Wie eine grünende Tanne!

Ephraim, was sollen dir weiter die Götzen? Ich will dich erhören und führen,
ich will sein wie eine grünende Tanne; von mir erhältst du deine Früchte.

Hosea 14, Vers 9


Die Weihnachtsbräuche sind voll von christlicher Symbolik und haben
absolut nichts mit "heidnischen Bräuchen" zu tun, wie das manchmal hingestellt wird, so als ob man leichtfertig dem Heidentum Reverenz
erweisen und möglicherweise Gott noch gegen sich aufbringen würde.

Im Informationsbrief Dezember 2018, der Bekenntnisbewegung “Kein anderes Evangelium”, erschien jetzt in sehr guter und qualifizierter Beitrag von Walter Rominger, der sich mit der Entstehung von Weihnachtsbräuchen befasst und
darlegt, dass sich alle Weihnachtsbräuche auf biblische Wurzeln zurückführen
lassen.

Wegen des Umfangs des Beitrags werde ich mich nur mit dem Weihnachtsbaum befassen, der schlechthin für Weihnachten steht.

Zuerst aber ein Blick auf den 25. Dezember als Weihnachtstag, der mit der
Geburt Christi in Verbindung gebracht wird.

Am 25. Dezember wurde bei den Römern der “Geburtstag der unbesiegbaren Sonne” gefeiert. Nachdem der Geburtstag von Jesus nicht bekannt ist, wurde dieser Tag von den Christen in den Geburtstag der wahren Sonne, Jesus Christus, umfunktioniert.

Der Weihnachtsbaum ist jüngeren Datums. Nachgewiesen zuerst im 16. Jahrhundert im Elsass. Dabei wird u.a. Bezug auf Hosea 14, 9 genommen, wo es heißt, “...ich will sein wie eine grünende Tanne; von mir erhältst du deine Früchte.” Das Tannengrün erinnert an Gottes Verheißungen und den Einzug Jesu in Jerusalem.

Vorläufer der geschmückten Weihnachtsbäume gab es in den mittelalterlichen Krippenspielen in der Kirche. Ein Paradiesspiel gehörte dazu, welches die Vertreibung aus dem Paradies zum Inhalt hatte. Dazu wurde ein immergrüner Baum als “Paradiesbaum” geschmückt, mit roten Äpfeln (Apfel der Versuchung im Paradies) und Rosen. Und er ist auch der Baum des Kreuzes und weist auf die Erlösung hin.

Spätestens im 17. Jahrhundert wurde aus dem “Paradiesbaum” in der Kirche der Christbaum in den Wohnstuben zur Kinderbescherung, was durch einen Brief der Lieselotte von der Pfalz belegt ist, in welchem die Herzogin von den Weihnachtsfeiern in ihrer Kindheit in Hannover berichtet.

Weil sich nicht alle Familien die teuren Paradiesäpfel leisten konnten, wurden ersatzweise Kartoffeln verwendet, wie es einer Aufzeichnung Friedrich des Großen zu entnehmen ist.

Glaskugeln weisen auf die Geschenke der Weisen aus dem Morgenland hin. Aufgehängte Strohsterne erinnern an Christus als den Morgenstern und Kerzen weisen auf Christus, als das wahre Licht hin.

Geschenke zu Weihnachten sollen eigentlich ausdrücken, dass Gott die Menschen mit Jesus Christus beschenkt hat.

Leider ist Weihnachten zwischenzeitlich zu einem Konsumfest geworden, und
viele Leute kennen den Grund für Weihnachten überhaupt nicht mehr.

Wir tun gut daran, wenn wir uns mit der aussagekräftigen weihnachtlichen
Symbolik vertraut machen und darüber ins Nachdenken kommen.

Jörgen Bauer