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28.03. Allles was wir sind und haben ist von Gott!

27.03. Ist das schon alles?

26.03. Eine "Jubelbotschaft"

25.03. Sieht Wahlfreiheit nicht anders aus?

24.03. Ein scharfer Gegensatz

23.03. Unerwartete Wendung

22.03. Göttlich oder menschlich?

21.03. Gott oder die von Gott abgefallene Welt?
 

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Evangeliumsnetz - Andachten

Datum: Samstag, 28.03.2015
Bibelstelle: Jesaja 29, 16
Autor: Jörgen Bauer (auftanken@evangelium.de)
Organisation: Evangeliumsnetz e.V., Oraniendamm 70, 13469 Berlin (http://www.evangelium.de/)
Thema: Allles was wir sind und haben ist von Gott!



Wie kehrt ihr alles um! Als ob der Ton dem Töpfer gleich
wäre, dass das Werk spräche von seinem Meister: Er hat
mich nicht gemacht und ein Bildwerk spräche von seinem
Bildner: Er versteht nichts!

Jesaja 29, Vers 16



Dieser Tage sah ich eine der diversen Fernsehdiskussionen in
der es um Erbschaftssteuer und Gerechtigkeit ging, wonach
es, je nach politischem Lager, als ungerecht angesehen wird,
wenn jemand, ohne eigene Leistung, zu einem großen Vermögen
kommt.

Um dieses Thema geht es mir heute aber nicht. Hängengeblieben
bin ich an Aussagen derart, dass es doch viel befriedigender ist,
wenn ich mir aus eigener Kraft ein Vermögen erworben und zu
etwas gekommen bin.

Auch wenn auch das sehr theoretisch bis weltfremd ist, zeigt es
doch eine typisch menschliche Einstellung, die im Glauben an die
eigenen Fähigkeiten und die eigene Kraft besteht.

Wie sieht nun die Realität aus:

Gezeugt und geboren wurde ich ohne mein Zutun. Ich hatte kei-
nen Einfluss auf die Familie, das Land und die Lebensumstände in
die ich hineingeboren wurde. Auch meine Begabungen, Talente,
und Fähigkeiten und überhaupt mein Wesen konnte ich mir nicht
aussuchen.

Dass ich keine Behinderung habe, keine lebensbedrohlichen Krank-
heiten hatte und vielen Gefahren entronnen bin, ist nicht mein
Verdienst.

Auch nicht, dass es von Anfang an die Eltern und dann Menschen
gab, die mich ein meiner Art angenommen, mir Wege geebnet,
Chancen gegeben und Türen aufgetan haben.

Es ist auch nicht mein Verdienst, dass das was ich gelernt habe
in der Zeit meines Berufslebens gebraucht werden konnte.

Bei Licht besehen wurde mir alles geschenkt. Das einzige was ich
tun musste, war, es anzunehmen.

Damit bin ich aber kein Einzelfall. Was ich hier beschrieben habe,
gilt ausnahmslos für alle Menschen, egal ob sie nun auf ehrliche
Weise oder mittels diverser krummer Touren "etwas geworden"
sind, wobei mir hier der Spruch einfällt: "Übst immer Treu und
Redlichkeit, bringst du's im Leben niemals weit!" Auch "krumme
Touren" sind nur aufgrund missbrauchter Begabungen und
Chancen möglich.

Es ist die menschliche Eitelkeit und der menschliche Stolz, der
daran hindert, zu erkennen, dass wir aus uns heraus nichts
vorweisen können.

Wenn wir die uns geschenkten Fähigkeiten und Chancen nutzen
konnten, dann schreiben wir das "unseren Fähigkeiten" und "un-
serem Können" zu, sehen das als unseren "Verdienst" an und er-
heben uns stolz über die anderen, die vermeintlich dumm und un-
fähig sind. Und genau damit stellen wir uns gegen Gott.

Der Humorist Wilhelm Busch hat das so treffend ausgedrückt:
"Wenn ein klüger ist wie wir, das macht uns selten nur Pläsier,
doch die Gewissheit, dass er dümmer, erfreut fast immer."

Der selbstherrliche Mensch nimmt auch nur sehr ungern Geschenke
an. Das verletzt seinen Stolz, "als wenn man auf so was angewiesen
wäre."

Und damit stellt er sich gleich nochmal gegen Gott weil er zu stolz
ist, sich von Gott beschenken zu lassen. "Das sieht ja so aus, als
wenn man Gott brauchen würde." Damit lehnt der selbstherrliche
Mensch auch das Geschenk des ewigen Lebens ab. Und Vergebung
braucht er auch keine, weil er anständig lebt und niemandem Unrecht
tut. In dieser Sichtweise haben wir eines der Glaubenshindernisse.

Martin Luther sagte auf seinem Sterbebett, dass wir Bettler sind, die
vor Gott immer mit leeren Händen dastehen. Es ist Gott der uns
die Hände füllen muss. (Und das könnte auch in Form einer unver-
dienten Erbschaft geschehen.)

Im heutigen Vers geht es schwerpunktmäßig um die Unzufrieden-
heit, mit dem was man ist. Ob unzufrieden oder stolz: In beiden
Fällen gilt, dass wir als Geschöpfe Gottes in Gottes Schöpfung hin-
eingeboren wurden und damit Teil dieser Schöpfung sind, und dass
wir uns zu Gott halten müssen, wenn aus uns etwas zur Verherrli-
chung Gottes werden soll. Denn die Verherrlichung Gottes ist der
eigentliche Sinn unseres Lebens.


Jörgen Bauer



 

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