Wir wollen nicht wie Spreu im Wind sein!

Die Gottlosen sind wie Spreu, die der Wind verstreut.

Psalm 1, Vers 4


Zur Herbstzeit fällt das Laub massenweise von den Bäumen, und die
Stadtgärtner sind damit beschäftigt, das Laub einzusammeln und
lastwagenweise abzufahren.

Auch im häuslichen Garten liegt viel Laub, das ich dann, allerdings nur schubkarrenweise, abtransportiere. Aber dauernd bläst der Wind weiteres Laub herein, weshalb ich immer wieder ansetzen muss.

Man hat herausgefunden, dass sich die Erde im Winterhalbjahr, im
Sekundenbereich etwas schneller dreht, was darauf zurückgeführt wird,
dass sich das Drehmoment der Erde durch die Masse, des von den Bäumen fallenden Laubes, geringfügig ändert, vergleichbar mit einer Pirouette, wenn
die Arme angezogen werden.

Das leicht verwehbare Laub ist wie Spreu, die der Wind verweht, und das
erinnert mich dann immer wieder an die Menschen, die ohne Gott leben.

Auf dem Boden vor mir lag ein ungewöhnlich reichgeliedertes und filigranes
Blatt einer Ahornart, mit fast gotischen Formen. Dabei wurde mir warm
ums Herz, weil ich darin die Handschrift Gottes erkannte.

Gott ist ein Künstler, mit dem Sinn für das Schöne und Harmonische,
und das ist nicht nur an Ahornblättern zu erkennen, die in riesigen
Mengen wachsen, dann aber doch abfallen und verwelken. Auch das
ein Vergleich mit den Gottlosen.

Weil Gott ein Freund des Schönen ist, tun auch wir gut daran, die Dinge,
die uns umgeben, nicht nur nach Nützlichkeit und Zweckmäßigkeit zu
beurteilen, sondern uns auch am Schönen zu erfreuen und Gott dafür
die Ehre zu geben.

Jörgen Bauer