Wir sind eine reiche Gesellschaft im Deutschland und
Europa des Jahres 2002. Alle wichtigen elementaren Bedürfnisse
sind gestillt - grundsätzlich bräuchte keiner zu hungern
oder zu frieren. Und doch ist aller Reichtum brüchig
und gefährdet. Wir erleben dies, wenn wir von Arbeitslosigkeit
bedroht sind, oder wenn unser Geschäft schlechter geht.
Mitten hinein in diese satte Selbstgenügsamkeit kommen
die Worte Jesu wie ein Blitz:
"Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo
sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe
einbrechen und stehlen. 20 Sammelt euch aber Schätze
im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und
wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen.
21 Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz."
"Niemand kann zwei Herren dienen: entweder er wird den
einen hassen und den andern lieben, oder er wird an
dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht
Gott dienen und dem Mammon.
25 Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben,
was ihr essen und trinken werdet; auch nicht um euren Leib,
was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die
Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung? 26 Seht die
Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten
nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer
himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht
viel mehr als sie?
27 Wer ist unter euch, der seines
Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte, wie sehr er
sich auch darum sorgt? 28 Und warum sorgt ihr euch um
die Kleidung? Schaut die Lilien auf dem Feld an, wie
sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
29 Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner
Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.
30 Wenn nun Gott das Gras auf dem Feld so kleidet, das
doch heute steht und morgen in den Ofen geworfen wird:
sollte er das nicht viel mehr für euch tun, ihr Kleingläubigen?
31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden
wir essen? Was werden wir trinken? Womit werden wir uns
kleiden? 32 Nach dem allen trachten die Heiden. Denn euer
himmlischer Vater weiß, daß ihr all dessen bedürft.
33 Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner
Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.
34 Darum sorgt nicht für morgen, denn der morgige Tag
wird für das Seine sorgen. Es ist genug, daß jeder Tag
seine eigene Plage hat."
(Matthäus 6, 16-34)
Wer Ohren hat zu hören, der höre!
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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