Kein gewöhnliches Buch!

Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als jedes zweischneidige Schwert und dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist,
auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des Herzens.

Hebräer 4, Vers 12



Letztens las ich von einem Bischof, für den die Bibel früher mal eine göttliche
Offenbarung war, es jetzt aber nicht mehr ist. Durch sein Studium kam er zu der Erkenntnis, dass die Bibel ein ganz gewöhnliches Buch, so wie auch jedes andere Buch der Weltliteratur, ist.

Dieser Erkenntnis konnte er sich nicht verschließen, auch wenn die Bibel viele
nachdenkenswerte Aussagen enthält.

Wer die Dinge so sieht, wie dieser Bischof, kann durchaus ein gläubiger Mensch sein. Er hat aber das Fundament verloren auf dem der Glaube ruht.
Seine Predigten können deshalb nur noch philosophische Betrachtungen mit
christlichem Anstrich sein.

Ich kann mir gut vorstellen, dass ein Theologiestudium, bei dem die Bibel zerpflückt und durch und durch angezweifelt und infrage gestellt wird, zu
solchen "Erkenntnissen" führen kann.

Ich weiß nicht, wer sich noch an die Werbung für den Kräuterlikör "Jägermeister" erinnert, wo es hieß: "Er trinkt Jägermeister, weil..."
und dann kam irgendeine Kuriosität. Ich habe den Werbespruch mal so umgewandelt: "Er trinkt Jägermeister, weil er nach 3 Semestern Theologie immer noch an Gott glaubt."

Der heutige Vers sagt über das Wort Gottes, und damit die Bibel, etwas ganz
anderes aus, und wenn man in der Bibel liest, spürt man, dass diese völlig
anders, als andere Bücher ist.

Das fängt schon damit an, dass die Menschen so gezeigt werden, wie sie sind.
Da wird nichts schön geredet. Die Perspektive aus der die Dinge beschrieben werden ist eine völlig andere, als die, aus der die Dinge sonst geschildert werden. Auch ist die Weite der Bibel eine ganz andere. Sie geht über das
Irdische hinaus und reicht bis in die Ewigkeit.

Der heutige Vers sagt aus, dass das Wort Gottes trifft, dass es unser Herz und Gewissen anspricht und verändert. Über diese Menschen von Grund auf
verändernde Wirkung des Wortes Gottes, gibt es viele Zeugnisse.

Wenn wir die Bibel mit gläubigem Herzen lesen, dann sagt sie uns jeden Tag
etwas, was uns nachdenklich macht und immer auch ein bisschen verändert.
Aus ihr spricht Gott selbst zu uns. Ohne sie finden wir nicht zum Glauben und
ohne sie bleiben wir auch nicht im rechten Glauben.

Die Ansicht, wie ich sie schon gehört habe, "ich glaube an Gott, aber zu was brauche ich die Bibel?", ist eine völlig falsche.

Die Bibel wird, wegen ihrer das Leben verändernden Kraft, nicht umsonst
von christenfeindlichen Regimen gefürchtet, die den Besitz der Bibel zum Teil unter Todesstrafe stellen.

Wir wollen Gott deshalb danken, dass wir sein Wort haben und davon regen
Gebrauch machen. Es zeigt uns den Weg ins ewige Leben.


Jörgen Bauer