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27.01. Alles zu unserem Besten

26.01. Nachdem Dich Gott dies alles hat erkennen lassen, ist keiner so weise wie Du

25.01. Sind die Deutungen nicht Gottes Sache? – Erzählt mir doch!

24.01. Josef wird von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft

23.01. Jakob demütigt sich, und ihm wird von Esau vergeben

22.01. Gott züchtigt seine Kinder

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Chronologische Bibellese

Datum: Donnerstag, 24.01.2008
Bibelstelle: 1. Mose 35-37
Autor: Dmitri Grischin (Hoffnung@msoe.org)
Organisation: Hoffnung für die Zukunft (http://www.msoe.org)
Thema: Josef wird von seinen Brüdern nach Ägypten verkauft



Nur mit wenigen Worten wurde in der Bibel die ganze Schöpfung des Universums beschrieben: “ Und Gott machte ... die Sterne.” (1.Mose 1,16) Der Lebensgeschichte eines einzigen Mannes - Josef nimmt jedoch ein Viertel des ganzen 1. Buches Mose ein. Jeder einziger Mensch, “der vor dem Angesicht Gottes wandelt”, der ein rechtschaffenes Leben führt, ist wichtig für Gott. In all seinen Lebensprüfungen blieb Josef dem Herrn treu. Genau so wie er sind auch Sie von Gott erwählt um Gott nachzufolgen.

Lassen Sie uns mal schauen, wie sehr Josef dem Herrn Jesus Christus ähnlich war. Der Herr offenbarte Sein Vorhaben dem Josef gegenüber noch in seiner Kindheit: Josef hatte zwei prophetischen Träume, die er dann unmittelbar seinen Brüdern und seinem Vater erzählte. Um seiner Träume willen wurde Josef von seinen Brüdern noch mehr gehasst. Sie hassten ihn, weil er gerecht war, sie aber nicht. Sie hassten ihn, weil Jakob seinem Lieblingssohn Josef immer wieder besondere Aufträge gab. Auch Jesus hatte von Kindheit an besondere Aufträge von Seinem himmlischen Vater verrichtet. Genau so wie Jesus hat Josef seine Heimat verlassen um seine Mission zu erfüllen, genau so wie der Herr, wurde er nicht aufgenommen. “Er kam in das Seine, und die Seinen nahmen ihn nicht an.” (Jo. 1,11)

Josef war ein Hirte, Jesus aber ist der gute Hirte (Jo. 10,11). Beide sind Lieblingssöhne, beide kamen unfreiwillig nach Ägypten, beide wurden mit falschen Argumenten und Beweisen verklagt, beiden wurde ihre Kleidung ausgezogen. Jesus wurde für 30 Silberstücke verraten. Das war ein üblicher Preis für einen Sklaven. Und Josef wurde von seinen Brüdern für 20 Silberstücke verkauft – der Preis für einen behinderten Sklaven! Der Herr aber bereitete Josef vor für die Hoheit. “...Wer unter euch groß werden will, soll euer Diener sein.” (Mk. 10,43) Beide, Jesus und Josef, haben ihr Vaterland verlassen, um in der Fremde ein Diener zu sein. (Phil. 2,5-7)

Dienen Sie anderen Menschen? Fühlen Sie sich gedemütigt? Zu seiner Zeit wird Gott Sie erhöhen. ER ist immer bei Ihnen, um Sie zu trösten. “Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch. (1. Pe. 5,6-7).



Wir können nicht erwarten, dass das Verhalten der Menschen uns gegenüber besser wird, als dies zu Jesus oder zu Josef war. “Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.” Sagt Jesus unmissverständlich in Jo. 15-20. Wenn wir aber immer wieder daran denken werden, dass der Herr bei uns ist und dass ER durch uns wirkt, werden wir getröstet. “Denn ich denke, dass die Leiden der jetzigen Zeit nicht ins Gewicht fallen gegenüber der zukünftigen Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden soll.” (Rö. 8,18) Es wird der Tag kommen, an dem alle Christen mit dem Herrn Jesus Christus herrschen werden.



Viel Freude beim Lesen unseres heutigen Textes aus alter Zeit.



