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Nächste Andacht: Beginnen, aber nicht enden wie Saul Vorige Andacht: Sind wir treue Nachkommen Levi? Andachtarchiv Chronologische Bibellese Datum: Montag, 28.04.2008 Bibelstelle: Psalmen 81, 88, 92-93 Autor: Sergej Klik (Sergej.Klik@msoe.org) Organisation: Mission für Süd-Ost-Europa (http://www.msoe.org) Thema: Der traurigste Psalm Ich begrüße Sie ganz herzlich, liebe Leser! Etwa vor einem Monat waren ich und meine Familie sehr besorgt. Unsere kleinste fünfjährige Tochter Hanna musste dringend ins Krankenhaus wegen einem schweren Verdacht auf Blinddarmentzündung. Schmerz, Angst und Tränen standen bei ihr in den Augen. Doch ziemlich schnell wurde das Problem geklärt und heute geht es unserer Hanna blendend. Das Leben ist vielfältig. Genauso vielfältig sind die Psalmen, die wir heute zusammen lesen werden. So lesen wir heute den Psalm 88, den man als einer der traurigsten Psalmen bezeichnet kann. Er fasst das ernste Gebet eines Menschen in Worte, der andauernd zu leiden hatte. Es ist heute auch der Psalm 81 an der Reihe, der ein Feierlied des Gedenkens an die Errettung des Herrn aus der Sklaverei in Ägypten darstellt. Der Psalm ist voll von Freude, Jubel und Anbetung. Der Psalmist macht anhand der Geschichte klar, dass der HERR auch jetzt die Bedrückung entfernen kann, wenn das Volk im Gehorsam dem HERRn gegenüber wandeln würde. Es ist so wertvoll und wunderbar, dass wir unseren HERRN in alle Bereiche unseres Lebens einbeziehen dürfen, egal ob es um schlechte oder gute Zeiten geht. Es gibt nichts, woran ER nicht teilnehmen kann. Genießen Sie diese Psalmen, nehmen Sie teil an dem Reichtum des Wortes Gottes, liebe Leser! Ich wünsche Ihnen dabei viel Segen! Ihr Sergej Klik PSALM 81 1 Dem Vorsänger. Auf der Gittit. Von Asaph. (081-2) Jubelt Gott, der unsre Stärke ist, jauchzet dem Gott Jakobs! 2 Stimmt ein Lied an und nehmt die Pauke zur Hand, die liebliche Harfe mit dem Psalter! 3 Blaset am Neumond die Posaune, am Vollmond, unserm festlichen Tag! 4 Denn das ist Israels Pflicht; der Gott Jakobs hat ein Anrecht darauf. 5 Er verordnete es zum Zeugnis in Joseph, als er auszog wider Ägypten. 6 Eine Sprache, die ich nicht kannte, hörte ich: «Ich habe die Last von seiner Schulter genommen, seine Hände sind des Tragkorbes los geworden. 7 Da du mich anriefst in der Not, errettete ich dich; ich antwortete dir mit geheimnisvoller Donnerstimme und prüfte dich am Haderwasser. (Pause.) 8 Höre, mein Volk, ich will dich ermahnen; Israel, wenn du mir doch Gehör schenken wolltest! 9 Kein fremder Gott soll unter dir sein, und einen unbekannten Gott bete nicht an! 10 Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus Ägyptenland heraufgeführt hat. Tue deinen Mund weit auf, so will ich ihn füllen! 11 Aber mein Volk hat meiner Stimme nicht gehorcht, und Israel wollte nichts von mir. 12 Da überließ ich sie der Verstocktheit ihres Herzens, dass sie wandelten nach ihrem eigenen Rat. 13 Wollte mein Volk mir gehorchen und Israel in meinen Wegen wandeln, 14 wie leicht könnte ich ihre Feinde demütigen und meine Hand gegen ihre Widersacher wenden! 15 Die den HERRN hassen, müssten ihm schmeicheln; ihre Zeit aber würde ewiglich währen! 