"Fundamentalist" im guten Sinne sein!

Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeder Geist, der bekennt,
dass Jesus Christus in das Fleisch gekommen ist, der ist von Gott; und
ein jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. Und das
ist der Geist des Antichristen, von dem ihr gehört habt, dass er kommen
werde, und er ist jetzt schon in der Welt.

1. Johannes 4, Verse 2 und 3


Sehr lobenswert, wenn versucht wird, eine Radikalisierung innerhalb islamischer
Kreise zu verhindern, und bei der jetzigen Islamkonferenz wurden dazu auch
gute Vorschläge, wie Ausbildung der Imame in Deutschland,Predigten in
Deutscher Sprache, Bekenntnis zur freiheitlich demokratischen Grundordnung
und ähnliches, unterbreitet.

Den Gutwilligen schwebt hier immer die Vorstellung eines "Euro-Islams" vor,
bei dem die Aussagen des Korans entschärft und umgedeutet werden
sollen, es also nicht mehr darum geht "die Ungläubigen zu töten" oder als
"Lebensunwürdige" abzulehnen, denen der Muslim unendlich überlegen ist.

Es soll auf das Religiöse, den Gläubigen Stärkende und Tröstente abgehoben
werden. Gewissermaßen ein "Islam light", auf der Ebene des "Evangeliums
light", wie es die Amtskirche verkündet, und dann ist auch ein "Chrislam"
möglich.

Die Übeltäter sind die "Fundamentalisten", und das ist jeder, der, ohne deshalb
Andersdenkende zu diffamieren oder abzulehnen, treu zu seiner Überzeugung
steht, und damit ein lauterer und aufrechter Charakter ist.

Den islamischen Glauben umfunktionieren zu wollen, ist ebenso vergeblich,
wie z.B. die Naziideologie mit der freiheitlich demokratischen Grundordnung
versöhnen zu wollen, indem alles Negative negiert und Aussagen mit einem
positiven Grundton hervorgehoben werden.

Die heutigen Verse zeigen, um was es geht und zu was wir uns bekennen
müssen, wenn wir das Ziel nicht verfehlen wollen. Und da wird erkennbar,
wo der Geist des Antichristen angesiedelt ist, und insoweit bin ich gerne
ein "Fundamentalist" - also einer, der auf einem festen Fundament steht.


Jörgen Bauer