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31.07. Vom Balken im eigenen Auge

30.07. Kraft die aus der Stille kommt

29.07. Gottes Gebote sind Leben

28.07. Gott ist größer als wir es sind

27.07. Unser Verstand ist nicht das Maß aller Dinge

26.07. Spüren wir den Frieden mit Gott?

25.07. Devote "Festgrüße"

24.07. Mit welchem Gott gegen Pegida?
 

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Evangeliumsnetz - Andachten

Datum: Freitag, 31.07.2015
Bibelstelle: Matthäus 7, 3
Autor: Bauer (auftanken@evangelium.de)
Organisation: Evangeliumsnetz e.V., Oraniendamm 70, 13469 Berlin (http://www.evangelium.de/)
Thema: Vom Balken im eigenen Auge



Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und
nimmst nicht wahr den Balken in deinem Auge?

Matthäus 7, Vers 3




Wenn zwei das Gleiche tun, dann ist das, jedenfalls aus menschlicher Sicht, nicht dasselbe! Insbesondere dann, wenn ich selbst einer von den Zweien bin, die darüber streiten, wer von beiden den Splitter und wer den Balken im Auge hat.

Wer ehrlich zu sich selbst ist, der wird sich eingestehen müssen, dass er in solchen Fällen, wenn überhaupt, sich selbst allenfalls den Splitter und dem anderen den Balken zuordnet.

Wenn man selbst nicht zu den „Zweien gehört“, sondern diese nur beobachtet, wird man bestätigen können, dass jeder der Beiden sich selbst in einem günstigen und den anderen in einem ungünstigen Licht sieht.

Jesus warnt vor einer solchen Sichtweise, bei der mit „Scharfblick“ die Mängel des anderen entdeckt und aufgedeckt, und die eigenen, mitunter viel größeren Defizite verwischt und zugedeckt werden.

Jesus warnt hier: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet, und mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird auch euch zugemessen werden.

Durch ungerechtes Richten ziehen wir uns den Zorn Gottes zu! Das ist eine der stehenden biblischen Aussagen!

Wenn man die Nachrichten zur Kenntnis nimmt, entsteht der Eindruck, dass man gut daran tut, jedes Wort, dreimal im Munde herumzudrehen, bevor man es sagt und dabei zu überlegen, ob das eine oder andere, was man sagt, nicht auch, in böswilliger Absicht „missverstanden“ und anschließend gegen einen selbst verwendet werden könnte, insbesondere wenn eine Reihe von Leuten nur darauf lauert, „den Splitter im Auge des Bruders“ zu finden.

Das wird üblicherweise als Mobbing bezeichnet und mancher wird davon krank oder wirft gar das Handtuch.

Früchte des Geistes Gottes sind Nüchternheit und Sachlichkeit, die zu einem klaren Blick, frei von negativen Emotionen, verhelfen. Um diese Geistesgaben sollten wir bitten.

Wenn wir Wurzeln in der Ewigkeit schlagen, können wir die Dinge von einem festen Grund und aus einem wohltuenden Abstand heraus, auch in Bezug auf uns selbst, beurteilen.

Das befähigt uns das Achte Gebot, „Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten“, zu befolgen und entsprechend der dazugehörenden Erklärung von Martin Luther, im Kleinen Katechismus, zu handeln:

Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unseren Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, afterreden öder bösen Leumund machen, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von im reden und alles zum Besten kehren.

Wenn wir uns in unserem Umfeld danach verhalten, können wir bereits hier viel Segen wirken. Und im Kleinen fängt es oftmals an.


Jörgen Bauer








 

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