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Chronologische Bibellese

Datum: Montag, 14.04.2008
Bibelstelle: 1. Samuel 21–24
Autor: Nina Tschiwejewa (Hoffnung@msoe.org)
Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org)
Thema: Die Leiden Davids



Liebe Leser, herzlich willkommen bei unserer Bibellese. In den nächsten Kapiteln werden wir noch mehr über David erfahren. David musste sich vor seinem Widersacher Saul ausgerechnet bei den Feinden Israels verbergen, deren hervorragenden Kämpfer, Goliath, er selbst mit Gottes Hilfe getötet hatte. Kein Wunder, dass David es mit der Angst zu tun bekam. Aber was passierte dem Besieger Goliaths? Er verlor sogar seinen festen Stand und seine Hoffnung auf den Allmächtigen! Die Bibel ist kein Heldenepos! Sie spricht über Menschen, denen wir ähnlich sind. Wer in schwierigen Situationen nicht mehr auf Gott sieht, wirkt auf alle anderen Menschen erbärmlich.

David flüchtet in die Höhle Adullam, wo er endlich wieder neuen Mut und neue Verbindung zu Gott finden kann. Merkwürdig: Gott hatte ihn doch zum König gesalbt, und seit diesem Tag scheint das Leben Davids immer noch von einem Leid zum anderen zu gehen. Warum sollte der zukünftige König Israels seinen Dienst im Leiden beginnen? Nun, die Persönlichkeit Davids hatte damals viele Menschen angezogen, denen die oberflächliche Religiosität in Israel nicht passte. In David sahen diese Leute einen Menschen, der eine persönliche Beziehung zu Gott, also den wahren Glauben, zu haben schien. Zu jeder Zeit in der Menschheitsgeschichte hat es Menschen gegeben, die nach der Wahrheit gestrebt haben und nicht unter den Heuchlern, Neidern und Lügnern leben wollten. Auch viele Menschen in unserer Welt heute glauben ernsthaft an Gott. Sie wollen so leben, wie Gott es von ihnen wünscht. Und diese Menschen wissen, dass sie später einmal mit dem Sohn Gottes herrschen werden, auch wenn es ihnen jetzt physisch oder auch psychisch schlecht geht.

Was tut David, der nunmehr von vielen Leuten begleitet wird, die auch noch eine Rechnung mit Saul offen haben? Wird er sich an Saul rächen, gerade jetzt, wo er und seine Leute es mit dem König aufnehmen könnten? Nein – David wartet ab, was Gott wohl tun wird. Während Saul ihn als seinen Feind verfolgt, kämpft David mit den echten Feinden Sauls, den Philistern. Gottes Geist schenkt David nicht nur den Sieg über die Feinde, sondern auch den Sieg über sich selbst. Er akzeptiert Saul als den immer noch im Amt befindlichen Gesalbten Gottes. David wollte sich sein Königreich nicht selber erkämpfen, sondern kam zu seiner Herrschaft allein durch den Gehorsam Gott gegenüber. Gehorsam zum HERRN ist manchmal mit Leiden verbunden. Auch im Neuen Testament erfahren wir von einem Mann, der um des Gehorsams willen gelitten hat – Jesus Christus. Und viele Menschen, die heute Jesus folgen, leiden, wenn sie von anderen Menschen verspottet werden. Viele Menschen erfahren Verfolgungen. Aber die Zukunft dieser Welt gehört Jesus! Er wird Sein Reich unter den Menschen aufteilen, die IHM folgen.

In den nächsten beiden Tagen wechselt sich die Begleitung durch die Bibel mit unserem Missionar Sergej Klik ab. Sergej ist mein Kollege beim Missionswerk „Mission für Süd-Ost-Europa“ und arbeitet in Weissrussland. Er will mit uns einige Psalmen lesen. Ich freue mich auf die nächsten Tage und werde Sie, so Gott will, in drei Tagen wieder an dieser Stelle begrüßen. Der HERR segne Sie! Ihre Nina Tschiwejewa.

