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Wer glaubt wird gerecht, wer bekennt, wird gerettet.
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Worum geht es bei dem christlichen Glauben eigentlich? Kann man die vielen verschiedenen
Briefe und Erzählungen des neuen Testaments zusammenfassen und auf den Punkt bringen?
Danach wollen wir in den kommenden Tagen fragen. An ganz unterschiedlichen Stellen der
Bibel geben Jesus und seine Apostel selbst solche kleinen Zusammenfassungen.
Heute schauen wir einen Abschnitt aus dem Brief des Apostels Paulus an die Römer
an, in dem er um prägnante Formulierungen und ein weitreichendes Verständnis der
Rolle Jesu und des Glaubens für einen Menschen ringt. Diese Passage hat die
Christen von der frühen Christenheit bis über die Reformation und die aktuellen
Diskussionen um die Rechtfertigungslehre zwischen katholischer und evangelischen
Kirchen bewegt.
Liebe Brüder, meines Herzens Wunsch ist, und ich flehe auch zu Gott für sie, daß sie
gerettet werden. 2 Denn ich bezeuge ihnen, daß sie Eifer für Gott haben, aber ohne Einsicht.
3 Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und suchen ihre eigene
Gerechtigkeit aufzurichten und sind so der Gerechtigkeit Gottes nicht untertan. 4 Denn
Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubt, der ist gerecht.
5 Mose nämlich schreibt von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt (3. Mose 18,5):
«Der Mensch, der das tut, wird dadurch leben.» 6 Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben
spricht so (5. Mose 30,11-14): «Sprich nicht in deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel
fahren?» - nämlich um Christus herabzuholen - 7 oder: «Wer will hinab in die Tiefe fahren?»
- nämlich um Christus von den Toten heraufzuholen -, 8 sondern was sagt sie? «Das Wort ist
dir nahe, in deinem Munde und in deinem Herzen.» Dies ist das Wort vom Glauben, das wir
predigen. 9 Denn wenn du mit deinem Munde abekennst, daß Jesus der Herr ist, und in deinem
Herzen glaubst, daß ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet.
10 Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt,
so wird man gerettet. 11 Denn die Schrift spricht (Jesaja 28,16):
«Wer an ihn glaubt, wird nicht zuschanden werden.» 12 Es ist hier bkein Unterschied zwischen
Juden und Griechen; es ist über alle derselbe Herr, reich für alle, die ihn anrufen.
13 Denn «wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll gerettet werden» (Joel 3,5).
(Römerbrief Kap 10, 1 ff)
Von Gott voll und ganz angenommen zu werden ist eine Sache des Glaubens, des Vertrauens.
Ein Mensch wird nicht vor Gott gerecht, weil er das Gesetz Gottes ält - so wäre es
nach dem "Alten Bund" (Alten Testament) gelaufen. "Wer dies Gesetz tut, der wird leben."
hieß es da. Doch jetzt gilt ein anderer Bund, der "Neue Bund", das "Neue Testament":
Niemand wurde durch das Gesetz gerecht, aber Gott macht die Menschen gerecht durch
den Glauben an Jesus. Wer an ihn glaubt, ist gerecht, und wer ihn bekennt, wird gerettet.
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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