1. Mose 35

1 Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, zieh hinauf nach Bethel und wohne dort, und mache dort einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohest!

2 Da sagte Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren: Schafft die fremden Götter weg, die in eurer Mitte sind, reinigt euch, und wechselt eure Kleider!

3 Dann wollen wir uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, dort werde ich dem Gott einen Altar machen, der mir am Tag meiner Not geantwortet hat und der mit mir gewesen ist auf dem Weg, den ich gegangen bin.

4 Und sie gaben Jakob alle fremden Götter, die in ihrer Hand waren, und die Ringe, die an ihren Ohren [hingen], und Jakob vergrub sie unter der Terebinthe, die bei Sichem ist.

5 Und sie brachen auf. Und der Schrecken Gottes kam über die Städte, die rings um sie her waren, so dass sie den Söhnen Jakobs nicht nachjagten.

6 So kam Jakob nach Lus, das im Land Kanaan [liegt], das ist Bethel, er und alles Volk, das bei ihm war.

7 Und er baute dort einen Altar und nannte den Ort El-Bethel; denn dort hatte Gott sich ihm geoffenbart, als er vor seinem Bruder floh.

8 Und Debora, die Amme Rebekkas, starb, und sie wurde unterhalb von Bethel begraben unter der Eiche; und er gab ihr den Namen Allon Bachut.

9 Und Gott erschien dem Jakob noch einmal, als er aus Paddan-Aram kam, und segnete ihn.

10 Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob. Dein Name soll nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel soll dein Name sein! So gab er ihm den Namen Israel.

11 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige, sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und eine Schar von Nationen soll aus dir entstehen, und Könige sollen aus deinen Lenden hervorkommen!

12 Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinen Nachkommen nach dir will ich das Land geben.

13 Und Gott fuhr von ihm auf an dem Ort, an dem er mit ihn geredet hatte.

14 Und Jakob richtete einen Gedenkstein auf an dem Ort, an dem er mit ihm geredet hatte, ein Denkmal aus Stein, und spendete darauf ein Trankopfer und goss Öl darauf.

15 Und Jakob gab dem Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, den Namen Bethel.

16 Und sie brachen von Bethel auf. Und es war noch eine Strecke Landes, um nach Efrata zu kommen, da gebar Rahel; und sie hatte es schwer mit ihrem Gebären.

17 Und es geschah, als sie es schwer hatte mit ihrem Gebären, da sagte die Hebamme zu ihr: Fürchte dich nicht, denn auch der wird dir ein Sohn!

18 Und es geschah, als ihre Seele ausging - denn sie musste sterben -, da gab sie ihm den Namen Ben-Oni; sein Vater aber nannte ihn Ben-Jamin.

19 Und Rahel starb und wurde begraben am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem.

20 Und Jakob richtete über ihrem Grab einen Gedenkstein auf, das ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.

21 Und Israel brach auf und schlug sein Zelt auf jenseits von Migdal-Eder.

22 Und es geschah, als Israel in jenem Land wohnte, ging Ruben hin und lag bei Bilha, der Nebenfrau seines Vaters. Und Israel hörte es. Die Söhne Jakobs waren zwölf:

23 Die Söhne Leas: Ruben, der Erstgeborene Jakobs, und Simeon, Levi, Juda, Issaschar und Sebulon.

24 Die Söhne Rahels: Joseph und Benjamin.

25 Die Söhne Bilhas, der Magd Rahels: Dan und Naftali.

26 Und die Söhne Silpas, der Magd Leas: Gad und Asser. Das sind die Söhne Jakobs, die ihm in Paddan-Aram geboren wurden.

27 Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak nach Mamre, nach Kirjat-Arba, das ist Hebron, wo Abraham und Isaak sich als Fremde aufgehalten hatten.

28 Und die Tage Isaaks waren 180 Jahre.

29 Und Isaak verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Völkern, alt und der Tage satt. Und seine Söhne Esau und Jakob begruben ihn.



