Hat die Feindesliebe Grenzen?

Aber ich sage euch, die ihr zuhört: Liebt eure Feinde; tut wohl
denen, die euch hassen; segnet, die euch verfluchen; bittet für
die, die euch beleidigen.

Lukas 6, Verse 27 und 28



Was empfindet man bei den folgenden Koranaussagen:?

"Tötet die Muschikreen (die Götzendiener), die Trinitarier: (die an die
Dreieinigkeit glauben) wo ihr sie findet, und ergreift sie und belagert
sie und lauert ihnen in jedem Hinterhalt auf.

...und ladet Leute der Schrift (Bibel) nicht ein zum Frieden, während
ihr die Oberhand habt.“

Und es sprechen die Nazarener (Christen): „Der Messias ist Gottes
Sohn. Solches ist das Wort ihres Mundes. Allah schlage sie tot! Wie sind
sie betrogen“.

Tötet sie, Allah wird sie strafen durch eure Hände, und macht sie zu-
schanden“."

Das sind klare und eindeutige Koranaussagen, die sich eindeutig gegen
die Christen richten, wobei es nicht immer erwünscht ist, solche Aussagen
zur Kenntnis zu nehmen oder gar zu zitieren, weil sie die erwünschte
chrislamische Harmonie belasten könnten. Deshalb dürfen sie auch nicht
wahr sein. Sehr schnell kann man sonst zum "islamophoben Rassisten"
und was es da so mehr an Verbalinjurien gibt, erklärt werden.

Der gläubige Muslim, der Wert darauf legt, nicht in die Hölle zu kommen,
tut allerdings gut daran die koranischen Aussagen zu beherzigen, weshalb
man um diese wissen muss.

Interessant ist, dass bei den koranischen Aussagen möglicherweise eine Anleihe bei biblischen Aussagen genommen wurde, bei denen es um das Jüngste Gericht, die ewige Verdammnis usw. geht, wo der Sünder dem (ewigen) Tod anheimfällt und alle Sünde ausgemerzt wird. Erst danach
kommt es zur Neuschöpfung Gottes. Ohnehin ist nach biblischer Aussage
der Tod der Preis für die Sünde.

Allerdings ist es im Christentum Gott bzw. der Weltenrichter Jesus Christus,
der das Urteil spricht. Nach islamischer Lehre sind die "Gläubigen", die
Muslime, beautragt, das Gericht zu vollziehen und die Sünder auszumerzen
oder ersatzweise zwangszubekehren, weil erst danach alles neu und besser werden kann.

Jesus Christus hat uns mit der weltweiten Verkündigung des Evangeliums
beauftragt. Die Muslime und die Angehörigen anderer Religionen und
Weltanschauungen sind davon nicht ausgenommen. Auch sie haben ein
Anrecht darauf zu erfahren, wer in Wirklichkeit ihr Herr und Heiland ist.

Das alles soll in Liebe, ohne Druck, Gewalt oder Drohungen geschehen.
Unsere einzige Waffe ist das Wort Gottes, das, wie es sich immer wieder
zeigt, nicht ohne Wirkung bleibt, besonders dann, wenn dabei die
Feindesliebe im Sinne der heutigen Verse praktiziert wird.

Leider ist es aber so, dass sich die Christenheit oft genug nicht daran
gehalten hat, sondern sich so verhielt, wie in den eingangs dargestellten
Koranaussagen. Und auch zu Zeiten des Alten Testaments ging es oftmals
in diesem Sinne zu.

Eine junge Muslima, die Islam und Christentum abglich und sich eine
Bibel wünschte, mailte mir, dass Allah der Satan ist und sie nicht verstehe,
warum die Muslime den Satan anbeten.

Jörgen Bauer