Denken führt zum Danken!

Das ist ein köstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, du
Höchster, des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkündigen.

Psalm 92, Verse 2 und 3



Mancher Christ der Ernst mit Gott und Jesus Christus macht, klagt
darüber, dass er keine Verbindung mehr zu Gott und dem Herrn Jesus Christus bekommt und seine Gebete vergeblich scheinen. Er fragt dann,
ob er vielleicht verloren ist, Gott sich von ihm abgewandt hat oder er gar
ein Kandidat für die Hölle ist.

Wenn man dann nachfragt, stellt sich heraus, dass der oder die Betreffende
es mit den Ernst "zu ernst" macht. Das heißt, dass der betreffende Christ, ohne dass ihm das bewusst wird, versucht, "Gott in den Griff zu bekommen" bzw. "zu etwas zu zwingen". Aber Gott lässt sich nun mal nicht zwingen.

Der Christ hat den, an sich guten Wunsch, mit aller seiner Kraft, fest im Glauben zu stehen und im Zusammenhang damit, so etwas wie eine "Standleitung" zu Gott zu haben, mittels derer er den gewünschten Kontakt zu Gott aufnehmen kann, wann immer es ihm beliebt.

Und Gott muss dann reagieren, wenn man sich schon so viel Mühe gibt, Gott
zu gefallen.

Und eben das kann gar nie funktionieren!

Und das aus folgenden Gr0nden:

Der Glaube ist nicht machbar, sondern ein durch den Heiligen Geist gewirktes
Geschenk Gottes. Wer den Glauben allein zu seiner Sache macht, vergisst das. Glaube hat etwas mit Liebe zu tun. Und Liebe lässt sich gar nie erzwingen. Was im menschlichen Miteinander nicht funktioniert, funktioniert schon gar nicht Gott gegenüber.

Es soll ja Menschen geben, die ihre Liebe zu ihren Lieben ebenso in den Griff bekommen und absichern wollen und sich dann wundern, wenn sich der oder die so Vereinnahmte abwendet. Manche meinen auch, Gott sagen zu
müssen, was Er tun soll, statt Ihm die Sache hinzulegen und Seinen
Willen anzubefehlen.

Menschen, die meinen keinen Kontakt mehr zu Gott haben, rate ich, es einmal mit dem Loben und Danken zu versuchen.

Einmal darüber nachdenken, was wir Gott verdanken. Das fängt damit an, dass es mich überhaupt gibt, dass ich immer noch lebe, dass ich Kleidung, Wohnung und Nahrung habe. Je mehr ich darüber nachdenke, um so mehr fällt mir ein.

Ich komme bei meiner Aufzählung an gar kein Ende, denn alles was ich bin und habe, einschließlich des Glaubens, ist Gabe Gottes. Daran erkenne ich, dass ich ständig von Gott getragen und umgeben bin, auch dann, wenn ich es nicht spüre.

Wenn wir das Gott in einem Dankgebet vorbringen und Ihn darüber loben und preisen, "kommt Neues ins Leben hinein, eine Freude die du nie gekannt", wie es in einem Leid heißt.

Wer meint, dass ihm der Kontakt zu Gott abhanden gekommen ist, möge es einmal damit versuchen, denn wenn wir Gott ehrlich loben und preisen fällt etwas vom Glanz der Herrlichkeit Gottes in unser Leben zurück.


Jörgen Bauer