Gestern haben wir über den Haß geredet, der uns Menschen
überkommen kann, wenn wir dem Anspruch Gottes an unser
Leben begegnen. Jesus nennt das einen "Haß ohne Grund",
denn er entzündet sich an dem, was eigentlich richtig
und gerecht ist - Gott in seiner ganzen Größe und seiner
zentralen Rolle für die Schöpfung wahr- und anzunehmen.
Doch Jesus bleibt nicht allein bei der Beschreibung und
Voraussage des Haßes stehen. Er verheißt den heiligen
Geist als Tröster und Helfer.
Lesen wir den Text noch einmal im Original nach dem
Johannes Evangelium:
Wenn euch die Welt haßt, so wißt, daß sie mich vor euch gehaßt hat.
19 Wäret ihr von der Welt, so hätte die Welt das Ihre lieb.
Weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus
der Welt erwählt habe, darum haßt euch die Welt. 20 Gedenkt an
das Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer
als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie euch auch
verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures
auch halten. 21 Aber das alles werden sie euch tun um meines
Namens willen; denn dsie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
22 Wenn ich nicht gekommen wäre und hätte es ihnen gesagt,
so hätten sie keine Sünde; nun aber können sie nichts vorwenden,
um ihre Sünde zu entschuldigen. 23 Wer mich haßt, der haßt auch
meinen Vater. 24 Hätte ich nicht die Werke getan unter ihnen,
die kein anderer getan hat, so hätten sie keine Sünde. Nun aber
haben sie es gesehen, und doch hassen sie mich und meinen
Vater. 25 Aber es muß das Wort erfüllt werden, das in ihrem
Gesetz geschrieben steht: «Sie hassen mich ohne Grund» (Psalm 69,5).
26 Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde
vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der
wird Zeugnis geben von mir. 27 Und auch ihr seid meine Zeugen,
denn ihr seid von Anfang an bei mir gewesen.
(Johannes 15,18 ff)
Die Christen sind berufen, Zeugen Jesu zu sein. Sie sollen
für ihn einstehen und sich zu ihm bekennen. Das Bekenntnis macht
einen Menschen erst zum Christen - ohne Glaube und Bekenntnis,
so sagt auch der Apostel Paulus immer wieder, geht es nicht!
Dieses Bekenntnis kommt aber nicht allein aus menschlicher
Einsicht und menschlichem Verstand. Der heilige Geist ist
daran beteiligt - er kommt zu einem Menschen und nimmt dort
Wohnung, wenn dieser sein Leben Jesus anvertraut.
Der heilige Geist ist Tröster und Helfer für den Christen oder
die Christin. Er verdeutlicht dem Christen die Zusammenhänge um
Jesus. Er hilft, die richtigen Worte zu finden. Er bringt uns
Gott in unbeschreiblicher und doch realer Weise nahe - so daß
wir nicht wie die elternlosen Kinder sind, sondern wie die
Kinder an ihres Vaters und ihrer Mutter Hand.
Ich wünsche Ihnen herzlich diese Erfahrung des Trostes und der
Nähe des Vaters in IHREM Leben.
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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