1. Samuel 21
1 \21:2\ Und David kam nach Nob, zum Prister Ahimelech. Und Ahimelech kam David aufgeregt entgegen und sagte zu ihm: Warum kommst du allein, und niemand ist bei dir?
2 \21:3\Und David antwortete dem Priester Ahimelech: Der König hat mir eine Sache geboten und sagte zu mir: Niemand soll irgend etwas von der Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir geboten habe. Die Leute aber habe ich an den und den Ort beschieden.
3 \21:4\Und nun, was hast du zur Hand? Gib [mir] fünf Brote in meine Hand oder was sich [sonst] vorfindet!
4 \21:5\Und der Priester antwortete David und sagte: Ich habe kein gewöhnliches Brot zur Hand, sondern nur heiliges Brot ist da. Wenn sich nur die Leute der Frau enthalten haben!
5 \21:6\David antwortete dem Priester und sagte zu ihm: Ja, denn eine Frau ist uns seit gestern und vorgestern, als ich auszog, versagt [gewesen]. Und die Leiber der Leute sind heilig. War das [noch] ein gewöhnliches Unternehmen, wieviel mehr werden sie heute an ihrem Leib heilig sein!
6 \21:7\Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot. Denn dort war kein anderes Brot als nur das Schaubrot, das vor dem HERRN nur weggenommen wird, wenn frisches Brot hingelegt wird an dem Tag, da man es wegnimmt.
7 \21:8\- Es war aber dort an jenem Tag ein Mann von den Knechten Sauls, eingeschlossen vor dem HERRN, mit Namen Doeg, der Edomiter; er war Aufseher über die Hirten Sauls. -
8 \21:9\Und David sagte zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert? Denn ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen, weil die Sache des Königs dringend war.
9 \21:10\Und der Priester sagte: Das Schwert des Philisters Goliat, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Ephod. Wenn du dir das nehmen willst, so nimm es! Denn ausser diesem ist kein anderes da. Und David erwiderte: Seinesgleichen gibt es nicht. Gib es mir!
10 \21:11\ Und David machte sich auf und floh an diesem Tag vor Saul und kam zu Achisch, dem König von Gat.
11 \21:12\ Und die Knechte des Achisch sagten zu ihm: Ist das nicht David, der König des Landes? Haben sie nicht von ihm bei Reigentänzen gesungen: Saul hat seine Tausende erschlagen, David aber seine Zehntausende?
12 \21:13\David nahm sich diese Worte zu Herzen und fürchtete sich sehr vor Achisch, dem König von Gat.
13 \21:14\Und er stellte sich wahnsinnig vor ihren Augen und tobte unter ihren Händen, und er kritzelte an die Flügel des Tores und liess seinen Speichel in seinen Bart fliessen.
14 \21:15\Da sagte Achisch zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht, dass der Mann wahnsinnig ist. Warum bringt ihr ihn zu mir?
15 \21:16\Fehlt es mir an Wahnsinnigen, dass ihr diesen hergebracht habt, bei mir zu toben? Sollte der in mein Haus kommen?

