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Was Nachfolge Jesu bringt ... (Matthäus 19, 27ff)
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Wir befinden uns auf einer Tour durch das Matthäus Evangelium. Jesus ist
mit seinen Jüngern unterwegs. Er zeigt ihnen, wie ein Leben in Gemeinschaft
mit Gott aussieht. Er predigt und heilt, er ist Vorbild und Leiter dieser
Gemeinschaft. So kommt es zu vielerlei tiefliegenden Gesprächen zwischen
Jesus und den Jüngern ...
Da fing Petrus an und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und
sind dir nachgefolgt; was wird uns dafür gegeben? 28 Jesus aber sprach zu ihnen:
Wahrlich, ich sage euch: Ihr, die ihr mir nachgefolgt seid, werdet bei der
Wiedergeburt, wenn der Menschensohn sitzen wird auf dem Thron seiner
Herrlichkeit, auch sitzen auf zwölf Thronen und richten die zwölf Stämme
Israels. 29 Und wer Häuser oder Brüder oder Schwestern oder Vater oder Mutter
oder Kinder oder Äcker verläßt um meines Namens willen, der wird's
hundertfach empfangen und das ewige Leben ererben. 30 Aber viele, die die
Ersten sind, werden die Letzten und die Letzten werden die Ersten sein.
(2. Kor 9:10-11)
Erstens: Jesus gibt den zwölf Aposteln eine klare Verheißung, eine
Voraussage über ihr Schicksal welches weit über die momentane Situation
hinausreicht. Wenn die Welt zum Ende kommt, wenn ER, Jesus, wiederkommt
in Herrlichkeit, dann werden sie auf zwölf Thronen sitzen und die
zwölf Stämme Israels richten. Das ist eine weitreichende Sache. Wer ist
der Weltenrichter? Wer schafft am Ende volle Gerechtigkeit? Es ist
Jesus mit seinen Aposteln und seinen Jüngern. Diese Dinge reichen weit
über unser Jahrhundert hinaus. Sie reichen über die Gesetze und
Möglichkeiten dieses Universums hinaus. Wer nicht mit Gottes Macht und
Möglichkeiten rechnet, dem wird all das unverständlich und verborgen
bleiben müssen.
Zweitens: Jesus verheißt hundertfachen Lohn und das ewige Leben all denen,
die auf dieser Welt Dinge oder Menschen verlassen um seinetwillen. "Folge
mir nach" kann dazu führen, daß wir echten Verlust erleiden mitten in dieser
Welt. Die Entwicklung von Karrieren und Familien wird der Glaube beeinflussen,
weil er tiefer sieht und weiter sieht als der im Weltlichen gefangene Blick.
Wer die Perle Jesus findet, der wird alles andere als müden Abglanz seiner
Herrlichkeit betrachten. Das wahre Leben verändert unser Wünschen und
Wollen, wenn wir ihm in Offenheit begegnen. Und die Entscheidungen für Jesus
bleiben nicht ohne Konsequenzen, nicht ohne Folgen. Jesus sagt sogar: ihr
werdet es hundertfach wieder empfangen. Welche eine Ermutigung. Und am
Ende steht das ewige Leben. Wer es fassen kann, der fasse es!
Drittens: Viele, welche jetzt die Ersten sind, werden die Letzten sein. Und die
Letzten werden die Ersten sein. Wenn es um das Reich Gottes geht, drehen sich
mancherlei Hierarchien und Reihenfolgen um. Jesus urteilt nicht nach
äußerlichen Maßstäben. Jesus sieht ins Herz, er urteilt in Gerechtigkeit. So
kann es sein, daß ein Bettler und mittelloser Mensch zum König wird, aber
ein Reicher vor Gott nichts hat. So kann es sein, daß ein angesehener Pastor
vor Gott klein und elend ist, aber ein einfaches und unscheinbares
Gemeindemitglied vor dem Herrn der Welt an der ersten Stelle steht. "Wer groß
sein will unter euch, der soll euer aller Diener sein." sagt Jesus in
Markus 10, 43. Wir Menschen denken so oft in weltlichen Ranglisten. Gott
aber denkt in göttlichen Ranglisten. Die Kinder stehen hier ganz weit oben
und alle, die wie die Kinder zu ihm kommen. Was für ein Gott!
Roland Potthast für das Evangeliumsnetz.
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