Wer oder was ist die Obrigkeit?

Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt überi ihn hat.
Römer 13, Vers 1

Bitte, Gebet, Fürbitte und Danksagung für alle Menschen, für die Könige
und alle Obrigkeit;
1. Timotheus 2, Verse 1 und 2


Erinnere sie daran, dass sie der Gewalt der Obrigkeit untertan und
gehorsam seien, zu allem guten Werk bereit.
Titus 3, Vers 1


In sämtlichen Bereichen von Gottes Schöpfung gibt Rangordnungen, Regeln
und Grenzen. Ohne dieses würde absolut nichts funktionieren, sondern das totale Chaos herrschen.

Der Widersacher Gottes, der Satan, will das Chaos, auch wenn es in seinem
höllischen Reich sicher auch Gesetzmäßigkeiten gibt. Als Mörder und Lügner
von Anfang an, verführt er auch Menschen dazu alle Ordnungen und alle Regeln abzulehnen, indem er gesetzlose Zustände als den Inbegriff einer erstrebenswerten Freiheit darstellt, für den sich jeder Einsatz lohnt, und sehr viele lassen sich hier verführen.

Als es noch allenthalben Kaiser und Könige gab, war klar, was unter
"Obrigkeit" zu verstehen ist. In der Neuzeit sind an die Stelle der Könige
und Kaiser, oftmals Gewaltherrscher und Diktatoren getreten, die sich
verehren lassen.

Aber wer ist bei uns die Obrigkeit?

Wir leben in einer Demokratie, das heißt Herrschaft des Volkes, das durch
von diesem gewählte Vertreter vertreten wird. Die Obrigkeit und der
Souverän, der das Sagen hat, sind also wir, das Volk.

Die gewählte Regierung steht deshalb in einem Dienstverhältnis zum
Volk als dem Souverän und ist diesem darüber Rechenschaft schuldig, wie sie
mit den ihr übertragenen Vollmachten umgeht, nachdem sie sich durch Eid verpflichtet hat, zum Wohl ihres Souveräns zu wirken und Schaden von
diesem abzuwenden. Im Gegenzug ordnet sich der Souverän den Weisungen seiner Regierung unter, damit es zu keiner Anarchie kommt.

Man könnte den Eindruck haben, das vergessen wurde, wer die Obrigkeit
und der Souverän ist. Und es ist besonders schlimm, wenn die verliehene Macht dazu benutzt wird, um persönliche Idealvorstellungen zu verwirklichen.

Alle Macht geht immer von Gott aus. ER ist es, der letztlich Macht verleiht
und auch wieder nehmen kann. Auch das darf nicht vergessen werden.

Jörgen Bauer