Gott sitzt im Regiment und führt alles wohl!

Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird´s wohlmachen.

Psalm 37 Vers 5




Heute ein Beitrag zum Jahreswechsel von Rainer Jetzschman, dem Leiter des FCDI - Freundeskreis christlicher Dichter und Internetevangelisten, bei dem
ich auch mitwirke. Der Beitrag ging unsprünglich an die Mitglieder des FCDI,
seine Aussagen sind aber so gut, dass ich sie als Andacht übernommen habe.

Jörgen Bauer



Wie bei jedem Jahreswechsel geht es nun wieder darum einen Blick zurück sowie nach vorne zu werfen.

Gerade 2015 mit den Krisen, deren Auswirkungen erst noch vor uns liegen, lassen Weltmenschen wie Christen skeptisch bis ängstlich in die Zukunft schauen.

Bruder Jörgen Bauer, Jakob Tscharntke und Markus Blietz haben hierzu fundierte Fakten und Bewertungen veröffentlicht, weswegen ich nicht nochmals auf die Themen eingehen möchte.

Aber auf etwas anderes möchte ich hinweisen, worauf ich bei meiner täglichen Bibellese in den letzten Tagen immer wieder stieß: Gott ist es, der hier letztlich handelt!

Eine Bibelstelle von vielen möchte ich hierzu anführen:
„So spricht Gott der HERR: ICH will mein Netz über dich auswerfen DURCH eine Menge Völker; DIE sollen dich in MEINEM Garn heraufholen; und ICH will dich an Land ziehen (Hesekiel 32,3-4a)

Deutlich erkennbar wird hier, dass es Gott ist, welcher viele Völker über ein Land als Gericht kommen lässt. Ob dies kriegerisch oder durch Einfall (wie in Europa aktuell) geschehen soll, wird nicht gesagt. Aber wir sehen, dass Gott der Handelnde ist. So stellt die Bibel die rhetorische Frage „Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht tut?“ (Amos 3,6)

Auch wenn es unseren Wünschen und möglicherweise zeitgeistlichen Vorstellungen vom „lieben Gott“ widersprechen mag: Gott ist heilig und auch wenn er Sünde ausreifen lässt und Raum zur Umkehr schenkt und scheinbar (zunächst) nichts macht, so folgt doch immer irgendwann Gottes Gericht!

Halten wir uns also vor Augen: Egal was auch in 2016 passieren mag, es wird letztlich von Gott selbst ausgehen!

Zum einen wissen wir aus der Bibel von vorausgesagten Gerichtshandlungen Gottes zur letzten Zeit, zum anderen wissen wir, dass Gott Sünden eines Volks strafen wird (über den geistlichen Tiefstand Europas brauche ich wohl nichts zu sagen).

Aber wir wissen auch, dass Gott einen Unterschied bei seinen Schlägen machen kann, wie wir es bei den Plagen in Ägypten nachlesen können: „Aber der HERR wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh der Israeliten und dem der Ägypter, dass nichts sterbe von allem, was die Israeliten haben.“ (2. Mose 9,4)

Dass Gott letztlich alles steuert, lässt aber auch die Bedeutung des Gebetes in ganz neuem Licht erscheinen: Es geht letztlich nicht um die Bitte, dass Gott (uns helfend) aktiv werden soll, sondern umgekehrt seine geplante Gerichts-Aktivität NICHT ausführt! Ein Beispiel ist Mose, welcher Gottes geplante Gerichts-Aktivität angesichts des Goldenen Kalbes aufhielt (2. Mose 32).

Das Beispiel von Mose führt uns aber zugleich in eine weitere Sichtweise: Der Fürbitte! Schon damals suchte Gott Menschen die „in den Riss treten“ (sündenbedingter Riss zwischen Menschen und Gott): „Ich suchte unter ihnen, ob jemand eine Mauer ziehen und in die Bresche vor mir treten würde für das Land, damit ich´s nicht vernichten müsste; aber ich fand keinen.“ (Hesekiel 22,30)

Wie furchtbar: Gott SUCHTE Menschen um sein gerechtes Strafgericht abzuwenden – aber er fand keine! Im Gegenteil verurteilt Gott: „Sie sind nicht in die Bresche getreten und haben sich nicht zur Mauer gemacht um das Haus Israel, damit es fest steht im Kampf am Tage des HERRN.“ (Hesekiel 13,5)
Kommen wir noch mal kurz auf Mose zurück. Von ihm lesen wir: „Und er (Gott) gedachte, sie (Israel) zu vertilgen, wäre nicht Mose gewesen, sein Auserwählter; der trat vor ihm in die Bresche, seinen Grimm abzuwenden, dass er sie nicht verderbe.“ (Psalm 106,23)

Und wie sieht es heute aus? Findet Gott Menschen die in die Bresche treten? Wo sind die „Moses“ der heutigen Zeit?!?

Dabei muss ich an meinen Arbeitsplatz denken, bei welchem ich meist wöchentliche 4-Augen-Gespräche mit dem Inhaber und Hauptgeschäftsführer habe – und damit gewisse Einflussmöglichkeiten! Welche Einflussmöglichkeit haben wir aber als FCDI und allgemein Gotteskinder beim König aller Könige und Herrn aller Herren, welcher ja alles lenkt und die Strafgerichte verhängt!?! Ich wage zu behaupten, dass uns diese Möglichkeit, welche aber auch gleichzeitig gegenüber den Mitmenschen bei genauer Betrachtung eine Verpflichtung ist („Du hättest ja…“, also schon fast „unterlassene Hilfeleistung“) gar nicht voll bewusst ist!

Natürlich müssen wir auf Missstände hinweisen, verbunden mit einem Bußaufruf, wie es alle Propheten / Boten Gottes der Bibel taten. Aber unsere Einflussnahme beim Lenker aller Dinge sollten wir auch nutzen!

So wie ich es sehe sind wir heute als Gotteskinder vor allem hierbei gefordert: Fürbitte, selbst treu sein, aber auch Moslems die den wahren Gott suchen, helfen und Chancen nutzen.