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29.01. Was, wenn Gott keine Gebete mehr erhört?

28.01. Tugendterror

27.01. Geliebte Brüder

26.01. Nicht täuschen lassen!

25.01. Schonungslos offen

24.01. Gott enttäuscht uns nicht!

23.01. Der angefochtene Glaube

22.01. Nur Nahrung und Kleider?
 

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Evangeliumsnetz - Andachten

Datum: Donnerstag, 29.01.2015
Bibelstelle: Jeremia 14, 11.12
Autor: Jörgen Bauer (auftanken@evangelium.de)
Organisation: Evangeliumsnetz e.V., Oraniendamm 70, 13469 Berlin (http://www.evangelium.de/)
Thema: Was, wenn Gott keine Gebete mehr erhört?



Und der Herr sprach zu mir: Du sollst nicht für dies Volk um
Gnade bitten. Denn wenn sie auch fasten, so will ich ihr Flehen
nicht erhören; und wenn sie auch Brandopfer und Speiseopfer
bringen, so gefallen sie mir doch nicht, sondern ich will sie
durch Schwert, Hunger und Pest aufreiben.

Jeremia 14, Verse 11 und 12



Die Verse waren dieser Tage Teil der morgendlichen Lesung.
Das ist schreckliches Gericht Gottes über sein Volk.

Hier sollte man betonen, dass es um das Volk Gottes und nicht
um die übrige Menschheit geht. Zum Volk Gottes zählt heute
das Christentum und im weiteren Sinne das "christliche Abend-
land", mit seinem christlich-jüdischen Erbe, das von Gott, seinem
Wort, seinen Geboten und Lebensordnungen weiß.

Und wer um dieses alles weiß, den trifft eine besondere Verant-
wortung weshalb ihn ein besonders hartes Gericht trifft, härter
als das, das diejenigen trifft, die Gott nicht kennen.

Was war denn der Grund für den grimmigen Zorn Gottes?

Nachlesbar ist dies bei Jeremia, und das was dort beklagt wird,
kommt einem bekannt vor: Ehebruch, Lug und Trug, Götzen-
dienst, Gottvergessenheit, Gottlosigkeit und was in diese Rich-
tung geht.

Damals gab es theologische Schönschwätzer und Irrlehrer. "Pro-
pheten", die vorgaben im Namen Gottes zu reden und dabei
Lügen und falsche Offenbarungen verbreiteten. Sie erzählten den
Leuten, dass keine Not bevorstehe und alles gut ist

Diesen falschen Propheten lässt Gott sagen, dass sie durch Schwert
und Hunger umkommen werden, und die Leichen der Leute, denen
sie weissagen, unbegraben auf den Straßen Jerusalems liegen wer-
den.

Dass Jeremia im Auftrag Gottes gegen den damaligen Mainstream
gepredigt hat, hatte zur Folge dass er verfolgt und Anschläge
auf ihn verübt wurden.

Da kommt die Frage auf, wie es um uns steht. Ist Gottes Geduld
mit uns auch am Ende? Lässt ER die Gottlosen, die Verächter,
die Irrlehrer samt den angepassten Mitläufern in den Abgrund
laufen?

Bringt es noch etwas, hier zu Beten? Ich weiß es nicht. Man wird
abwarten müssen.

Ein starkes tröstliches Wort gibt es für uns doch:

Darum spricht der Herr: Wenn du dich zu mir hältst, so will ich
mich zu dir halten, und du sollst mein Prediger bleiben.
(Jeremia 15, Vers 19)

Das gilt auch uns, wenn wir Gott die Treue halten und dabei un-
serer Salz- und Lichtfunktion nachkommen. Wenn Jeremia weiterhin
predigen soll heißt das ja, dass Gott, trotz allem, immer noch zur
Umkehr ruft bzw. durch seine Boten rufen lässt.


Jörgen Bauer









 

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