Auch ich bin kein Held!

Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr noch keinen
Glauben?

Markus 4, Vers 40

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft
und der Liebe und der Besonnenheit.

2. Timotheus 1, Vers 7


Im Wort Gottes finden wir die oftmals gegensätzlichsten Aussagen. Aber
nicht deshalb, weil die Bibel Widersprüche enthielte, sondern weil die
menschliche Natur in sich widersprüchlich ist und uns das Wort Gottes
hier den Spiegel vorhält und damit ein realistisches und damit brauchbares Menschenbild vermittelt.

Die Bibel berichtet uns von menschlicher Angst und Furcht, und auch Jesus
wurde es im Garten Gethsemane, angesichts seines bevorstehenden Leidens
und Sterbens, bang ums Herz.

Gleichzeitig bezeugt das Wort Gottes auch wieder, was bis heute erfahrbar ist,
dass Gott uns angesichts von akuten Bedrohungen und Gefahren, aufbauen
und stärken kann, dass wir Mut bekommen und dabei auch über uns selbst
hinauswachsen können. Auch Jesus hat sich so stärken lassen und danach
die Apostel und damals und bis heute auch seine Jünger und Nachfolger.

Was kann mir Angst und Furcht machen?

Nicht so sehr das derzeit allgegenwärtige Coronavirus, mit all seinen Mutationen, sondern meine Mitmenschen, wenn sie sich als leichtgläubig
und leicht beeinflussbar erweisen, oder wenn sie als Politiker den Eindruck machen, dem selbständigen Denken entwöhnt zu sein, oder wenn sie als Journalisten nur noch eine Einheitsmeinung kennen. Das alles sehe ich als
sehr gefährlich an.

Das Solarzellen-Kraftwerk und die ausgedehnten Solarpanelen auf den
Flachdächern in unserem Gewerbegebiet waren bis vor kurzem tief
verschneit. Da liefern sie natürlich keinen Strom. Wenn der Wind um die
Hälfte abflaut, vermindert sich die Stromerzeugung der Windräder auf ein Achtel.

In der Tageszeitung war dieser Tage zu lesen, dass, infolge der Energiewende,
ein blackout, also ein Zusammenbruch des Netzes, was katastrophale Folgen
hätte, nicht ausgeschlossen werden kann. Mit dazu trägt die Digitalisierung
bei, und die Zunahme von E-Autos könnten dem Netz den Rest geben.
Das ist mir zwar nicht neu, aber ich begrüße es, wenn die Zeitung darüber
berichtet.

Bei manchem was bei uns abgeht, verwundert es nicht, wenn sich da manche
radikalisieren, wie zu hören ist.

Das aber kann für einen Christen nicht infrage kommen. Im Glauben wird
Gott für uns erfahrbar, und wir können ihm alles anbefehlen, was uns
belastet. Mitmenschen, Politiker und Journalisten eingeschlossen.

Wir wissen, dass Gott wirklich kein Ding unmöglich ist und ER alles, auf eine für uns unbegreifliche Weise, hinausführen kann, und wenn wir darauf
vertrauen, können wir gelassen bleiben.

Jörgen Bauer