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Wie kam Jesus nach Nazareth? (Matthäus 2,19ff)
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Warum sollte ich heute die Bibel lesen? Wozu? Ist das
spannend? Ist es interessant? Ist es nicht nur etwas für
Leute von gestern? Ist es etwas für Pastoren und Theologen?
Kann ich als normaler moderner Mensch von heute etwas
mit der Bibel anfangen und - wenn ja - was?
Gibt es dazu Anleitung und Hilfestellung? Wo kann ich diese
Hilfestellung bekommen?
Wir haben in den letzten Tagen gelesen von der Geburt Jesu
und von der Flucht der kleinen Familie nach Ägypten. Heute
geht es um die Rückkehr von Jesus, Maria und Josef nach
Israel - insbesondere in die Stadt Nazareth. Schauen wir hinein
in einen Originalbericht - das Matthäus Evangelium:
Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel
des Herrn dem Josef im Traum in Ägypten 20 und sprach: Steh auf,
nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und zieh hin in
das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kindlein
nach dem Leben getrachtet haben. 21 Da stand er auf und
nahm das Kindlein und seine Mutter mit sich und kam in das
Land Israel. 22 Als er aber hörte, daß Archelaus in
Judäa König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete
er sich, dorthin zu gehen. Und im Traum empfing er Befehl
von Gott und zog ins galiläische Land 23 und kam und wohnte
in einer Stadt mit Namen Nazareth, damit erfüllt würde,
was gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazoräer heißen.
Wieder ist es ein Traum, in dem Josef die Stimme Gottes hört.
Wie schon bei der Flucht nach Ägypten redet Gott während
des Schlafes. Wieder ist es diese merkwürdige Art in der
Nacht, wenn der Mensch ganz ohne eigene Aktivität ist.
Was sagt uns diese Art des Redens Gottes über Gott und uns
Menschen?
Oft sind wir tagsüber so beschäftigt,
daß wir die Stimme Gottes nicht zu hören vermögen.
Und wenn wir Gottes Stimme hören, der durch seinen heiligen
Geist zu uns spricht, dann erkennen wir selten seine Stimme
als die solche. Gott spricht darum manchmal durch Träume.
Das hat biblisch gesehen eine
lange Tradition und ist schon von Josef bekannt, aus den
Zeiten des Alten Testaments.
Warum spricht Gott nicht klar und vernehmbar, wie eine Stimme
aus der Donnerwolke? Warum nicht per Briefpost, schwarz auf
weiß? Warum so schwer faßbar "im Traum"? Warum durch andere
Menschen, durch Propheten und Lehrer, durch Pastoren und
Verkündiger? Warum nicht direkt?
Ich sehe in diesen Fragen keine retorischen Fragen. Sie sind
sehr ernst gemeint. Und doch denke ich heute, daß es eine klare
Antwort darauf gibt. Gott redet auch direkt. Er hat geredet
durch seinen Sohn Jesus. Er hat durch Propheten ganz klar und
direkt geredet. "Wer Ohren hat zu hören, der höre!" sagt Jesus
immer wieder ("was der Geist den Gemeinden zu sagen hat").
Es ist eher unser gestörtes Hörvermögen,
welches das Gespräch mit Gott, Hören und Reden, verhindert!
Auch heute redet Gott ganz klar, direkt und persönlich, wenn
man in der Bibel liest und diese Worte unser Herz erreichen.
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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