1. Mose 36

1 Und dies ist die Geschlechterfolge Esaus, das ist Edom.

2 Esau hatte sich seine Frauen von den Töchtern Kanaans genommen: Ada, die Tochter des Hetiters Elon, und Oholibama, die Tochter Anas, der Tochter Zibons, des Horiters,

3 und Basemat, die Tochter Ismaels, die Schwester Nebajots.

4 Und Ada gebar dem Esau Elifas, und Basemat gebar Reguel.

5 Oholibama aber gebar Jeusch, Jalam und Korach. Das sind die Söhne Esaus, die ihm im Land Kanaan geboren wurden.

6 Und Esau nahm seine Frauen, seine Söhne und seine Töchter und alle Seelen seines Hauses und seine Herden und all sein Vieh und all sein Besitztum, das er im Land Kanaan erworben hatte, und zog in ein Land, von seinem Bruder Jakob hinweg.

7 Denn ihre Habe war zu gross, um beieinander zu wohnen, und das Land ihrer Fremdlingschaft konnte sie wegen [der Menge] ihrer Herden nicht tragen.

8 So liess sich Esau auf dem Gebirge Seir nieder. Esau, das ist Edom.

9 Dies ist die Geschlechterfolge Esaus, des Vaters von Edom, auf dem Gebirge Seir.

10 Dies sind die Namen der Söhne Esaus: Elifas, der Sohn Adas, der Frau Esaus; Reguel, der Sohn Basemats, der Frau Esaus.

11 Und die Söhne des Elifas waren: Teman, Omar, Zefo und Gatam und Kenas.

12 Und Timna war eine Nebenfrau von Elifas, des Sohnes Esaus, die gebar dem Elifas Amalek. Das sind die Söhne Adas, der Frau Esaus.

13 Und dies sind die Söhne Reguels: Nahat und Serach, Schamma und Misa. Das waren die Söhne von Basemat, der Frau Esaus.

14 Und dies waren die Söhne von Oholibama, der Tochter Anas, der Tochter Zibons, der Frau Esaus: sie gebar dem Esau Jeusch, Jalam und Korach.

15 Dies sind die Fürsten der Söhne Esaus: Die Söhne des Elifas, des Erstgeborenen Esaus: der Fürst Teman, der Fürst Omar, der Fürst Zefo, der Fürst Kenas,

16 der Fürst Korach, der Fürst Gatam, der Fürst Amalek. Das sind die Fürsten des Elifas im Land Edom; es sind die Söhne Adas.

17 Und dies sind die Söhne Reguels, des Sohnes Esaus: der Fürst Nahat, der Fürst Serach, der Fürst Schamma, der Fürst Misa. Das sind die Fürsten des Reguel im Land Edom; es sind die Söhne der Basemat, der Frau Esaus.

18 Und dies sind die Söhne Oholibamas, der Frau Esaus: der Fürst Jeusch, der Fürst Jalam, der Fürst Korach. Das sind die Fürsten Oholibamas, der Tochter Anas, der Frau Esaus.

19 Das sind die Söhne Esaus und das ihre Fürsten; das ist Edom.

20 Dies sind die Söhne des Horiters Seir, die Bewohner des Landes: Lotan, Schobal, Zibon und Ana,

21 Dischon und Ezer und Dischan. Das sind die Fürsten der Horiter, Söhne Seirs, im Land Edom.

22 Und die Söhne Lotans waren: Hori und Hemam, Lotans Schwester aber war Timna.

23 Und dies sind die Söhne Schobals: Alwan, Manahat und Ebal, Schefo und Onam.

24 Und dies sind die Söhne Zibons: Ajja und Ana. Das ist der Ana, der die warmen Quellen in der Wüste fand, als er die Esel seines Vaters Zibon weidete.

25 Und dies sind die Söhne des Ana: Dischon und Oholibama, die Tochter des Ana.

26 Und dies sind die Söhne Dischons: Hemdan, Eschban, Jitran und Keran.

27 Dies sind die Söhne Ezers: Bilhan, Saawan und Akan.

28 Dies sind die Söhne Dischans: Uz und Aran.

29 Dies sind die Fürsten der Horiter: der Fürst Lotan, der Fürst Schobal, der Fürst Zibon, der Fürst Ana,

30 der Fürst Dischon, der Fürst Ezer, der Fürst Dischan. Das sind die Fürsten der Horiter, nach ihren Fürsten, im Land Seir.