1. Samuel 22
1 Und David ging von dort weg und entkam in die Höhle Adullam. Und als seine Brüder und das ganze Haus seines Vaters das hörten, kamen sie zu ihm dorthin herab.
2 Und es sammelten sich um ihn lauter Bedrängte und solche, die verschuldet waren, und andere mit erbittertem Gemüt. Und er wurde ihr Anführer. Und es waren bei ihm etwa vierhundert Mann.
3 Und David ging von da nach Mizpe in Moab und sagte zum König von Moab: Lass doch meinen Vater und meine Mutter bei euch wohnen, bis ich erkannt habe, was Gott mit mir tun wird!
4 Und er brachte sie vor den König von Moab, und sie wohnten bei ihm, solange David auf der Bergfeste war.
5 Und der Prophet Gad sagte zu David: Bleib nicht auf der Bergfeste! Geh hin und begib dich in das Land Juda! Und David ging weg und kam nach Jaar-Heret.
6 Und Saul hörte, dass David und die Männer, die bei ihm waren, entdeckt worden seien. Saul aber sass in Gibea unter der Tamariske auf der Höhe, seinen Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen bei ihm.
7 Da sagte Saul zu seinen Knechten, die um ihn standen: Hört doch, ihr Benjaminiter! Wird der Sohn Isais euch allen auch Felder und Weinberge geben, euch alle zu Anführern über Tausend und zu Anführern über Hundert machen,
8 dass ihr euch alle gegen mich verschworen habt? Und da ist keiner, der es meinem Ohr eröffnet, dass mein Sohn einen Bund mit dem Sohn Isais geschlossen hat, und keiner ist unter euch, der sich um mich grämt und es meinem Ohr eröffnet hätte, dass mein Sohn meinen Knecht als Verräter gegen mich aufgewiegelt hat, wie es heute [offenkundig] ist!
9 Da antwortete der Edomiter Doeg, der bei den Knechten Sauls stand, und sagte: Ich sah den Sohn Isais, wie er nach Nob kam zu Ahimelech, dem Sohn Ahitubs.
10 Der befragte den HERRN für ihn und gab ihm Verpflegung, und das Schwert des Philisters Goliat gab er ihm auch.
11 Da sandte der König hin und liess den Priester Ahimelech, den Sohn Ahitubs, rufen sowie das ganze Haus seines Vaters, [alle] Priester in Nob. Und sie kamen alle zum König.
12 Und Saul sagte: Höre doch, Sohn Ahitubs! Er antwortete: Hier bin ich, mein Herr!
13 Und Saul sagte zu ihm: Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn Isais, dass du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott für ihn befragt hast, damit er als Verräter an mir auftreten kann, wie es heute [offenkundig] ist?
14 Ahimelech antwortete dem König und sprach: Wer unter all deinen Knechten ist wie David: treu, Schwiegersohn des Königs, dazu Anführer deiner Leibwache und geehrt in deinem Haus?
15 Habe ich erst heute angefangen, Gott für ihn zu befragen? Das sei fern von mir! Der König lege solches seinem Knecht nicht zur Last, [auch nicht] dem ganzen Haus meines Vaters! Denn dein Knecht hat von alldem nichts gewusst, weder Kleines noch Grosses.
16 Aber der König sagte: Sterben musst du, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters!
17 Und der König sagte zu den Leibwächtern, die um ihn standen: Tretet her und tötet die Priester des HERRN, weil auch ihre Hand mit David ist und weil sie wussten, dass er auf der Flucht war und es mir nicht zu Ohren gebracht haben. Aber die Knechte des Königs wollten ihre Hand nicht an die Priester des HERRN legen, um sie niederzumachen.
18 Da sprach der König zu Doeg: Tritt du heran und mache die Priester nieder! Und Doeg, der Edomiter, trat heran und er machte die Priester nieder, und er tötete an diesem Tag 85 Mann, die das leinene Ephod trugen.
19 Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schärfe des Schwertes, Mann und Frau, Kind und Säugling, Rind und Esel und Schafe, mit der Schärfe des Schwertes.
20 Und es entkam ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, mit Namen Abjatar, und floh zu David.
21 Abjatar berichtete David, dass Saul die Priester des HERRN umgebracht habe!
22 Da sagte David zu Abjatar: Ich wusste [schon] an jenem Tag, weil der Edomiter Doeg dort war, dass er es Saul sicher berichten würde. Ich bin schuldig am Tod aller aus dem Haus deines Vaters.
23 Bleibe bei mir, fürchte dich nicht! Denn wer nach meinem Leben trachtet, trachtet auch nach deinem. Bei mir bist du in Sicherheit.