16 Und er würde sie mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem Felsen sättigen!» PSALM 88 1 Ein Psalmlied. Von den Kindern Korahs. Dem Vorsänger. Auf der Machalat-Leannot. Eine Unterweisung Hemans, des Esrachiten. (088-2) o HERR, Gott meines Heils, ich schreie Tag und Nacht vor dir! 2 Lass mein Gebet vor dich kommen, neige dein Ohr zu meinem Flehen; 3 denn meine Seele ist der Leiden satt, und mein Lebenslauf neigt sich dem Totenreiche zu. 4 Ich werde schon zu denen gerechnet, die ins Grab sinken, bin geworden wie ein kraftloser Mann. 5 Ich liege unter den Toten, bin den Erschlagenen gleich, die im Grabe ruhen, deren du nicht mehr gedenkst und die von deiner Hand abgeschnitten sind. 6 Du hast mich in die unterste Grube gelegt, in die Finsternis, in die Tiefe. 7 Auf mir lastet dein Grimm, und du bedrängst mich mit allen deinen Wogen. (Pause.) 8 Du hast alle meine Bekannten von mir entfernt, hast mich ihnen zum Abscheu gemacht; ich bin eingeschlossen und kann nicht heraus. 9 Mein Auge ist verschmachtet vor Elend; ich habe dich, HERR, täglich angerufen, meine Hände nach dir ausgestreckt. 10 Wirst du an den Toten Wunder tun, oder werden die Schatten auferstehen und dich preisen? (Pause.) 11 Wird man im Grabe deine Gnade verkündigen, deine Wahrheit im Abgrund? 12 Werden deine Wunder in der Finsternis bekannt gemacht, deine Gerechtigkeit im Lande der Vergessenheit? 13 Und doch habe ich zu dir, HERR, geschrieen, und am Morgen kommt dir mein Gebet entgegen. 14 Warum, HERR, verwirfst du denn meine Seele und verbirgst dein Angesicht vor mir? 15 Von Jugend auf bin ich elend und siech, trage deine Schrecken und weiß mir keinen Rat. 16 Deine Zorngerichte sind über mich ergangen, deine Schrecknisse haben mich gänzlich vernichtet. 17 Sie umgaben mich wie Wasser den ganzen Tag, sie umringten mich allzumal. 18 Du hast Freunde und Gefährten von mir getan; meine Bekannten sind Finsternis. PSALM 92 1 Ein Psalmlied. Für den Sabbattag. Gut ist's, dem HERRN zu danken und zu singen deinem Namen, du Höchster; 2 des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Treue zu verkünden, 3 auf der zehnsaitigen Laute und dem Psalter, zum Harfenspiel. 4 Denn du hast mich erfreut, o HERR, durch dein Tun, und ich rühme die Werke deiner Hände: 5 HERR, wie sind deine Werke so groß, deine Gedanken sind sehr tief! 6 Ein unvernünftiger Mensch erkennt das nicht, und ein Tor beachtet es nicht. 7 Wenn die Gottlosen grünen wie das Gras und alle Übeltäter blühen, so ist's nur, damit sie für immer vertilgt werden. 8 Du aber, HERR, bist auf ewig erhaben! 9 Denn siehe, HERR, deine Feinde, ja, deine Feinde kommen um, alle Übeltäter werden zerstreut werden! 10 Aber mein Horn erhöhst du wie das eines Büffels; ich werde übergossen mit frischem Öl; 11 und mein Auge wird seine Lust sehen an denen, die mir auflauern; und mein Ohr wird seine Lust hören an den Bösen, die sich wider mich erheben. 12 Der Gerechte wird grünen wie ein Palmbaum, er wird wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon. 13 Die gepflanzt sind im Hause des HERRN, werden in den Vorhöfen unsres Gottes grünen; 14 noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftig und frisch, 15 zu verkünden, dass der HERR gerecht ist, mein Fels, und dass nichts Verkehrtes an ihm ist PSALM 93 1 Der HERR ist König, mit Majestät bekleidet; der HERR ist angetan, ist umgürtet mit Macht; auch der Weltkreis steht fest und wird nicht wanken. 2 Dein Thron steht von jeher fest; du bist von Ewigkeit her! 3 Die Wasserströme brausen, o HERR, die Wasserströme brausen stark, die Wasserströme schwellen mächtig an; 4 aber mächtiger als das Brausen großer Wasser, mächtiger als die Meereswellen ist der HERR in der Höhe! 5 Deine Zeugnisse sind sehr zuverlässig; Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses, o HERR, für alle Zeiten.
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