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Hütet euch vor der Heuchelei! sagt Jesus
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Die Evangelien, die vier ersten Bücher des neuen Testaments, des
zweiten Teiles der Bibel erzählen von Jesu Leben. Hier sind
Ereignisse berichtet, es sind aber auch viele Worte
und Reden Jesu wiedergegeben. Wir
wollen uns auf den Weg machen in den kommenden Tagen und
Wochen in diesen Reden Jesu zu stöbern und zu versuchen,
seine Worte mit ihrer Bedeutung für unser Leben heute
zu verstehen.
Heute geht es um die Heuchelei. Heuchelei nennt man es ja,
wenn ein Mensch etwas anderes tut als er sagt. Doch hören wir
erst einmal zu ...
"Unterdessen kamen einige tausend Menschen zusammen, so daß sie sich untereinander traten.
Da fing er an und sagte zuerst zu seinen Jüngern: Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer, das ist die Heuchelei.
2 Es ist aber nichts verborgen, was nicht offenbar wird, und nichts geheim, was man nicht wissen wird.
3 Darum, was ihr in der Finsternis sagt, das wird man im Licht hören; und was ihr ins Ohr flüstert in der
Kammer, das wird man auf den Dächern predigen.
4 Ich sage aber euch, meinen Freunden: Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und danach nichts
mehr tun können. 5 Ich will euch aber zeigen, vor wem ihr euch fürchten sollt: Fürchtet euch vor dem, der,
nachdem er getötet hat, auch Macht hat, in die Hölle zu werfen. Ja, ich sage euch, vor dem fürchtet euch.
6 Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Groschen? Dennoch ist vor Gott nicht einer von ihnen vergessen.
7 Aber bauch die Haare auf eurem Haupt sind alle gezählt. Darum fürchtet euch nicht; ihr seid besser als viele
Sperlinge. 8Ich sage euch aber: Wer mich bekennt vor den Menschen, den wird auch der Menschensohn bekennen vor
den Engeln Gottes. 9 Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden vor den Engeln Gottes.
10 Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den heiligen Geist
lästert, dem soll es nicht vergeben werden. 11 Wenn sie euch aber führen werden in die Synagogen und vor die
Machthaber und die Obrigkeit, so sorgt nicht, wie oder womit ihr euch verantworten oder was ihr sagen
sollt; 12 denn der heilige Geist wird euch in dieser Stunde lehren, was ihr sagen sollt.
(Lukas 12, 1 ff)
Es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werden wird. Das ist eine
Basis, auf der Heuchelei keinen Bestand haben kann. Denn wer heuchelt,
der tut ja an einer Stelle etwas anderes als an einer anderen - in
Worten oder Werken!
Der Text hier aus dem Lukas Evangelium enthält noch viele weitere Dinge.
Manche davon sind nicht unbedingt sofort verständlich. Da ist der Wert des
einzelnen Menschen, dessen Haare selbst von Gott gezählt sind. Da ist die
Furcht vor den Mächten in dieser Welt, die Jesus hier tadelt. Gott selbst
soll man fürchten, der Heiligkeit und Gerechtigkeit ist. Gott selbst wird
am Ende Recht sprechen. Schließlich geht es um das Bekenntnis zu Jesus, das
allein einen Menschen rettet vor dem Verderben. Dieses Bekenntnis, und hier
schließt sich der Kreis zu den Worten über die Heuchelei, ist ein
Bekenntnis in Wort und Tat. Die "Sünde wider den heiligen Geist" hat schon
zu vielen Diskussionen geführt, was denn nun damit gemeint ist (wir werden
das hier nicht aufgreifen können).
Am Ende verheißt Jesus den Beistand durch den heiligen Geist für alle Menschen,
die ihm in dieser ernsthaften und wahrhaftigen Weise nachfolgen ...
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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