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Selig sind ... (Bergpredigt 1/10)
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Wir beginnen an diesem Wochenende mit einer kleinen Serie
zur Bergpredigt - zu diesen bewegenden Worten, Bildern und
Weisungen Jesu, die der Evangelist Matthäus in den Kapiteln 5-7
seines Evangeliums gesammelt hat. Die Bergpredigt beginnt mit
den Seligpreisungen. "Selig sind ..." oder "Freuen dürfen sich ..."
leiten jeweil einen Satz ein. Und diese Sätze haben es in sich!
"Als er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich;
und seine Jünger traten zu ihm. 2Und er tat seinen Mund auf,
lehrte sie und sprach:
-
3 Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
-
4 Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
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5 Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
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6 Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit;
denn sie sollen satt werden.
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7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
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8 Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
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9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
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10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden;
denn ihrer ist das Himmelreich.
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11 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen
schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie
damit lügen. 12 Seid fröhlich und getrost; es wird euch im Himmel
reichlich belohnt werden. Denn ebenso haben sie verfolgt die Propheten,
die vor euch gewesen sind."
(Matthäus 5, 1-12)
Worum geht es Jesus hier? Was will er eigentlich? Jesus will
ermutigen. Jesus möchte Menschen neuen Mut und Orientierung geben,
die enttäuscht, frustriert, orientierungslos und
verfolgt sind. Aber er möchte sie nicht nur
irgendwie aufmuntern, um weiterzumachen - um vielleicht irgendein
Ziel zu erreichen. Jesus möchte zur Quelle führen, zu Gott selbst.
Jesus füllt seine Ermutigung mit ganz klaren inhaltlichen Aussagen.
Er sagt, worum es beim "Reich Gottes" geht: um Gottes Liebe für die,
die nicht stark sind und wegen ihrer Stärke geliebt werden. Um
Trost für alle, die voller Leid sind.
Es geht um Sanftmut, Hunger nach Gerechtigkeit, Barmherzigkeit,
Reinheit des Herzens, Friedfertigkeit. Niemand kann mehr sagen, 'Gott'
sei eine Hülse - man könne nicht wissen, wie Gott ist. Hier zumindest
wird Gott und sein Reich lebendig - es wird uns von innen her vor Augen
gemalt.
Und Jesus füllt seine Ermutigung mit klaren Verheißungen. Gott
wird unser Leid beenden und helfen. Selig sind die Leidtragen - freu
dich in deinem Leid, denn der Trost Gottes kommt. Halte deine
Friedfertigkeit durch, denn so wirst du ein Kind Gottes. Unterdrücke
nicht deinen Hunger nach Gerechtigkeit - denn du sollst ganz satt
werden! Und sei sanftmütig - denn du wirst auf diese Weise das
Erdreich besitzen.
Es gibt wenig stärkere Worte, Bilder und Inhalte auf dieser Erde,
als wir sie in den Seligpreisungen erleben. Ich wünsche Ihnen, daß
Sie von diesem Reich Gottes ergriffen werden, so wie es hier
skizziert wird. Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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