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Im Zentrum des neuen Testaments
Worum geht es bei dem christlichen Glauben eigentlich? Kann man die vielen verschiedenen Briefe und Erzählungen des neuen Testaments zusammenfassen und auf den Punkt bringen? Danach wollen wir in den kommenden Tagen fragen. An ganz unterschiedlichen Stellen der Bibel geben Jesus und seine Apostel selbst solche kleinen Zusammenfassungen.
 
Wir beginnen heute mit einem Abschnitt aus dem Timotheus-Brief. Gleich zu Beginn des Briefes redet der Apostel Paulus seinem "Sohn im Glauben" Timotheus ins Gewissen und versucht, ihn auf einen geraden und "biblischen" Weg zu bringen.
 
"3 Du weißt, wie ich dich ermahnt habe, in Ephesus zu bleiben, als ich nach Mazedonien zog, und einigen zu gebieten, daß sie nicht anders lehren, 4 auch nicht achthaben auf die Fabeln und Geschlechtsregister, die kein Ende haben und eher Fragen aufbringen, als daß sie dem Ratschluß Gottes im Glauben dienen. 5 Die Hauptsumme aller Unterweisung aber ist Liebe aus reinem Herzen und aus gutem Gewissen und aus ungefärbtem Glauben. 6 Davon sind einige abgeirrt und haben sich hingewandt zu dunnützem Geschwätz, 7 wollen die Schrift meistern und verstehen selber nicht, was sie sagen oder was sie so fest behaupten.
 
8 Wir wissen aber, daß das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht gebraucht, 9 weil er weiß, daß dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern, den Unheiligen und Ungeistlichen, den Vatermördern und Muttermördern, den Totschlägern, 10 den Unzüchtigen, den Knabenschändern, den Menschenhändlern, den Lügnern, den Meineidigen und wenn noch etwas anderes der heilsamen Lehre zuwider ist, 11 nach dem Evangelium von der Herrlichkeit des seligen Gottes, das mir anvertraut ist." (1. Tim 1, 3-11)
 
Paulus stellt die Liebe als "Hauptsumme" aller Lehre dar, als das Zentrum des Glaubens. Die Liebe "aus reinem Herzen" und "aus ungefärbtem Glauben". Es ist nicht irgendeine Liebe, die er hier skizziert, sondern eine Liebe, die sich aus dem ungetrübten Vertrauen in Gott, den Schöpfer und Vater, entwickelt. Es ist eine Liebe, die im Recht bleibt und Recht tut - nicht die Liebe, die zum Ehebruch und zur Zerstörung führt.
 
Ich wünsche Ihnen herzlich, daß Sie persönlich mitten in diesem Zentrum des Evangeliums, der Liebe von und in Jesus Christus, leben können. Roland Potthast für das Evangeliumsnetz. [Feedback per Email]



 

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