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14.05. Die zweite große Erweckung in Amerika 1795 - 1830 n.Chr.

13.05. Die zweite große Erweckung in Amerika 1795 - 1830 n.Chr.

12.05. Eine neue Zeit der intensiven Mission im frühen 19. Jahrhundert.

11.05. Eine neue Zeit der intensiven Mission im frühen 19. Jahrhundert.

10.05. Englische Reformer und der Existenzialismus Kierkegaards im frühen 19. Jahrhundert

09.05. Liberale Theologie und Romantizismus Anfang des 19. Jahrhunderts

08.05. Liberale Theologie und Romantizismus Anfang des 19. Jahrhunderts

07.05. Liberale Theologie und Romantizismus Anfang des 19. Jahrhunderts
 
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Eine neue Zeit der intensiven Mission im frühen 19. Jahrhundert.
Mit dem Ende des 18. Jahrhunderts rückte die Mission, der Auftrag Jesu, alle Menschen zu seinen Nachfolgern zu machen, neu in den Mittelpunkt des Interesses der christlichen Kirchen. Im 19. Jahrhundert vervielfachte sich die Zahl der Missionare und es wurde eine große Zahl von Missionsgesellschaften gegründet. Nordamerika war daran ebenso beteiligt wie die meisten euroäischen Länder.
 
Einer der großen Führer der Missionsbewegung war William Carey (1761-1834). Er kam aus einer armen Familie in Norhamptonshire in England und wurde mit 14 Schuhmacher. Doch in privater Initiative lernte er noch als Teenager 6 Sprachen zu sprechen. Er war am Aufbau der "English Baptist Missionary Society" beteiligt und einer der ersten Missionare nach Indien. Dort war er gemeinsam mit anderen Missionaren an dem Aufbau von mehr als 120 Schulen beteiligt. Die Bibel wurde in mehr als 40 der 1500 Sprachen Indiens übersetzt. Carey gründete ein medizinisches Zentrum, ein Seminar und unterstützte erfolgreich soziale Reformen, setzte sich insbesondere für Frauen ein.
 
1795 wurde die London Missionary Society gegründet, 1799 die Church Missionary Society, welche Missionare nach Ozeanien, China, Indien, Afrika und den mittleren Osten sandte. In der regel gründeten sie Missionsstationen als christliche Zentren, die aus einer Kirche, einer Schule und einem Krankenhaus bestanden. Die meisten dieser Missionen waren zunächst protestantisch, doch unter dem Pontifikat von Gregor XVI (1831-46) kam es auch im katholischen Bereich zu einer neuen Bereitschaft zur Mission. Die Könige von Spanien und Portugal wollten über diese Missionare die Kontrolle behalten, doch Gregor umging dies durch die Einsetzung von apostolischen Vikaren (Bischöfe), die kein spezielles Gebiet unter sich hatten und dem Papst direkt verantwortlich waren. Er setzte 195 solcher missionarische Bischöfe ein, verdammte die Sklaverei und den Sklavenhandel, setzte sich für eingebore Priester und Bischöfe ein und kämpfte mit den neuen Regierungen in Latein Amerika um das Recht, Bischöfe einzusetzen.
 
Was waren die Gründe für die Explosion der europäischen Missionen? Den Hintergrund bildete die weitreichende Seefahrt, bei der europäische Pioniere die meisten Kontinente per Schiff erreicht und dort Kolonien gegründet hatten. Eroberer wie Captain James Cook waren zu Helden in Europa geworden. Die Europäer lasen und erzählten sich von den entfernten Ländern und ihren Reichtümern und dachten auch an die Menschen, die dort lebten und noch nie von Jesus Christus gehört hatten.
 
Eine Explosion des Handels führte zu regelmäßigen Schiffspassagen von England, Holland, Spanien etc in die Kolonien. Die Erweckungen und gleichzeitigen Verfolgungen in Europa führten zu einer spirituellen Atmosphäre, so daß nicht wenig sich für die Mission öffneten. Gleichzeitig wurde diese Mission durch die Ausdehnung der europäischen Macht in nicht wenigem kompromittiert. Das Christentum wurde von vielen mit europäischem Handel und der europäischen Zivilisation gleichgesetzt. Es wurde so zur Religion der Unterdrücker, auch wenn viele Missionare sich der Ausbeutung der eingeborenen Menschen durch die Kolonialisten widersetzten.
 
Die Geschichten von hingegebenen Missionaren, die mit den Widrigkeiten und Schwierigkeiten ferner Länder zu kämpfen hatten, inspirierten viele junge Leute, auf "das Missionsfeld" zu gehen. Ein berühmtes Beispiel ist das Tagebuch von Allen Gardiner, der 1850 in der südamerikanischen Kälte verhungerte. Er schrieb kurz vor seinem Tode: "Arm und schwach wie wir sind ... fühlen und wissen wir dass Gott hier ist. Schlafend oder wachend bin ich, jenseits jeder Ausdrucksmöglichkeit, voller Glück." Solche Zeugnisse der Aufopferung ermutigten viele Herzen und gaben ihnen neuen Glaubenseifer.
 
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz. [Feedback per Email]



 

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