Die Stadt der Zukunft

Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.

Hebräer 13, Vers 14


So stand es in der Zeitung: Ein bekannter Handwerksbetrieb der
Lebensmittelbranche, der zahlreiche Filialen unterhielt, musste wegen Konkurs
schließen.

Das hat man öfters, dass ein Großvater einen Betrieb unter großem Einsatz aufbaut, der Sohn das Werk fortführt und es unter den Enkeln dann bergab geht, wobei ich die Gründe im vorliegenden Fall allerdings nicht kenne. Was auffällt ist allerdings auch hier der Drei-Generationen-Verlauf.

So etwas ist bitter. Man hat letztlich all die Jahre und Jahrzehnte umsonst gearbeitet. Und tragisch ist es dann, wenn vielleicht ein Sohn gezwungen
wurde den ungeliebten Beruf des Vaters zu erlernen, damit dessen Lebenswerk nicht vergeblich war.

Gleiches gibt es natürlich auch in anderen Bereichen. Das hoffnungsvolle
Karrieren abrupt enden, Lebenswerke umsonst waren, Hoffnungen und Erwartungen unerfüllt blieben.

Ja, so ist es! Nichts hat Bestand. Alles vergeht! Angefangen bei Kleinbetrieben bis hin zu großen Imperien. Wie unnütz der Versuch, sich hier für die Ewigkeit einrichten zu wollen. Irgendwann ist immer Schluss. Spätestens dann, wenn wir sterben müssen.

Weil daran nicht zu rütteln ist, werden wir im Wort Gottes ständig an unsere
Vergänglichkeit erinnert und dazu aufgefordert unser Tun und Lassen danach auszurichten. Das heißt, sich immer wieder zu fragen, was wirklich zählt, was
Ewigkeitswert hat, was auch noch hält und trägt, wenn Hoffnungen und
Erwartungen enttäuscht werden. Wobei "enttäuschen" auch als ent-täuschen,
als Befreiung von einer Täuschung, verstanden werden kann.

Die Antwort darauf finden wir im Wort Gottes. Wir tun deshalb gut daran,
bei der Gewohnheit zu bleiben, uns jeden Tag Zeit für Gott und sein Wort nehmen. Es lohnt sich, weil wir dadurch täglich zu neuen Einsichten und Erkenntnissen kommen, die uns aus Enttäuschungen heraushelfen und
wieder sicheren Grund unter die Füße geben.

Wenn wir auf das Ewige und Zukünftige zu schauen, schlagen wir Wurzeln in der Ewigkeit, die uns tragen, wenn es schwierig wird.

Sagen wir also nicht, wir haben keine Zeit uns mit Gottes Wort zu befassen. Wirklich keine Zeit mehr haben wir erst dann, wenn unser letztes Stündlein schlägt.

Warum nicht am Morgen die Zeitung erst dann lesen, wenn man sich zuvor
mit dem Wort Gottes befasst hat? Wenn man erkennt, dass Gott im
Regiment sitzt, sind viele Nachrichten viel leichter zu ertragen. Ein stärkendes Gotteswort am Morgen, und der Tag nimmt einen guten Verlauf.

Betrachten wir unser Leben immer wieder auch von seinem Ende her. Was ist dann noch wichtig und was zählt dann? Und tun wir das, was zählt, möglichst
sofort, solange noch Zeit dazu ist



Jörgen Bauer