gottes, der von Gott geliebt wird. Gott hasst die Sünde, aber er liebt den Sünder. Gottes absolute Gerechtigkeit und Heiligkeit verlangt die Bestrafung der Sünde. Der Mensch kann den Preis für die Sünde aber selbst nicht bezahlen. In seiner Liebe hat Gott die Bestrafung der Sünde in seinem Sohn Jesus Christus selbst auf sich genommen, der für unsere Sünden gestorben und zu unserer Rechtfertigung auferstanden ist.

Wenn wir von unseren verkehrten Wege umkehren und das Heilswerk Jesu Christus als für uns geschehen gelten lassen, sind wir vom Tod zum Leben durchgedrungen und haben das ewige Leben. Gott verspricht einen neuen
Himmel und eine neue Erde. Dem Menschen ist es verwehrt das Paradies wieder herzustellen.

Es ist nicht möglich jemanden vom christlichen Glauben zu überzeugen. Der Glaube ist ein Geschenk Gottes, gewirkt durch den Heiligen Geist. Wenn wir uns auf das Wagnis des Glaubens einlassen, werden wir erfahren,
dass Gott tatsächlich da ist und wir eine persönliche Beziehung zu unserem Herrn und Heiland Jesus Christus bekommen.

Warum der Wirbelsturm über die Philippinen hereingebrochen ist, weiß ich nicht. Nur soviel: Alles Katastrophen der Weltgeschichte und auch im persönlichen Leben, sind Rufe der Umkehr zu Gott. In der Offenbarung wird von
Katastrophen berichtet, der dann oftmals die traurige Feststellung folgt, “und obwohl Gott ihnen dies und das schickte, kehrten sie nicht um von ihren verkehrten Wegen, sondern mordeten, logen und betrogen weiter
und gaben Gott nicht die Ehre.”

Hüten wir uns davor, den allmächtigen Gott – der unsere gesamte Existenz, nicht nur die irdische, im Blick hat, für das Versagen der Menschheit verantwortlich machen zu wollen. Gott wird im Gericht den Spieß umdrehen
und uns fragen, “wo warst du als..., warum hast du nicht...? usw. und wie gut, wenn wir dann auf die Gerechtigkeit Jesu Christi verweisen können, der für unser Versagen bezahlt hat, was nicht bedeutet, dass wir deshalb
nachlässig und faul werden dürfen, aber wir sind und bleiben unvollkommene, aber begnadigte Sünder. Keine besseren Menschen, aber solche, die es besser haben.

In seiner Überheblichkeit meint der Mensch auch für das Wetter verantwortlich zu sein und die Welt retten zu müssen. Schlagwort “CO2 bedingter Klimawandel”, was eine einzige Verdummung ist. Abgesehen davon,
dass es sich beim Klima um ein Kunstwort handelt, mit dem statistische Durchschnittswerte gemeint sind, die man als solche nicht schützen kann.

Das Spurengas CO2 ist zu 0,03 % in der Atmosphäre enthalten und unterliegt gewissen Schwankungen. Über einen langen Zeitraum ist der CO2 Gehalt um 0,008 % gestiegen. Um in einem Vergleich zu bleiben: Wenn 100 Prozent 100 Kilometern entsprechen, entsprechen 0,008 Prozent 8 Metern. Wenn ich 100 km
zurücklege, spielen 8 Meter keine Rolle. Also viel Lärm um nichts! Deshalb wird der Christ aber trotzdem verantwortlich mit Gottes Eigentum umgehen.

Natürlich ist es richtig den Betroffenen auf den Philippinen zu helfen. Dabei aber den Blick bitte nicht nur einseitig auf die Christen richten, die sofort am Helfen waren. Wie ich feststellte werden die Christen auch auf den Philippinen verfolgt, besonders im Süden.

Soviel für heute. Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Jörgen Bauer
vom FCDI





 

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