Die Evangelien, die vier ersten Bücher des neuen Testaments, des
zweiten Teiles der Bibel erzählen von Jesu Leben. Hier sind
Ereignisse berichtet, es sind aber auch viele Worte
und Reden Jesu wiedergegeben. Wir
wollen uns auf den Weg machen in den kommenden Tagen und
Wochen in diesen Reden Jesu zu stöbern und zu versuchen,
seine Worte mit ihrer Bedeutung für unser Leben heute
zu verstehen.
Heute geht es um das Reich Gottes, dessen Kommen Jesus den
Menschen ankündigt. Wie kommt dieses Reich, das wir bis heute
so schwer fassen können? Was hat es damit auf sich und was
genau sagt Jesus eigentlich dazu? Hören wir in das Lukas
Evangelium hinein ...
Als er aber von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes?, antwortete er ihnen und
sprach: aDas Reich Gottes kommt nicht so, daß man's beobachten kann; 21 man wird auch nicht sagen:
Siehe, hier ist es! Oder: Da ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch.
22 Er sprach aber zu den Jüngern: Es wird die Zeit kommen, in der ihr begehren werdet, zu sehen einen
der Tage des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen. 23 Und sie werden zu euch sagen: Siehe, da!
Oder: Siehe, hier! Geht nicht hin und lauft ihnen nicht nach! 24 Denn wie der Blitz aufblitzt und
leuchtet von einem Ende des Himmels bis zum andern, so wird der Menschensohn an seinem Tage sein.
25 Zuvor aber muß er viel leiden und verworfen werden von diesem Geschlecht. 26 Und wie es geschah zu den
Zeiten Noahs, so wird's auch geschehen in den Tagen des Menschensohns: 27 Sie aßen, sie tranken, sie
heirateten, sie ließen sich heiraten bis zu dem Tag, an dem Noah in die Arche ging und die Sintflut kam
und brachte sie alle um. 28 Ebenso, wie es geschah dzu den Zeiten Lots: Sie aßen, sie tranken, sie kauften,
sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten; 29 an dem Tage aber, als Lot aus Sodom ging, da regnete es
Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um. 30 Auf diese Weise wird's auch gehen an dem
Tage, wenn der Menschensohn wird offenbar werden.
(Lukas 17,20)
Das Reich Gottes ist mitten unter uns, so sagt es Jesus. Man kann nicht sagen: siehe, hier
ist es, oder: siehe, dort ist es! Wie oft möchten wir Menschen das Reich Gottes
ganz konkret vorzeigen. Komm in diese Gemeinde oder jene Kirche ... Komm in diese
Bruderschaft oder jenen Verein ... All das wird uns nicht das Reich Gottes zeigen
können. Ganz anders wächst dieses Reich: in den Herzen und Taten von Menschen, die
von IHM durch den heiligen Geist erneuert werden.
Und dann beschreibt Jesus, wie sein Wiederkommen aussehen wird. Jeder Mensch auf der
Erde wird es mitbekommen, weil es wie ein Blitz aufleuchtet von einem Ende des Himmels zum
anderen. Es wird offenkundig und nicht mehr verborgen sein. Aber bis dahin wächst
das Reich Gottes im Verborgenen. Die Menschen essen und trinken wie eh und je, und viele
kümmern sich nicht um diese Dinge. Aber das Reich Gottes wächst in den Herzen der
Menschen, die Jesus vertrauen.
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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