Logo oldtimer

Ihre seelische und geistliche Tankstelle im Internet ...
Ein Arbeitsbereich des Evangeliumsnetz e.V.
 
Diesen Themenkanal per eMail beziehen:

Hier an- und abmelden
 
Empfehlen Sie uns weiter:

Banner, Grafiken und Quellcode für Ihre Homepage!
 
Links:
 
weitere Texte:

24.05. "Heiteres Beruferaten"

23.05. Wer hätte das gedacht?

22.05. Wie gut ein Freund Gottes zu sein!

21.05. Der auferstandene und wiederkommende Herr

20.05. Glaube ohne Werke ist ein toter Glaube

19.05. Bei der Wahrheit bleiben

18.05. Allein durch den Glauben

17.05. Gott der gerechte Richter
 

vorherigen Text: Wer hätte das gedacht?
Archiv

Evangeliumsnetz - Andachten

Datum: Sonntag, 24.05.2015
Bibelstelle: Jeremia 23, 1
Autor: Jörgen Bauer (auftanken@evangelium.de)
Organisation: Evangeliumsnetz e.V., Oraniendamm 70, 13469 Berlin (http://www.evangelium.de/)
Thema: "Heiteres Beruferaten"



Weh euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umkommen lasst und
zerstreut!, spricht der Herr.

Jeremia 23, Vers 1


Nachfolgenden nachdenklich machenden Beitrag habe ich übernommen. Als gläubige Christen müssen wir den falschen Hirten - das sind in unserem Fall die Funktonäre (sog. "Bischöfe" und dergleichen des Vereins zur Pflege religiösen Brauchtums. sog. "Kirche") widerstehen und widersprechen.

Der Beitrag zeigt, dass die EKD geistlich weitgehend verwahrlost ist.
Aber nicht nur die EKD. Auch andere bisher stabile christliche Werke
zeigen Zerfallserscheinungen, wenn ich zum Beispiel an Homosegnungen
bei der Herrenhuter Brüdergemeinde denke.

Für uns gläubige Christen ist das eine Anfechtung und Bewährungsprobe.
Wir dürfen den Irrlehren nicht auf den Leim gehen und wenn sie noch so
scheinbar logisch und schlüssig daherkommen.

Die Zeit der Bewährung scheint gekommen.

Heute an Pfingsten wollen wir Gott inständig neuerlich um die Fülle seines
Geistes bitten, damit der Lüge gewehrt wird.


Jörgen Bauer



Der alte Mann und das Rätsel.
"Was bin ich?"
Beruf raten.

Können Sie meinen Beruf erraten? Ich gebe Ihnen einige Hinweise.

Mein Beruf hat indirekt mit der Bibel zu tun. Die Bibel ist für mich Gottes Wort, wurde aber von fehlbaren Menschen aufgeschrieben. Die Bibel verstehe ich im Kontext des jeweiligen Zeitgeistes. Ich nehme sie nicht wörtlich, sondern versuche, herauszufinden, was sie meint.

Die Bibel ist voller Mythen und Fabeln, die der fachkundigen Erklärung bedürfen. Ich glaube nicht, dass die Welt in 6 Tagen erschaffen wurde. Da leuchtet mir die Evolutionstheorie schon eher ein. Ich glaube nicht, dass Jesus von einer Jungfrau geboren wurde, denn Joseph war sein leiblicher Vater. Ich glaube nicht, dass Jesus die in der Bibel aufgeschriebenen Wunder getan hat. Ich glaube nicht an seine Auferstehung, Himmelfahrt und Wiederkunft. Ich glaube nicht an Verdammnis und ewiges Gericht. Ich glaube, dass Gott nichts als Liebe ist.

Allerdings hat die Bibel nur indirekt mit meinem Beruf zu tun. Ich persönlich setze andere Schwerpunkte. Für eine der schlimmsten Geißeln der Menschheit halte ich die Kernenergie. Ich setze mich für Umweltschutz und ein gesundes Klima ein. Ich spare Energie und möchte den Kohlendyoxidausstoß verringern. Mein Ziel ist es, das Reich Gottes schon hier und jetzt auf der Erde aufzurichten. Ich finde das herkömmliche Familienbild überholt. Ich engagiere mich für homosexuelle Partnerschaften. Es würde mir schwerfallen, einem Homosexuellen zu sagen: "Du bist ein Sünder".

Ich sympathisiere mit rot-grüner Politik. Ich möchte, dass Deutschland noch mehr Flüchtlinge aufnimmt. Ich halte Seenotrettung für wichtiger als Seelenrettung. Ich glaube nicht, dass der Tod Jesu notwendig war, damit Gott uns vergeben kann. Das halte ich für ein Missverständnis der christlichen Geschichte.

Ich setze mich konsequent für Tierschutz ein. Tiere sind unsere geringsten Brüder und Schwestern. Auch die Tiere haben Anspruch auf Menschenrechte, deshalb rette ich Wale und Kröten.

Ich bemühe mich um einen fairen interreligiösen Dialog, weil das Christentum nicht der einzige Weg zu Gott ist. Auch der Islam ist eine wunderbare Religion. Ich denke, dass der Islam Respekt verdient und mit den islamischen Glaubensgeschwistern Gespräche geführt werden müssen. Ich glaube, dass es auch in anderen Religionen Gotteserkenntnis gibt. Ich weiß nicht, wie Gott in anderen Religionen wirkt und wie er über andere Religionen urteilt. Ich will, dass sich Religion auf die Gesellschaft auswirkt, dabei kann das Kennenlernen einer Moschee die gegenseitige Wertschätzung fördern.

Ich könnte noch mehr Fakten anführen, will es aber bei diesen Hinweisen auf meine Tätigkeit und meine Denkweise belassen. Haben Sie meinen Beruf erraten? Ich bin christlich, aber kein Christ.

Hier ist die Auflösung:

Ich bin ein Bischof der Evangelischen Kirche Deutschlands. Das war sicher nicht schwer zu erraten, und ist doch eine Überraschung.

Eigentlich ist es ein Skandal. Wenn ein Bischof ein Hirte sein soll und wenn Jesus Christus der gute Hirte ist, dem wir nachfolgen wollen, dann kann man in dem Zusammenhang nur von "Wölfen im Schafspelz" reden. Eine Kirche, die solche Bischöfe hat, braucht keine Feinde mehr.

Rolf Müller.


 

Unterstützen Sie bitte diese Arbeit mit Ihrer Spende: Spendenkonto