31 Und dies sind die Könige, die im Land Edom herrschten, bevor ein König über die Söhne Israel regierte:

32 König in Edom war Bela, der Sohn Beors; und der Name seiner Stadt war Dinhaba.

33 Und Bela starb, und König wurde an seiner Stelle Jobab, der Sohn Serachs, aus Bozra.

34 Und Jobab starb, und König wurde an seiner Stelle Huscham, aus dem Land der Temaniter.

35 Und Huscham starb, und König wurde an seiner Stelle Hadad, der Sohn Bedads, der Midian schlug im Gebiet Moabs; und der Name seiner Stadt war Awit.

36 Und Hadad starb, und König wurde an seiner Stelle Samla aus Masreka.

37 Und Samla starb, und König wurde an seiner Stelle Schaul aus Rehobot am Strom.

38 Und Saul starb, und König wurde an seiner Stelle Baal-Hanan, der Sohn Achbors.

39 Und Baal-Hanan, der Sohn Achbors, starb, und König wurde an seiner Stelle Hadar; und der Name seiner Stadt war Pagu und der Name seiner Frau Mehetabel, die Tochter Matreds, der Tochter des Me-Sahab.

40 Und dies sind die Namen der Fürsten Esaus, nach ihren Sippen, nach ihren Ortschaften, mit ihren Namen: der Fürst Timna, der Fürst Alwa, der Fürst Jetet,

41 der Fürst Oholibama, der Fürst Ela, der Fürst Pinon,

42 der Fürst Kenas, der Fürst Teman, der Fürst Mibzar,

43 der Fürst Magdiel, der Fürst Iram. Das sind die Fürsten von Edom nach ihren Wohnsitzen, im Land ihres Eigentums. Das ist Esau, der Vater Edoms.



1. Mose 37

1 Und Jakob wohnte im Land der Fremdlingsschaft seines Vaters, im Land Kanaan.

2 Dies ist die Geschichte Jakobs: Joseph, siebzehn Jahre alt, war als Hirte mit seinen Brüdern bei den Schafen - als er [noch] ein Junge war -, mit den Söhnen Bilhas und mit den Söhnen Silpas, der Frauen seines Vaters. Und Joseph hinterbrachte ihrem Vater die üble Nachrede über sie.

3 Und Israel liebte Joseph mehr als all seine Söhne, weil er der Sohn seines Alters war; und er machte ihm einen bunten Leibrock.

4 Als aber seine Brüder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brüder, da hassten sie ihn und konnten ihn nicht [mehr] grüssen.

5 Und Joseph hatte einen Traum, den erzählte er seinen Brüdern; da hassten sie ihn noch mehr.

6 Und er sagte zu ihnen: Hört doch diesen Traum, den ich gehabt habe:

7 Siehe, wir banden Garben mitten auf dem Feld, und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen; und siehe, eure Garben stellten sich ringsum auf und verneigten sich vor meiner Garbe.

8 Da sagten seine Brüder zu ihm: Willst du etwa König über uns werden, willst du gar über uns herrschen? Und sie hassten ihn noch mehr wegen seiner Träume und wegen seiner Reden.

9 Und er hatte noch einen anderen Traum, auch den erzählte er seinen Brüdern und sagte: Siehe, noch einen Traum hatte ich, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder.

10 Und er erzählte es seinem Vater und seinen Brüdern. Da schalt ihn sein Vater und sagte zu ihm: Was ist das für ein Traum, den du gehabt hast? Sollen wir etwa kommen, ich und deine Mutter und deine Brüder, um uns vor dir zur Erde niederzubeugen?

11 Und seine Brüder waren eifersüchtig auf ihn; aber sein Vater bewahrte das Wort.

12 Und seine Brüder gingen fort, um die Schafe ihres Vaters bei Sichem zu weiden.

13 Da sagte Israel zu Joseph: Weiden nicht deine Brüder bei Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden! Er aber sagte zu ihm: Hier bin ich.

