Nur wirkliche Gefahren nicht unterschätzen!

Da ging Lot hinaus und redete mit den Männern, die seine Töchter heiraten sollten: Macht euch auf und geht aus diesem Ort, denn der HERR wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen lächerlich.

1. Mose 19, Vers 14



Das stelle ich mir albtraumhaft vor: Ich weiß von einer ganz realen, drohenden Gefahr, versuche verzweifelt meine Mitmenschen zu retten, aber keiner nimmt mich ernst. Ganz im Gegenteil, macht lacht mich aus.

Ein klassisches Beispiel hierfür ist die sagenhafte Kassandra der griechischen
Mythologie, die davor warnte, das hölzerne Pferd, das die Griechen zurückgelassen hatten, welches später unter dem Namen "Trojanisches Pferd" bekannt wurde, in die Stadt zu nehmen, was aber nicht ernst genommen wurde und dadurch zum Untergang Trojas führte.

Im heutigen Vers geht es um Sodom und Gomorra, wo die entsprechende
Warnung von den Schwiegersöhnen in spe als lächerlich abgetan wurde.

Nun werden wir ununterbrochen, und derzeit ganz aktuell, vor dem Corona-
Virus gewarnt, wobei Angst und Panik verbreitet werden. Wenn aber laufend "Feurio" gerufen wird und es dabei mehr um theoretische Betrachtungen geht, führt das zur Nachlässigkeit und man glaubt auch dann nicht mehr an die Gefahr, bis diese dann tatsächlich ganz akut um sich greift.

Und so kann sich eine panikhafte Überreaktion ebenso fatal auswirken, wie die Gleichgültigkeit gegenüber einer tatsächlich vorhandenen Gefahr.

Sowohl in Sodom, als auch in Troja, ging es um Leben und Tod. Da wir alle
noch am Leben sind, wenn wir das hier lesen, wissen wir nicht, wie Sterben ist.

Allen Menschen steht aber etwas bevor, was mit Sodom und Gomorra und Troja vergleichbar ist.

Alle Kultur- und auch Naturvölker wissen davon, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern dass danach noch etwas kommt. Es scheint sich hier um ein kollektives Urwissen der Menschheit zu handeln.

Das Wort Gottes lässt uns wissen, dass es dem Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht. Und das Wort Gottes sagt uns,
wie wir durch dieses Gericht kommen.

Das ist allerdings ein unangenehmes Thema, das verdrängt und relativiert wird, auch dadurch, dass man sich ablenkt (ablenkt, von was?) indem man in allerlei Aktivitäten und seichte Vergnügungen flüchtet, solange bis der Punkt kommt, an dem dann nichts mehr geht, weil es zu spät ist.

Deshalb müssen Christen immer wieder auch darauf hinweisen, dass es im
Christentum nicht nur um ein diesseitiges Leben in der Gemeinschaft mit Gott geht, sondern um Sein oder Nichtsein, um ewiges Leben oder ewigen Tod.


Jörgen Bauer