"Religiöser Wahn"?

Wir können's ja nicht lassen, von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben.

Apostelgeschichte 4, Vers 20




"Ich werde jetzt einmal Klartext reden :

Sie scheinen ein anständiger Mensch mit zum grossen Teil vernünftigen Ansichten zu sein. Ihr Problem ist Ihr ( eingetrichteter ) religiöser Wahn. (sehen Sie natürlich nicht so , weil Sie die Realität schon verloren haben )
Die Bibel ist n i c h t Gottes inspiriertes Wort !!! Dafür gibt es klare , logische Beweise ! ( selbst die ev. Kirche weiss das ! ) Jesus war , selbst nach Angaben der Bibel , ein fehlerhafter Mensch mit vielen Irrtümern !"

Das ist Teil einer Antwort, die ich von einem Mailpartner, auf meine
Aussagen über das, was den Christlichen Glauben ausmacht, erhielt.

Solche Aussagen verwundern mich nicht. Sie sind typisch, und ganz sicher sind viele Menschen dieser Meinung. Solange ich solche Antworten erhalte, weiß ich, dass ich richtig liege. Bedenklich wäre es, wenn mir jemand, der die Gesinnung des Schreibers hat, zugestimmt hätte. Denn dann hätte ich etwas falsch gemacht.

Was den "eingetrichterten religiösen Wahn" anbelangt, befinde ich mich übrigens in bester Gesellschaft. Auch Petrus und Johannes ging es ganz
ähnlich.

Denn die von dieser Art Wahn Befallenen können nicht anders, als das zu
bezeugen, was sie selbst erfahren haben. Zwar sind wir heute nicht mehr unmittelbare Zeugen des sichtbaren Wirkens Jesu, aber wir machen im Glauben die Erfahrungen, die uns gewiss machen und erleben, dass sich die Aussagen der Schrift bestätigen.

Der Glaubende weiß davon, dass es eine unsichtbare Wirklichkeit gibt und
dass der Glaube damit eine transzendente (überirdische) Dimension hat. Wer das Christentum nur innerweltlich, menschlich-logisch erklärt, für den hat jeder einen Wahn, der die Dinge nicht mehr aus seiner beengten menschlichen Perspektive heraus wahrnimmt, sondern einen umfassenderen Blick gewonnen hat.

Es hat sich jetzt wieder gezeigt, dass es nicht möglich ist, jemanden vom Glauben zu überzeugen. Das ist genau so unmöglich, wie mit einem von Geburt an Blinden über Farben diskutieren zu wollen.

Wir können deshalb nichts anderes tun, als unseren Glauben, so wie Petrus und Johannes, unbeirrt zu bezeugen und denen die im "logischen Denken" befangen sind, gelassen und mit Liebe zu begegnen und Gott zu bitten, dass er den geistlich Blinden die Augen öffnet.


Jörgen Bauer