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04.05. Sind Christen Sünder?

03.05. Der Geist Gottes schenkt Klarheit

02.05. Der sichere Grund des Evangeliums

01.05. Gottes Wort zu sagen ist nie vergeblich

30.04. Auch Böses annehmen?

29.04. Wirklich kennen sie den Weg des Friedens nicht

28.04. "Feinde"

27.04. Macht die Wahrheit "dialogunfähig"?
 

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Evangeliumsnetz - Andachten

Datum: Montag, 04.05.2015
Bibelstelle: 1. Johannes 1, 8 und 3, 9
Autor: Jörgen Bauer (auftanken@evangelium.de)
Organisation: Evangeliumsnetz e.V., Oraniendamm 70, 13469 Berlin (http://www.evangelium.de/)
Thema: Sind Christen Sünder?



Wer aus Gott geboren ist, der tut keine Sünde; denn Gottes Kinder
bleiben in ihm und können nicht sündigen; denn sie sind von Gott
geboren.
1. Johannes 3, Vers 9

Wenn wir sagen, wir haben keine Sünde, so betrügen wir uns selbst,
und die Wahrheit ist nicht in uns.
1. Johannes 1, Vers 8



Eingangs will ich einmal wie ein Gegner der Bibel argumentieren:

„Die Widersprüche in der Bibel sind manchmal wirklich nicht auszuhalten!
Da behauptet doch ein gewisser Johannes allen Ernstes, dass ein Kind
Gottes, und damit kann nur ein Christ gemeint sein, keine Sünde tut.

Und dabei hat er im gleichen Brief, nur einige Seiten vorher, das genaue
Gegenteil geschrieben, nämlich dass sich die Christen selbst betrügen, wenn
sie behaupten, sündlos zu sein.

Vermutlich war dieser Johannes schon etwas älter und verwirrt, als er diesen
Brief schrieb, der wieder einmal zeigt, wie dumm die Christen sein müssen,
wenn ihnen solche Widersprüche nicht auffallen.

Und da kommt noch hinzu, dass „Sünde“ einer von diesen überholten
Phantasiebegriffen ist, auf denen die Frommen ständig herumreiten, Ein intelligenter Mensch lässt sich hier nicht beirren. Wie vernünftig ist es doch, sich auf einen solchen frommen Schwachsinn erst gar nicht einzulassen.“
Und wenn wir tatsächlich ein Unrecht getan haben sollten, können wir uns
das auch selbst vergeben.

Aber liegt hier tatsächlich ein Widerspruch vor und ist man tatsächlich
intelligent, wenn man sich hier nicht „beirren“ lässt?

Was der „intelligente und vernünftige Weltmensch“ nicht erkennen kann ist, dass das Wort Gottes zum einen über unser Begreifen hinausgeht und nur im Glauben verstanden werden kann und zum anderen im Gesamtzusammenhang der Bibel gesehen werden muss, bei dem differenziert und abgegrenzt wird und wobei einzelne Aussagen nicht aus dem Gesamtzusammenhang gerissen und verabsolutiert werden dürfen.

Das gilt für das, was Menschen in Schriftform niederlegen, ganz genauso!
Da wird zuerst ein Grundsatz festgelegt und anschließend werden die
Ausnahmen aufgelistet. Und das liest sich manchmal sehr widersprüchlich.

Und wie ist das nun mit der Sünde?

Sünde bedeutet zum einen Trennung von Gott und zum anderen das daraus
erwachsende Tun, als Folge unserer Trennung von Gott. An dieses Tun, das
aus unserer Herzenshaltung erwächst, also an die „sündige Tat“, und ihre
negativen Folgen, denken die meisten Menschen, wenn sie das Wort „Sünde“
hören.

Wenn Johannes schreibt, dass Kinder Gottes nicht sündigen, stellt er damit
zutreffend fest, dass wiedergeborene Christen vom Fluch der Ursünde durch
Christus befreit sind und deshalb von Feinden Gottes zu Kindern Gottes
wurden. Die Sünde steht also nicht mehr trennend zwischen Gott und dem
gerechtfertigten Sünder.

Ganz anders sieht das bei dem sich klug, vernünftig und intelligent
dünkenden Weltmenschen aus, der hier tatsächlich die schlechtere Karte gezogen hat, weil er unter dem Zorn Gottes bleibt, wie Jesus an anderer Stelle sagt.

Aber auch das Gotteskind ist noch nicht vollendet, also noch nicht „über dem
Berg“ und kann, auch wenn es gerecht gesprochen ist, seine verkehrte Natur
nicht ablegen, sondern wird immer wieder in Gedanken, Worten und Werken
gegen Gottes Ordnungen verstoßen. Sogar ein Abfall ist noch möglich.

Weil das so ist, gibt es z.B. die Beichte und das Sündenbekenntnis
mit Absolution vor dem Abendmahl.

Erst in der Ewigkeit werden wir einmal völlig neu gemacht und damit vollendet.

Bis dahin gilt hinsichtlich unserer Übertretungen:

Wenn wir aber unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, wir haben nicht gesündigt, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns.
1. Johannes 1, Verse 9 und 10

Johannes warnt hier, völlig zu Recht, vor Überheblichkeit und Selbstbetrug.
Wer also meint, als Christ bereits vollkommen zu sein und sich vielleicht
noch damit brüstet, was es schon gegeben haben soll, liegt total daneben,
denn Christen sind keine besseren Menschen, sie haben es nur besser.


Jörgen Bauer


 

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