14 Da sagte er zu ihm: Geh doch hin, sieh nach dem Wohlergehen deiner Brüder und nach dem Wohlergehen der Schafe, und bring mir Antwort. So sandte er ihn aus dem Tal von Hebron, und er kam nach Sichem.

15 Da fand ihn ein Mann, und siehe, er irrte auf dem Feld umher; und der Mann fragte ihn: Was suchst du?

16 Und er sagte: Ich suche meine Brüder. Teile mir doch mit, wo sie weiden!

17 Da sagte der Mann: Sie sind von hier aufgebrochen, denn ich hörte sie sagen: `Lasst uns nach Dotan gehen!' Da ging Joseph seinen Brüdern nach und fand sie bei Dotan.

18 Als sie ihn von ferne sahen und bevor er sich ihnen genähert hatte, da ersannen sie gegen ihn den Anschlag, ihn zu töten.

19 Und sie sagten einer zum andern: Siehe, da kommt dieser Träumer!

20 So kommt nun und lasst uns ihn erschlagen und ihn in eine der Zisternen werfen, und wir wollen sagen: Ein böses Tier hat ihn gefressen! Dann werden wir sehen, was aus seinen Träumen wird.

21 Als Ruben [das] hörte, wollte er ihn aus ihrer Hand retten und sagte: Lasst uns [ihn] nicht totschlagen!

22 Und Ruben sagte zu ihnen: Vergiesst nicht Blut, werft ihn in diese Zisterne, die in der Wüste ist, aber legt nicht Hand an ihn! [Das sagte er], damit er ihn aus ihrer Hand errettete, um ihn zu seinem Vater zurückzubringen.

23 Und es geschah, als Joseph zu seinen Brüdern kam, da zogen sie Joseph seinen Leibrock aus, den bunten Leibrock, den er anhatte.

24 Und sie nahmen ihn und warfen ihn in die Zisterne; die Zisterne aber war leer, es war kein Wasser darin.

25 Dann setzten sie sich, um zu essen. Und sie erhoben ihre Augen und sahen: und siehe, eine Karawane von Ismaelitern kam von Gilead her; und ihre Kamele trugen Tragakant und Balsamharz und Ladanum; sie zogen hin, um es nach Ägypten hinabzubringen.

26 Da sagte Juda zu seinen Brüdern: Was für ein Gewinn ist es, dass wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken?

27 Kommt, lasst uns ihn an die Ismaeliter verkaufen; aber unsere Hand sei nicht an ihm, denn unser Bruder, unser Fleisch ist er! Und seine Brüder hörten [darauf].

28 Da kamen midianitische Männer vorüber, Händler, und sie zogen [ihn] heraus und holten Joseph aus der Zisterne herauf. Und sie verkauften Joseph an die Ismaeliter für zwanzig Silber[-Schekel]. Und sie brachten Joseph nach Ägypten.

29 Als nun Ruben zur Zisterne zurückkam, und siehe, Joseph war nicht in der Zisterne, da zerriss er seine Kleider.

30 Und er kehrte zu seinen Brüdern zurück und sagte: Der Junge ist nicht [mehr] da! Ich aber, wohin soll ich [jetzt] gehen?

31 Da nahmen sie den Leibrock Josephs und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Leibrock in das Blut.

32 Dann schickten sie den bunten Leibrock hin und liessen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Das haben wir gefunden. Untersuche doch, ob es der Leibrock deines Sohnes ist oder nicht!

33 Da untersuchte er ihn und sagte: Der Leibrock meines Sohnes! Ein böses Tier hat ihn gefressen; zerrissen, zerrissen ist Joseph!

34 Und Jakob zerriss seine Kleider und legte Sacktuch um seine Hüften, und er trauerte um seinen Sohn viele Tage.

35 Und alle seine Söhne und alle seine Töchter machten sich auf, um ihn zu trösten; er aber weigerte sich, sich trösten zu lassen, und sagte: [Nein], sondern in Trauer werde ich zu meinem Sohn in den Scheol hinabfahren. So beweinte ihn sein Vater.

36 Und die Midianiter verkauften ihn nach Ägypten, an Potifar, einen Kämmerer des Pharao, den Obersten der Leibwächter.



 

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