Gib mir Augen

Gib mir Augen

Gib mir Augen,
die die kommenden Wunder sehen,
die deine allmächtige Hand
in unserer Menschheit wirken wird;

Augen, die in den unbedeutenden Dingen
Zeichen deines verborgenen Tuns sehen,
das unser Universum zum Ziel führt;

Augen, die in einer selbstsüchtigen und grausamen Welt,
in der die Sünde sich ausbreitet,
das Gute, die Milde der Güte entdecken,
die sich still in ihr entfaltet;

Augen, denen sich zwar das bedrückende Schauspiel
menschlicher Schwachheit bietet
und die dennoch die Macht deiner Liebe sehen,
die sich trotz Sünde, Fehlern und Irrtümern entfaltet,
um das Heilswerk zu vollenden;

Augen, die im Schmerz
und im unendlichen Leid der gesamten Menschheit
eine geheimnisvolle Freude und Glückseligkeit entdecken,
die langsam wächst
wie die Freude über die Geburt einer vollkommenen Welt.


(Jean Galot)