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Psalm 39: Im Angesicht der Vergänglichkeit
Die Psalmen sind Lieder über die Jahrtausende. Menschen zu Zeiten Alexander des Großen haben darin Trost und Zuspruch gefunden genauso wie die neutestamentlichen Christen in den Verfolgungen der ersten Jahrhunderte und unzählige Menschen in Mittelalter und Neuzeit. Gott spricht durch diese Lieder mitten in unser Herz hinein und sucht auch heute noch Menschen, die sich nach ihm ausstrecken.
 
Jeder Mensch muß sterben. Der Tod beendet unsere Hoffnungen und unsere Mühen, er nimmt uns alle Güter, die wir auf dieser Erde erworben haben. Die Bibel ist in ihrer Analyse des menschlichen Lebens schonungslos offen. Wir werden heute gemeinsam mit David der Vergänglichkeit begegnen.
 
"Ein Psalm Davids, vorzusingen, für Jedutun. 2 Ich habe mir vorgenommen: Ich will mich hüten, daß ich nicht sündige mit meiner Zunge; ich will meinem Mund einen Zaum anlegen, solange ich den Gottlosen vor mir sehen muß. 3 Ich bin verstummt und still und schweige fern der Freude und muß mein Leid in mich fressen. 4 Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe; wenn ich daran denke, brennt es wie Feuer. So rede ich denn mit meiner Zunge:
 
5 «HERR, lehre mich doch, daß es ein Ende mit mir haben muß und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muß. 6 Siehe, meine Tage sind eine Handbreit bei dir, und mein Leben ist wie nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher leben! SELA. 7 Sie gehen daher wie ein Schatten und machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es einbringen wird.»
 
8 Nun, Herr, wessen soll ich mich trösten? Ich hoffe auf dich. 9 Errette mich aus aller meiner Sünde und laß mich nicht den Narren zum Spott werden. 10 Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; denn du hast es getan. 11 Wende deine Plage von mir; ich vergehe, weil deine Hand nach mir greift. 12 Wenn du den Menschen züchtigst um der Sünde willen, so verzehrst du seine Schönheit wie Motten ein Kleid. Wie gar nichts sind doch alle Menschen. SELA. 13 Höre mein Gebet, HERR, und vernimm mein Schreien, schweige nicht zu meinen Tränen; denn ich bin ein Gast bei dir, ein Fremdling wie alle meine Väter. 14 Laß ab von mir, daß ich mich erquicke, ehe ich dahinfahre und nicht mehr bin."
(Psalm 38)
 
Woher kommt das Leid in unserem Leben? David erkennt hier Gottes Handschrift in dem Leid seines eigenen Lebens. Er sieht seine Sünde als die Ursache, Gottes Strafe als gerechtes Vorgehen des geliebten Schöpfers.
 
Der Mensch ist nichts vor dem Schöpfer des Universums. In den Jahrmillionen seit Beginn der Schöpfung ist unsere Lebensspanne von wenigen Jahren verschwindend gering. Unsere Kraft ist klein. 6 Milliarden Individuen leben heute schon auf der Erde. Das sind 6 Milliarden Hoffnungen auf ein besseres Leben. 6 Milliarden mal Leid und Angst, Liebe und Leidenschaft, Freude und Freundschaft.
 
Davids Bedeutung liegt nicht in seiner Größe als König. Seine Bedeutung liegt in dem, was auch uns Bedeutung geben wird, jedem einzelnen der 6 Milliarden Menschen dieser Erde. Davids Bedeutung liegt in der Beziehung zu der Quelle des Lebens, zu Gott, dem Schöpfer und Vater, zu Jesus Christus, seinem Sohn, (der schon im Anfang war) durch den heiligen Geist.
 
Ich wünsche Ihnen die größte und schönste Bedeutung und Zuwendung dieses Universums - Gottes Liebe, wenn er zu Ihnen sagt: DIR gilt meine Liebe und rufe dich zu mir. Roland Potthast für das Evangeliumsnetz. [Feedback per Email]



 

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