1. Samuel 23
1 Und man berichtete David: Siehe, die Philister kämpfen gegen Keila und plündern die Tennen.
2 Da befragte David den HERRN und sagte: Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen? Und der HERR sprach zu David: Zieh hin und schlage die Philister und rette Keila!
3 Aber die Männer Davids sagten zu ihm: Siehe, wir fürchten uns [schon] hier in Juda, und wie sollten wir gar nach Keila gegen die Schlachtreihen der Philister ziehen?
4 Da befragte David wieder den HERRN, und der HERR antwortete ihm und sprach: Mach dich auf und zieh nach Keila hinab! Denn ich will die Philister in deine Hand geben.
5 Und David zog mit seinen Männern nach Keila und kämpfte gegen die Philister und trieb ihr Vieh weg und brachte ihnen eine grosse Niederlage bei. Und so rettete David die Bewohner von Keila. -
6 Es geschah aber, als Abjatar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach Keila floh, kam er hinab mit einem Ephod in seiner Hand.
7 Und es wurde Saul berichtet, dass David nach Keila gekommen sei. Da dachte Saul: Gott hat ihn verworfen [und] in meine Hand [gegeben]. Denn er hat sich selbst eingeschlossen, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist.
8 Und Saul rief alles Volk zum Kampf auf, um nach Keila hinabzuziehen, damit sie David und seine Männer belagerten.
9 Und als David erkannte, dass Saul Böses gegen ihn schmiedete, da sagte er zu dem Priester Abjatar: Bring das Ephod her!
10 Und David sprach: HERR, Gott Israels! Dein Knecht hat als gewiss gehört, dass Saul danach trachtet, nach Keila zu kommen, um die Stadt um meinetwillen zu verderben.
11 Werden die Bürger von Keila mich in seine Hand ausliefern? Wird Saul herabziehen, wie dein Knecht gehört hat? HERR, Gott Israels, lass es doch deinen Knecht wissen! Und der HERR sprach: Er wird herabkommen.
12 Und David fragte [weiter]: Werden die Bürger von Keila mich und meine Männer in die Hand Sauls ausliefern? Der HERR sprach: Sie werden [dich] ausliefern.
13 Da machten David und seine Männer sich auf, etwa sechshundert Mann, und sie zogen aus Keila fort und streiften umher, von einem Ort zum anderen. Und es wurde Saul berichtet, dass David aus Keila entkommen sei. Da liess er davon ab, [gegen ihn] auszuziehen.
14 Und David blieb in der Wüste auf den Bergfesten, und er blieb im Gebirge in der Wüste Sif. Und Saul suchte ihn alle Tage, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.
15 Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um ihm nach dem Leben zu trachten. Und David war in Horescha in der Wüste Sif.
16 Da machte sich Jonatan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David nach Horescha und stärkte seine Hand in Gott.
17 Und er sagte zu ihm: Fürchte dich nicht! Denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden. Du wirst König über Israel werden, und ich werde der Zweite nach dir sein. Und auch mein Vater Saul hat erkannt, [dass] es so [ist].
18 Und beide schlossen einen Bund vor dem HERRN. David blieb in Horescha, Jonatan aber kehrte nach Hause zurück.
19 Aber die Sifiter zogen zu Saul nach Gibea hinauf und sagten: Hält David sich nicht bei uns auf den Bergfesten verborgen, in Horescha, auf dem Hügel Hachila, der südlich von Jeschimon [liegt]?
20 Und nun, o König, wenn du geneigt bist herabzukommen, so komm herab! Und an uns ist es, ihn in die Hand des Königs auszuliefern.
21 Und Saul entgegnete: Gesegnet seid ihr vom HERRN, dass ihr Mitleid mit mir gehabt habt!
22 Geht hin, vergewissert euch noch mehr und erkundet und passt [genau] auf, an welchem Ort sein Fuss [weilt] und wer ihn dort gesehen hat! Denn man hat mir gesagt, dass er sehr listig ist.
23 Und beobachtet und erkundet alle Schlupfwinkel, in denen er sich versteckt hält, und kommt mit sicherer Kunde wieder zu mir zurück! So werde ich mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Land ist, dann will ich ihn aufspüren unter allen Tausendschaften Judas!
24 Und sie machten sich auf und gingen vor Saul her nach Sif. David aber und seine Männer waren in der Wüste Maon, in der Steppe, südlich von Jeschimon.
25 Saul und seine Männer zogen hin, um ihn zu suchen. Und man berichtete es David, und er ging zum Felsen hinab und blieb in der Wüste Maon. Als Saul das hörte, jagte er David nach in die Wüste Maon.
26 Saul ging auf der einen Seite des Berges, David aber und seine Männer auf der anderen Seite des Berges. Und es geschah, als David sich beeilte, Saul zu entkommen, während Saul und seine Männer [gerade] David und seine Männer umringen wollten, um sie zu fangen,
27 kam ein Bote zu Saul und sagte: Eile und komm! Denn die Philister sind ins Land eingefallen.
28 Da kehrte Saul um von der Verfolgung Davids und zog den Philistern entgegen. Daher nennt man jenen Ort: Sela-Machlekot.

