Im Evangelium des Johannes wird von Jesus erzählt. Wir wollen
in kleinen Abschnitten dort hineinschnuppern und uns zum Leben
Jesu mitnehmen lassen.
"Aber nach zwei Tagen ging er von dort weiter anach Galiläa. 44 Denn er selber,
Jesus, bezeugte, daß ein Prophet daheim nichts gilt. 45 Als er nun nach Galiläa
kam, nahmen ihn die Galiläer auf, die alles gesehen hatten, was er in Jerusalem
auf dem Fest getan hatte; denn sie waren auch zum Fest gekommen. 46 Und Jesus kam
abermals nach Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es
war ein Mann im Dienst des Königs; dessen Sohn lag krank in Kapernaum. 47 Dieser
hörte, daß Jesus aus Judäa nach Galiläa kam, und ging hin zu ihm und bat ihn,
herabzukommen und seinem Sohn zu helfen; denn der war todkrank. 48 Und Jesus
sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder seht, so glaubt ihr nicht.
49 Der Mann sprach zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt! 50 Jesus
spricht zu ihm: Geh hin, dein Sohn lebt! Der Mensch glaubte dem Wort, das Jesus
zu ihm sagte, und ging hin. 51 Und während er hinabging, begegneten ihm seine
Knechte und sagten: Dein Kind lebt. 52 Da erforschte er von ihnen die Stunde, in
der es besser mit ihm geworden war. Und sie antworteten ihm: Gestern um die
siebente Stunde verließ ihn das Fieber. 53 Da merkte der Vater, daß es die Stunde
war, in der Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem
ganzen Hause. 54 Das ist nun das zweite Zeichen, das Jesus tat, als er aus Judäa
nach Galiläa kam." (Johannes 4, 43-54)
Die heutige Geschichte ist auf den ersten Blick eine Wundergeschichte.
Jesus macht das Kind des Angestellten gesund. Jesus kann Wunder tun - kann die
Naturgesetze außer Kraft setzen bzw. hier das Fieber des Kindes über eine
größere Distanz beeinflussen. Auf den zweiten Blick ist diese Geschichte eine
Geschichte, in der es um das Wort Gottes und den Glauben geht. Der Angestellte
vertraut Jesus, er setzt sich auf Jesu Wort hin in Bewegung. Und indem dieser
Mann so "Glauben" zeigt, erfährt er die Macht Gottes - die Macht Jesu Christi.
Auch wir Menschen heute, 2000 Jahre später,
können die Macht Gottes erfahren, wenn wir uns auf das Wort Jesu hin
in Bewegung setzen. Glauben im biblischen Sinne bedeutet, auf Jesus zu
hören und dieses in die Tat umzusetzen. Jesu Worte sind in der Bibel
in großer Reichhaltigkeit aufgezeichnet und wir können hören.
Wo sind unsere Taten und unser Glaube?
Wir wünschen Ihnen viele Erfahrungen mit dem auferstandenen Jesus!
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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