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26.02. Bibel lesen - was soll das?

25.02. Eine erste Flucht und Asyl in Ägypten. (Matthäus Evangelium 2,2)

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Eine erste Flucht und Asyl in Ägypten. (Matthäus Evangelium 2,2)
Wer ist Jesus? Was will Jesus? Was sagt Jesus? Wie hat er gelebt und was hat er getan? Was ist heute mit Jesus? Im Evangeliumsnetz lesen wir das Evangelium des Matthäus und begegnen in biblischen Berichten und Geschichten Jesus Christus.
 
Gottes Sohn kommt in die Welt - das ist die Geschichte von Jesus. Und dieser Sohn Gottes ist von Anfang an all den Schwierigkeiten und Widrigkeiten des Lebens unterworfen - wie jeder andere Mensch auch. Heute lesen wir über die erste Flucht der Familie Jesu gleich nach der Geburt, über ihr erstes Asyl in Ägypten und über eine Verfolgung durch den König Herodes.
 
Als sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Josef im Traum und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und flieh nach Ägypten und bleib dort, bis ich dir's sage; denn Herodes hat vor, das Kindlein zu suchen, um es umzubringen. 14 Da stand er auf und nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich bei Nacht und entwich nach Ägypten 15 und blieb dort bis nach dem Tod des Herodes, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Hosea 11,1): «Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen.»
 
16 Als Herodes nun sah, daß er von den Weisen betrogen war, wurde er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder in Bethlehem töten und in der ganzen Gegend, die zweijährig und darunter waren, nach der Zeit, die er von den Weisen genau erkundet hatte. 17 Da wurde erfüllt, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, der da spricht (Jeremia 31,15): 18 «In Rama hat man ein Geschrei gehört, viel Weinen und Wehklagen; Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen.»
(Matthäus 2,13 ff)
 
Jesus ist als "Sohn Gottes" verfolgt. Wie typisch ist dieses Schicksal Jesu im Vergleich der Geschichte. Wo immer Machthaber ihre Macht gefährdet sahen, haben sie mit Abwehr und nicht selten auch mit Mord reagiert.
 
Interessant ist hier, daß Josef von dieser angehenden Verfolgung träumt und Betlehem verläßt. Wie klar war dieser Traum? War es nicht nur ein Traum? Sollte Josef auf diesen Traum hin losziehen in ein fremdes Land, nach Ägypten? Ist nicht der ganze christliche Glaube nur ein Traum, jenseits aller Wirklichkeit? Schon hier, bei der ersten Rettung des Sohnes Gottes, geht es um den Glauben. Josef geht aus Glauben nach Ägypten, weil er Gottes Stimme hört und ihr folgt. Es ist hier eine leise Stimme - verborgen in seinen eigenen Träumen ...
 
Interessant ist hier auch der Umgang mit den alttestamentlichen Prophetien. Einzelne Sätze werden klar auf das Schicksal Jesu hin ausgelegt, auf diese Verfolgung.
 
Es ist der Kindermord von Betlehem unter Theologen umstritten. Es gibt bisher keine außer-biblischen Belege für den Kindermord in Betlehem. Hat er stattgefunden oder ist er eine Erfindung der frühen Gemeinde rund 50 Jahre später? Solange hier Belege aus Archäologie oder Geschichtsschreibung fehlen, sind wir auf die Zeugnisse des neuen Testaments verwiesen - und die sind auch in dieser Frage sehr glaubwürdig. Man mag sich auch fragen, welches Interesse die jüdische oder römische Macht an der Dokumentation eines solchen örtlichen Verbrechens für die Nachwelt hatte.
 
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz. [Feedback per Email] [ Bibelseminar]



 

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