1. Samuel 24
1 Und David zog von dort hinauf und blieb auf den Bergfesten von En-Gedi.
2 Und es geschah, als Saul von der Verfolgung der Philister zurückgekehrt war, berichtete man ihm: Siehe, David ist in der Wüste En-Gedi.
3 Und Saul nahm dreitausend auserlesene Männer aus ganz Israel und zog hin, um David und seine Männer in Richtung auf die Steinbockfelsen zu suchen.
4 Und er kam zu den Schafhürden am Weg, wo eine Höhle war, und Saul ging hinein, um seine Füsse zu bedecken. David aber und seine Männer sassen hinten in der Höhle.
5 Da sagten die Männer Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, von dem der HERR zu dir gesagt hat: Siehe, ich werde deinen Feind in deine Hand geben, damit du mit ihm tun kannst, wie es gut ist in deinen Augen. Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem Oberkleid Sauls ab.
6 Aber danach geschah es, da schlug dem David das Herz, weil er den Zipfel [vom Oberkleid] Sauls abgeschnitten hatte.
7 Und er sagte zu seinen Männern: Das sei vor dem HERRN fern von mir, dass ich so etwas an meinem Herrn, dem Gesalbten des HERRN, tun sollte, meine Hand an ihn zu legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN!
8 Und David wehrte seinen Männern mit [diesen] Worten und erlaubte ihnen nicht, sich an Saul zu vergreifen. Und Saul stand auf, [trat] aus der Höhle heraus und zog seines Weges.
9 Danach machte David sich auf, ging aus der Höhle hinaus und rief hinter Saul her: Mein Herr und König! Und Saul sah sich um, und David neigte sein Gesicht zur Erde und warf sich nieder.
10 Da sagte David zu Saul: Warum hörst du auf die Worte von Menschen, die sagen: Siehe, David sucht dein Unglück?
11 Siehe, an diesem Tag haben deine Augen gesehen, dass der HERR dich heute in meine Hand gegeben hat in der Höhle. Und man drängte [mich], dich umzubringen. Aber ich habe dich verschont und dachte: Ich will meine Hand nicht an meinen Herrn legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN!
12 Sieh, mein Vater, ja, sieh den Zipfel deines Oberkleides in meiner Hand! Denn dass ich einen Zipfel deines Oberkleides abgeschnitten und dich nicht umgebracht habe, daran erkenne und sieh, dass meine Hand rein ist von Bosheit und Aufruhr! Ich habe mich nicht an dir versündigt. Du aber stellst meinem Leben nach, um es [mir] zu nehmen.
13 Der HERR richte zwischen mir und dir, und möge der HERR mich an dir rächen! Aber meine Hand soll nicht gegen dich sein.
14 Wie das alte Sprichwort sagt: Von den Gottlosen kommt Gottlosigkeit; aber meine Hand soll nicht gegen dich sein.
15 Hinter wem zieht der König von Israel her? Wem jagst du nach? Einem toten Hund, einem einzelnen Floh!
16 So sei denn der HERR Richter und richte zwischen mir und dir! Er sehe darein und führe meine Rechtssache und verschaffe mir Recht gegen dich!
17 Und es geschah, als David diese Worte an Saul beendet hatte, sagte Saul: Ist das [nicht] deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul erhob seine Stimme und weinte.
18 Dann sagte er zu David: Du bist gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes erwiesen, ich aber habe dir Böses erwiesen.
19 Du hast heute bewiesen, wie du Gutes an mir getan hast, als der HERR mich in deine Hand ausgeliefert hatte und du mich nicht umgebracht hast.
20 Denn wenn jemand seinen Feind findet, lässt er ihn dann im Guten seinen Weg gehen? So möge der HERR dir Gutes vergelten für das, was du heute an mir getan hast!
21 Und nun siehe, ich habe erkannt, dass du König, ja, König werden wirst und dass in deiner Hand das Königtum Israels Bestand haben wird.
22 So schwöre mir nun bei dem HERRN, dass du meine Nachkommen nicht ausrotten und meinen Namen nicht austilgen wirst aus dem Haus meines Vaters!
23 Und David schwor es Saul. Und Saul ging in sein Haus zurück. David aber und seine Männer stiegen auf die Bergfeste hinauf.


 

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